Garmin Edge Explore 2 ▷ GPS-Fahrrad-Navigation im Praxistest

Eine einfache und relativ günstige GPS Navigation fürs Fahrrad. Reicht der Edge Explore 2 Funktionsumfang? Was die neue Tourenrad Navigation in der Praxis leistet erfährst du beim GPS Radler.

Veröffentlicht: 12. August 2022
Letzte Aktualisierung: 13. August 2022
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Ist der Garmin Edge Explore 2 wirklich die beste GPS Navigation für Touren- und Freizeitradler?

Im ausführlichen Review prüfe ich, ob die Neuerungen bei der Navigation praxistauglich sind und ob auch der halb so teure Explore 2 mit dem Edge 1040 (🢂 Praxistest) mithalten kann.

Transparenzhinweis:
Das Testgerät wurde mir kostenlos und ohne Auflagen von Garmin Deutschland zur Verfügung gestellt.

⭐ Highlights Edge Explore 2

  • Überarbeitete Navigation
  • eBike Konnektivität
  • Profile für mehrere Räder
  • günstiger Preis

⚡ Garmin EDGE Explore 2 vs. Garmin EDGE Explore 2 Power

Wo liegen die Unterschiede zwischen Edge Explore 2 und Explore 2 POWER?

Im Prinzip gibt es am EDGE selbst nur einen einzigen Unterschied:
Die POWER Variante ist mit den 5 Ladepins auf der Rückseite ausgestattet.

Die Power Halterung und die Ladepins in der Edge Halterung
Die Power Halterung und die Ladepins in der Edge Halterung

Dazu kommt noch ein größerer Lieferumfang beim Power Modell: Es liegt noch zusätzlich die geschraubte Halterung (Power Mount) mit Lade-Pins im Paket. Das macht dann 100 Euro Aufpreis.

Das Kabel um Power-Mount mit dem eBike zu verbinden kommt noch oben drauf. Macht noch mal 50 Euro mehr.

Die drei Kabelvarianten von Garmin für den Power-Mount
Die drei Kabelvarianten von Garmin für den Power-Mount

Somit kostet dich ein funktionsfähiger Garmin EDGE Explore 2 Power 450 Euro.

EDGE Explore 2 oder EDGE Explore 2 POWER? Welchen soll ich nehmen?

Am Ende wird diese Entscheidung daran hängen, wie lange Touren du planst. Brauchst du die Extra Power über den komfortablen Power Mount? Reicht vielleicht auch ein deutlich günstigeres, klassisches USB-Kabel mit Akkupack zum gelegentlichen nachladen unterwegs?

Hier bringe ich mal eine krasse Alternative ins Spiel: Statt für 450 Euro zum Explore 2 in der Power Variante mit Kabel zu greifen legst du noch mal 150 Euro drauf und bekommst das Spitzenmodell EDGE 1040 mit größerem Display, mehr Funktionen und einer Akkulaufzeit von 35 Stunden die dank automatischer Helligkeitsregelung realistisch ist.

✔️ Technik

Beim Gehäuse Design setzt Garmin ganz viel auf Weiß. Mit der Zeit kann das nachdunkeln und Schmutz anziehen. Notfalls hilft eine Silikon Hülle in einer unempfindlicheren Farbe.

Die Größe beträgt (gerundet) 106 x 56 x 21 mm.

Garmin Edge Explore 2
Garmin Edge Explore 2

Das Gewicht liegt bei (nachgewogenen) 104 Gramm.

Insgesamt gibt es drei Hardware Tasten und den Touchscreen zur Bedienung.

Die Power Taste zum ein- und ausschalten liegt an der linken Seite. Zwei Tasten findest du an der Unterkante.

Rechts zum starten und stoppen der Aufzeichnung und links die Rundentaste, die bei Tourenradlern nicht gebraucht wird und sich immer noch nicht mit einer anderen Funktion belegen lässt.

Die Aufstartzeit nach dem einschalten beträgt lediglich 11 Sekunden.

✔️ Display und Anzeige

Beim Bildschirm handelt es sich weiterhin um ein 3 Zoll Display mit 240 x 400 Pixel Auflösung in transflektiver Technik.

Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger Explore wirkt es heller und kühler.

Display Vergleich zwischen Edge Explore 1 und Explore 2
Display Vergleich zwischen Edge Explore 1 und Explore 2

So lange die Sonne im perfekten Winkel auf das Display scheint ist der Edge super ablesbar. Im Sonne-Schatten Mix brauchst du die Display Beleuchtung.

Und genau da beginnt das Problem: denn es fehlt weiterhin ein Helligkeitssensor für die automatische, akkuschonende Regelung der Hintergrundbeleuchtung.

So stellt man gerne mal die Helligkeit zu hoch ein und somit verbraucht der Edge viel Strom. Dauerndes Nachregeln ist zwar über die Statusseite möglich, aber während der Fahrt nicht so einfach.

✔️ Akkulaufzeit

Der Akku ist weiterhin fest im Gehäuse eingebaut und kann nicht gewechselt werden.

Geladen wird über USB-C. Dabei ist die Buchse von der Rückseite an die Unterkante zwischen die beiden Hardware Tasten gewandert.

Wie bei anderen Edge Modellen auch: USB-C Buchse zwischen den Knöpfen
Wie bei anderen Edge Modellen auch: USB-C Buchse zwischen den Knöpfen

Du kannst auch mit einem normalen USB-C-Kabel während der Nutzung am Fahrrad nachladen. Beispielsweise per Powerbank. Ich empfehle das aber nicht als Dauerlösung. Denn die Mini-Stecker nicht für das dauernde Gewackel ausgelegt.

Mit einem USB-C Kabel kann während der Fahrt nachgeladen werden
Mit einem USB-C Kabel kann während der Fahrt nachgeladen werden

Alternativ greifst du zur Garmin Edge Explore 2 Power Variante mit Ladepins und Power-Mount.

Garmin selbst gibt eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden an.

In der Praxis hängt die Betriebsdauer fast nur von der eingestellten Helligkeit des Displays ab.

Und nachdem eine automatische Helligkeitsregelung fehlt, stellt man da gerne die Beleuchtung etwas zu hoch.
Ich war meist mit 60 Prozent Hintergrundbeleuchtung unterwegs.
Das ergibt rund 14 Stunden Akkulaufzeit.

Zum testen bin ich auch mal mit permanent auf 100% Beleuchtung gefahren. Nach rund 7,5 Stunden war der Akku leer.

✔️ GPS Genauigkeit

Beim günstigeren Edge verzichtet Garmin auf den High-End GNSS Empfänger mit Multi-Frequenz-Chip. Diese Sparmaßnahme finde ich aber okay.

Im Edge Explore 2 kannst du zwischen stromsparendem GPS-only und Multi-GNSS wählen. Dann werden Satelliten von GPS, Galileo und GLONASS zur Positionsbestimmung herangezogen. In Japan kommt noch QZSS hinzu.

GPS Einstellungen am Garmin Edge Explore 2
GPS Einstellungen am Garmin Edge Explore 2

In der Praxis war ich quasi immer mit Multi-GNSS unterwegs und die Positionsgenauigkeit war sehr gut.

✔️ Konnektivität

Der Edge Explore kann über USB, ANT und Bluetooth mit der Außenwelt verbunden werden. Die Bluetooth Schnittstelle ist dabei nur für die Verbindung zu Sensoren und zur Garmin Connect App auf dem Smartphone da.

Verbindung zur Garmin Connect App auf dem Handy
Verbindung zur Garmin Connect App auf dem Handy

Hat der Edge Explore 2 WLAN bzw. Wi-Fi?
Nein. Auch wenn in den ersten Datenblättern und auf der Garmin Webseite die Rede von Wi-Fi ist/war. Im Menü habe ich keine WLAN Einstellungen gefunden.

✔️ Einrichtung, Menü & Bedienung

Der Edge Explore 2 hat die neue Benutzeroberfläche mit umgestalteter Startseite vom Edge 1040 übernommen.

Mit der neuen Benutzeroberfläche kam ein neuer Einstieg ins Menü.

Neue Startseite und Menü-Einstieg
Neue Startseite und Menü-Einstieg

Innerhalb vom Menü findet man sich als Edge Nutzer zurecht. Dabei wurde sogar das Menü noch weiter verschachtelt.

Die Edge Bedienung wird auch mit dem neuen System nicht intuitiv aber nach etwas Eingewöhnungszeit findet man sich schon zurecht.

Viele Einstellungen kannst du auch über die Garmin Connect App auf dem Smartphone vornehmen. Gerade bei den Datenseiten merkt man aber, dass Garmin einfach keine intuitiven Benutzeroberflächen kann.

Einrichtung per Smartphone App
Einrichtung per Smartphone App – leider sehr umständlich

Oben siehst du das Layout der Seite und kannst es darunter ändern. Aber statt einfach auf den Wert zu tippen, den du ändern möchtest, findest du dort nur Ziffern. Um das Datenfeld zu ändern musst du unten in der Liste bei der gewünschten Ziffer den Wert einstellen.

Positiv anzumerken ist, dass die Änderungen sofort auf den Edge synchronisiert werden und du so direkt die Anpassungen kontrollieren kannst, ob es so ausschaut wie du das möchtest.

Bei so einer schlechten Umsetzung einer sinnvollen Funktion bleibe ich lieber bei der Einrichtung am Gerät. Da funktionieren zumindest alle Einstellungen.

🏁 Navigation

Ein ganz wichtiger Punkt für die angestrebte Zielgruppe ist eine zuverlässige Navigation. Da hat Garmin auch den Funktionsumfang erweitert und nachgebessert.

Du kannst Strecken im Gerät berechnen lassen. Beispielsweise zu Adressen oder POIs. POIs sind über das neue Menü leichter erreichbar. Adresseingabe rutschte tiefer ins Menü. Auch Rundkurse mit der RoundTrip-Routing Funktion sind möglich.
Bei längeren Strecken ist die Qualität der Strecke aber nicht toll.

Zieleingabe über das neue Menü
Zieleingabe über das neue Menü

Also besser vorher planen. Strecken aus den Tools komoot, Outdooractive und Strava können direkt importiert werden. Bevorzugst du BRouter oder den Radroutenplaner Bayern musst du die GPX-Datei in den Ordner /Garmin/NewFiles kopieren. Auch eine Planung über Garmin Connect ist möglich. Aber mir sagte dieses Portal im Video-Test nicht wirklich zu.

Toll ist, dass jede Strecke die auf den Edge übertragen wird sofort durchgerechnet und zwischengespeichert wird. So kann die Navigation ohne lästige Wartezeit beginnen.

Das Re-Routing beim verlassen der geplanten Strecke geht ziemlich zäh. Es dauert lange, bis erkannt wird, dass die geplante Strecke verlassen wurde.

Dann dauert mir die Neuberechnung schon mal rund 45 Sekunden – das ist viel zu lange.

Neuberechnung beim verlassen der Strecke
Neuberechnung beim verlassen der Strecke mit teilweise fehlender Karte

Anschließend ist längere Zeit keine neue Strecke zu sehen. Teilweise ist der Prozessor so ausgelastet, dass noch nicht mal neue Kartenabschnitte nachgeladen werden.

Insgesamt ist die Zielführung entlang geplanter Strecken okay. Die Navigation zu Einzelzielen ist bei kürzeren Distanzen gut.

Die etwas umständlichen Sprachansagen über das gekoppelte Smartphone und die Garmin Connect App sind weiterhin möglich.

[Video] Garmin Edge Sprachansage

So funktioniert die Sprachansage am Garmin Edge GPS-Navi. Richte Edge und Smartphone so ein, dass du Abbiegehinweise per Bluetooth bekommst.

Die Option „Vermeidung von verkehrsreichen Strecken“ habe ich meist ausgeschaltet. Warum?
Innerhalb von Ortschaften führt das zu Zick-Zack Kursen durch Anwohnerstraßen nur um die Hauptstraße zu meiden. Auf dem Land funktioniert das besser indem Überlandstraßen durch Radwege oder landwirtschaftliche Wege ersetzt werden. In sofern wäre hier eine Kombination gut: In der Ortschaft: nutze den schnellen Weg entlang der Hauptstraße. Über Land: bevorzuge Rad- und Feldwege.

✔️ Karten

Auf dem internen Speicher mit 16 GB Größe ist bereits ganz Europa als CycleMap Europa installiert. Dann hast du noch etwas 3,5 GB frei. Eine microSD Speicherkarte für zusätzliches Kartenmaterial ist nicht möglich.

Wenn du mehr Platz für zusätzliche OSM-Karten brauchst musst du über den Kartenmanager in Garmin Express die dreigeteilte Europakarte reduzieren. Mit Europa-Central bekommst du die D-A-CH Länder und hast dann etwa 9,5 GB frei.

Kartenverwaltung in Garmin Express am Computer
Kartenverwaltung in Garmin Express am Computer

Die aus den neuen Fenix 7 Uhren bekannte Kartenverwaltung auf dem Gerät gibt es beim Edge Explore nicht. In sofern ist für die Kartenverwaltung zwingend das Computer-Programm Garmin Express notwendig.

Die Karte kann in drei unterschiedlichen Designs angezeigt werden:

  • Classic
  • High Contrast
  • Mountain Biking
Die 3 Edge Kartendesigns
Die 3 Edge Kartendesigns – Classic # High Contrast # Mountain Biking

Insgesamt habe ich an der Garmin CycleMap wenig auszusetzen und sehe keinen Grund, diese Karte durch eine freie OSM-Karte zu ersetzen. Aber es hat im Test funktioniert eine andere Karte zu installieren und zu nutzen.

Wer möchte kann die mitgelieferte Karte um Höhenlinien ergänzen.
Wie das geht zeige ich im Ratgeber und Video.

✔️ Profile

Bei der zweiten Generation vom Explore gibt es jetzt auch Profile für unterschiedliche Fahrräder.

Die Anzahl ist fest auf 3 Räder fixiert. Das ist für mich kein Problem. Schlimm finde ich, dass der Typ der Radfahrt festgelegt ist. Ändern kannst du nur den Namen und die Farbe.

Profile und Einstellmöglichkeiten
Profile und Einstellmöglichkeiten

Im Edge Explore 2 gibt es folgende Profile mit Aktivitätstyp:

  • Rennrad – Typ Rennrad
  • Indoor – Typ Indoor
  • Offroad – Typ Gravel/Offroad-Radfahren

Leider kannst du nicht den Typ der Radfahrt ändern. Das ist ziemlich doof, denn so kommen falsche Daten auf die Garmin Server und die Popularity Daten werden verfälscht, was in Zukunft bessere Streckenvorschläge verhindert.

Sobald ein eBike mit dem Edge gekoppelt ist, wechselt der Typ der Aktivität automatisch auf „E-Bike„, egal welches Profil du eingestellt hast.

Indoor Profil für eBike umgebaut
Indoor Profil für eBike umgebaut

Tipp: Wenn du alle Räder nutzen möchtest und eines davon ein kompatibles eBike ist, dann nutze für das eBike das Indoor Profil.

Pech hat leider die Mountainbike Fraktion. Du kannst zwar das Routing für die Navigation auf das Mountainbike stellen aber du bekommst deine Aufzeichnungen nicht in der passenden Aktivität ins Garmin Connect System.

Ich hoffe, dass Garmin sein eigenes Profil System besser verstehen lernt und mit einem kommenden Update aus Eigennutz den Nutzer den passenden Aktivitätstyp einstellen lässt.

✔️ Sensoren

Im Bereich externe Sensoren hat Garmin stark nachgerüstet.

Jetzt sind auch beim einfachsten Edge Leistungsmessung und Smart-Trainer-Steuerung möglich.

Die Powermeter Unterstützung hängt sicher mit der erweiterten eBike Unterstützung zusammen.
Die FE-C Unterstützung durch die Tacx Trainer aus dem Hause Garmin.

Viele externe Sensoren lassen sich per ANT+ oder Bluetooth koppeln
Viele externe Sensoren lassen sich per ANT+ oder Bluetooth koppeln

Bei den Leistungsmessern stehen auf dem Explore nur weniger Datenfelder zur Auswahl. Auf Cycling Dynamics und weitergehende Ansichten musst du zwar verzichten. Finde ich aber nicht schlimm und falls du tiefer ins Thema Leistungsmessung, Trainingsplanung und Auswertung eintauchen möchtest, stehen dir alle Daten in der Aufzeichnung für eine Analyse am Computer zur Verfügung.

Es ist möglich Sensoren wahlweise per ANT+ oder Bluetooth zu verbinden. Ich würde dir wo immer möglich zu ANT+ raten, da das nach meinen Erfahrungen stabiler und unproblematischer funktioniert als BTLE.

Der einzige Sensor der nicht unterstützt wird ist die elektronische Schaltung – sowohl das offene Profil welches von der SRAM AXS genutzt wird als auch das private ANT der Shimano Di2.

✔️ E-Bike Konnektivität

Die grundsätzliche Unterstützung ist gleich geblieben.

  • ANT+ LEV
  • Shimano STEPS

Ist ein eBike gekoppelt, kannst du eine spezielle E-Bike Datenseiten anzeigen lassen. Der einzige Unterschied zu normalen Datenseiten ist die oberste Zeile mit der Info zum Licht und dem Icon des Akkustandes.

Neue eBike Seite am Edge Explore 2
Neue eBike Seite am Edge Explore 2

Neu hinzugekommen ist die Garmin eigene smarte Reichweitenberechnung. Da versucht Garmin mit Hilfe zusätzlicher Daten wie Höhenprofil oder Untergrund eine genauere Reichweite zu errechnen.

In der Praxis ist dieser Wert noch deutlich niedriger als der vom eBike errechnete. Und der ist meist schon sehr konservativ gerechnet.

Bei der Smart Reichweite muss Garmin noch mal den Algorithmus feintunen.

✔️ Aufzeichnung & Auswertung

Wenn du deine zurückgelegte Strecke aufzeichnen möchtest, startest du mit der rechten unteren Hardware Taste die Aufzeichnung.

Das Tracking ist dabei unabhängig von einer Navigation. Du kannst also aufzeichnen ohne Zielführung oder Navigation laufen lassen ohne die Tour zu speichern.

In den Einstellungen kannst du zwischen intelligenter Aufzeichnung und 1 Sekunden Abstand wählen.

Aufgezeichnete Touren im Edge Speicher
Aufgezeichnete Touren im Edge Speicher

Die Aufzeichnungen findest du im Ordner /Garmin/Activities als FIT-Dateien. So kannst du auch ohne Spezial-Software oder App einfach mit einem Datei Explorer auf die Daten zugreifen.

🎬 Edge Explore 2 Video

Wenn du dir zusätzlich noch das Video-Review vom Garmin EDGE Explore 2 anschauen möchtest:

[Video] Garmin EDGE Explore 2 ➤ Video-Test

Im Video stelle ich dir die neue GPS Fahrrad Navigation von Garmin im Detail vor. Viele Erfahrungen und praktische Tipps vom GPS Radler zum Garmin EDGE Explore 2 und der Power Variante.

Erfahrungen Garmin Edge Explore 2

Erstmals in einem Garmin Edge Radcomputer gibt es eine Musik Steuerung. Ist der Edge per Bluetooth mit dem Handy verbunden, kannst du den Musikplayer deiner Wahl vom Edge steuern.
Wichtig: es ist nur eine Steuerung des Handys. Die Lieder sind nicht auf dem Edge und die Musik wird vom Handy abgespielt.

Neu beim Edge Explore ist die ClimbPro Funktion.

ClimbPro jetzt auch im Edge Explore 2
ClimbPro jetzt auch im Edge Explore 2

Damit bekommst du Hinweise auf kommende Steigungen und siehst, wie weit es noch bis oben ist. Damit kannst du dir deine Kräfte besser einteilen.

Das Computer Programm BaseCamp wird nicht mehr wirklich unterstützt. Du kannst zwar den Inhalt vom Edge Explore 2 sehen. Aber Änderungen werden nicht übernommen.

Eigene POI Listen, wie hier in diesem Video gezeigt sind leider nicht mehr möglich. Die Kategorie „Extras“ gibt es nicht mehr.

Stärken
  • Profile für unterschiedliche Räder
  • Viele Sensor Optionen
  • Gute eBike Integration
  • Preis
Schwächen
  • Kein Helligkeitssensor
  • Unvollständige Profile
  • Langsames Re-Routing

Edge Explore 2 kaufen – ja oder nein?

Im Prinzip ist der Edge Explore 2 eine gute GPS Navigation für alle, die vor allem Wert auf Navigation legen.

Der Preis ist akzeptabel und wenn er wie gewohnt noch etwas fällt kann der Explore auch in 2. Generation zur Volksnavigation werden.

Alternativen Garmin Edge Explore 2

Wahoo ELEMNT ROAM

Die Edge Explore Alternative von Wahoo heißt ELEMNT ROAM. Besser ablesbares Display mit weniger Farben. Top komoot Integration. Deutlich schnellere und bessere Routen-Neuberechnung. Mehr Sport Funktionen. Allerdings etwas teurer.

Hammerhead Karoo 2

Die Edge Explore Alternative von Hammerhead heißt Karoo 2. Moderneres Konzept mit einfacherer Bedienung. Gute komoot Integration und super schnelles Re-Routing. Teurer und ohne eBike Integration.

Fazit Garmin EDGE Explore 2 Praxistest

Fazit Garmin EDGE Explore 2 Praxistest
  • GPS-Empfangsqualität
  • Akkulaufzeit
  • Bedienung
  • Ausstattung
  • Verarbeitung
  • Preis
4.3

Zusammenfassung

Gute Hardware trifft auf nicht ganz fertige Software. Am meisten stört der fehlende Helligkeitssensor. Wenn statt intern berechneter Strecken geplante Touren zum Einsatz kommen, führt der Edge Explore komfortabel zum Ziel. Aus Mangel an Alternativen in dieser Preisklasse ist der Garmin Edge Explore 2 eine vernünftige Wahl für den Freizeit- und Tourenradler.

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8 Gedanken zu „Garmin Edge Explore 2 ▷ GPS-Fahrrad-Navigation im Praxistest“

  1. Habe mich von meinem Oregon 600 leider verabschieden müssen, schluchz!
    Meine Frage: kann ich mit Basecamp erstellte Tracks in das Garmin edge explore laden und nutzen? Also wie mit dem Oregon?
    Gruß Andreas

    Antworten
  2. Hallo Matthias!
    Mein Name ist Peter und ich hätte bitte ein zwei Fragen an dich:
    Ich habe vor, mir für mein E-Bike (Bosch System 300 smart) eventuell anstelle des KIOX einen Edge 1040 anzubauen.
    Kannst du mir sagen, ob ich den 1040 irgendwie mit dem Akku des eBikes verbinden kann so wie mit dem neuen Explore 2 power?

    Startet der verbundene Explore automatisch wenn das eBike eingeschaltet wird? (evtl. Alternative)

    Vielen Dank und nette Grüße
    Peter

    Antworten
    • Es wird den Power Mount auch einzeln geben. Edge 1040 hat immer die Kontakte. Geht also.
      Ob er automatisch startet weiß ich nicht, da ich die Power Halterung noch nicht zum testen habe. Aber Startknopf drücken wäre jetzt auch nicht so dramatisch

      Antworten
      • Hallo Matthias!
        Vielen Dank für Deine Antwort.
        Bitte noch eine Frage:
        Hat der Edge (1040 und/oder Explore) eine „Autostartfunktion“, also startet die
        Aufzeichnung der Aktivität automatisch bzw. ist immer aktiv (wie z.B beim GPSMap)?
        Ich hatte nämlich mal einen Edge, ziemlich aus der Anfangszeit
        dieses Gerätetyps, da mußte jede Aufzeichnung noch per Hand gestartet und gestoppt
        werden. Und das habe ich sehr oft vergessen…
        Ich finde dazu keine Info.

        Vielen Dank für Deine Hilfe
        Grüße
        Peter

        Antworten
  3. Hallo,
    Ist damit zu rechnen, dass die Re-Routing Geschwindigkeit verbessert wird?
    Wenn nicht, wäre dies für mich ein KO-Argument.
    Danke!

    Antworten

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