Präzise Navigation für Radfahrer und alle Outdoor Begeisterte. Die Universal Outdoor Navigation GPSmap mit Tasten im ausführlichen Review.

Tastenbedienung und großes Display.
So könnte man kurz die neuen Highlights der GPSmap 66 Serie zusammenfassen.

Aber die neue Outdoor Navigation hat noch viel mehr zu bieten. In diesem Testbericht beschreibe ich meine Erfahrungen und helfe dir bei deiner Navi Kaufentscheidung.

Transparenzhinweis:
Das Testgerät wurde mir vom Hersteller auf meine Anfrage hin kostenlos und ohne Auflagen zur Verfügung gestellt.

Garmin GPSmap 66 Highlights

Diese Eigenschaften vom Garmin GPSmap 66st sind mir besonders aufgefallen:

  • Großes, sehr gut ablesbares Display
  • Angenehme Tastenbedienung
  • Universell einsetzbar für Fahrrad, Wandern, Geocaching
  • Präziser Satellitenempfänger

Unterschiede GPSmap 66s und 66st

Was ist der Unterschied zwischen dem Garmin GPSmap 66s und dem Garmin GPSmap 66st?

Das ist recht schnell beantwortet. Der 66st hat zusätzlich noch die Garmin Topo Active Karte von Europa im internen Speicher.

Integrierte TopoActive Europe Karte im Garmin GPSmap 66st
Integrierte TopoActive Europe Karte im Garmin GPSmap 66st

Einen Vergleich der Garmin TopoActive Karte mit OSM-Karte und Garmin Topo habe ich schon auf dem Blog.

Diese wird vermutlich, wie von Garmin gewohnt, zwei kostenlose Updates pro Jahr bekommen.

An dieser Stelle schon mal mein Tipp zur Kaufentscheidung: Wenn der GPSmap 66 das richtige Gerät für dich ist, dann greife zum GPSmap 66st. Für 50 Euro mehr bekommst du eine Karte, die für die allermeisten Outdoor Aktivitäten super geeignet ist.

Wenn du Spezial Karten wie etwa die Alpenvereinskarten oder OSM-Karten möchtest, kannst du die natürlich trotzdem nutzen. Schau dazu auch mal in meinen Zusatzkarten auf die externe Speicherkarte Ratgeber.

Garmin GPSmap 66s Hardware

Die Anzahl und die Funktion der Tasten unter dem Bildschirm ist seit dem GPSmap 60 Csx unverändert. Durch das größere Display mussten die Tasten enger zusammenrücken und sind jetzt breiter und nicht mehr so hoch.

Neu geordneter Tastenblock GPSmap 66s gegenüber GPSmap 64s
Im Vergleich mit dem Vorgänger gut zu sehen: Neu geordneter Tastenblock

Wer schon mal einen GPSmap in der Hand hatte, wird sofort merken, dass sich die Tasten jetzt nicht mehr so Gummi-artig drücken lassen sondern mit deutlich weniger Druck reagieren. Das ganze mit einem klaren Druckpunkt.
Für mich ein ganz klarer Fortschritt.

Die Einschalttaste ist nach oben, neben die Antenne gewandert.

Die Garmin GPSmap 66st Power Taste neben Antenne und LED
Die Garmin GPSmap 66st Power Taste neben Antenne und LED

Für die Positionsbestimmung stehen drei Satellitensysteme zur Verfügung. GPS, GLONASS und Galileo, wobei immer nur zwei gleichzeitig genutzt werden können.

Zur Qualität von Galileo habe ich bereits einen kleinen GPS-GLONASS-Galileo Vergleichstest gemacht.

Das Gewicht eines einsatzfähigen (Mit Akkus und Speicherkarte) Garmin GPSmap 66st beträgt 234 Gramm.

Garmin GPSmap 66st mit Akkus und Speicherkarte
Garmin GPSmap 66st mit Akkus und Speicherkarte

Display vom Garmin GPSmap 66st

Der Bildschirm ist auf 3 Zoll angewachsen. Die Auflösung von 240 x 400 Pixel ist identisch mit dem Oregon Display.

Display von GPSmap 66s und Oregon im Vergleich
Display von GPSmap 66s und Oregon im Vergleich

Die Ablesbarkeit ist super. Da gibt es nix zu meckern. Egal ob in der prallen Sonne oder bei Dämmerung mit Hintergrundbeleuchtung. Es gibt sogar eine minimal Beleuchtung für Nachtsichtgeräte (NV – Nightvision).

Auch Spiegelungen sind kein wirkliches Problem. Natürlich kann es gerade auf dem Fahrrad immer zu Situationen kommen, in denen die Sonne so komisch steht, dass man nichts erkennt.

Stromversorgung und Akkulaufzeit

Der GPSmap 66 wird mit zwei Mignon (AA) Zellen mit Strom versorgt.

Möglich sind normale (Alkalie) Batterien, Akkus oder Lithium Batterien.

Batteriefach mit zwei eneloop Akkus
Batteriefach mit zwei eneloop Akkus

Die beste Wahl sind eindeutig NiMH-Akkus mit geringer Selbstentladung wie etwa die weißen eneloop Zellen. In Verbindung mit einem hochwertigen Ladegerät erreichst du sehr gute Akkulaufzeiten bei überschaubaren Kosten.

Mit dem Spezial-Garmin-Akkupack* kannst du die Akkus im Gerät laden.
Ich empfehle das aber nicht, da die von Garmin verwendeten Zellen nicht sonderlich leistungsfähig sind.

Genug Informationen. Wie lange ist die Akkulaufzeit vom Garmin GPSmap 66st?

Garmin spricht hier von Batterielaufzeiten von bis zu 16 Stunden.

Mit neuen 1.900 mAh eneloop Akkus habe ich bei meinem normalen Nutzungsverhalten und 60% Displayhelligkeit eine Akkulaufzeit von rund 9 Stunden in der Praxis erreicht. Ist okay aber nicht wirklich berauschend. Mit weniger Displaybeleuchtung wäre das sicher länger aber bei meiner dunklen Fahrrad-Sonnenbrille erkenne ich dann zu wenig.

Mit Display ohne Beleuchtung, alle Sensoren, Bluetooth und WLAN aus bin ich auf eine maximale Akkulaufzeit von etwas über 15 Stunden gekommen. Leider erkennt man dann kaum etwas auf dem Display. Das ist somit mehr ein theoretischer Wert, etwa um eine Reise aufzuzeichnen.

Speicher und microSD Karte

Der interne Speicher wird von Garmin mit 16 GB angegeben. Direkt nach dem ersten Kartenupdate auf Europakarten-Version 4.0 hat der Windows Explorer noch 8,73 GB freien Speicher angezeigt. Also noch jede Menge Platz für künftige Updates, Tracks, Routen, Waypoints und Connect IQ Apps.

Sollte das nicht mehr reichen, oder willst du andere (OSM-) Karten nutzen, kannst du eine microSD Karte unter den Akkus einlegen. Möglich sind Karten bis maximal 32 GB. Gute Erfahrungen habe ich mit Karten von SanDisk* und Samsung* gemacht.

microSD Speicherkarte unter den Batterien
microSD Speicherkarte unter den Batterien

Sensoren mit GPSmap 66 koppeln

Als Outdoor Navigation steht das Thema Fitness Sensoren nicht im Vordergrund. Eine Basis-Versorgung ist trotzdem gegeben.

Mögliche GPSmap 66s Sensoren
Mögliche GPSmap 66s Sensoren

Möglich sind:

  • Herzfrequenz
  • Trittfrequenz
  • Geschwindigkeit
  • Kombination Geschwindigkeit / Trittfrequenz
  • Tempe
  • XERO

Als Neuheit kann der GPSmap 66 auch mit Bluetooth Sensoren umgehen. Ich habe das erfolgreich mit einem Polar H10 getestet.

Folgende Sensoren habe ich während dem Testzeitraum getestet:

  • Puls – Garmin Premium Brustgurt: funktioniert
  • Puls – Polar H10 (Praxistest): funktioniert
  • Puls – Wahoo TICKR fit (Praxistest): keine Verbindung
  • Puls – BerryKing Sportbeat: keine Verbindung
  • Trittfrequenz – Wahoo RPM (Praxistest): keine Verbindung
  • Trittfrequenz – Garmin: funktioniert

Nicht so toll ist der Wechsel von Sensoren gelöst. Dazu muss immer „Neu verbinden“ gewählt werden, wodurch die Kopplung zum bisherigen Sensor entfällt.

Sensoren mit dem GPSmap 66st koppeln
Sensoren mit dem GPSmap 66st koppeln

Eine Liste der Sensoren in Empfangsreichweite gibt es genaus wenig wie einen Pool an Sensoren wie bei den Garmin Edge Modellen.

Häufigste Meldung beim Sensoren koppeln
Häufigste Meldung beim Sensoren koppeln

Dafür dicke Software-Probleme, welche die gesamte Unfähigkeit der Garmin Software Abteilung aufzeigen:
Der Produktmanager hat entschieden: Wir brauchen auch Bluetooth – ohne weiter nachzudenken was das insgesamt bedeutet. Der Entwickler hat irgendwas programmiert (ohne groß nachzudenken?). Der Tester, falls es überhaupt einen gab, hat vermutlich nur die eigenen Sensoren getestet.
Es ist einfach ein Trauerspiel.

Jetzt steht man da mit seinem Dual-Sensor (ANT+ und Bluetooth) der schickt die Daten in beiden Protokollen raus. Der Garmin empfängt neuerdings beide, weiß nicht was zu tun ist und meldet immer „Mehrere Trittfrequenzsensoren“ gefunden. Selbst wenn ich gerade nach dem Pulssensor, einem Wahoo TICKR fit, gesucht habe.

Im aktuellen Zustand sind Sensoren schlechter zu nutzen als beim Vorgänger. Der hat bei Dual-Sensoren einfach Bluetooth „überhört“ und sich mit ANT verbunden. Ich bin gespannt, wie Garmin aus dieser Misere rauskommen will. BT streichen? Auswahlmenü einfügen?

GPSmap 66st als Fahrradnavigation

Um mit dem GPSmap 66st auf Radtour gehen zu können, brauchst du noch eine Fahrradhalterung.

Die Verbindung zur Halterung Erfolg über die Schiene auf dem Akkudeckel. Die ist jetzt aus Kunststoff statt aus Metall.

Entweder du greifst zum Original Garmin Zubehör* oder einer der Halterungen von Richter*.

Die Richter Basisplatte mit Halterung über dem Vorbau
Die Richter Basisplatte mit Halterung über dem Vorbau

Beim GPSmap 66st brauchst du nicht zwingend zusätzlichen Karten.
Mit der Active Topo Karte kommst du auf dem Fahrrad sehr gut zurecht.

Die ActiveTopo Karte auf dem Garmin GPSmap 66st
Die ActiveTopo Karte auf dem Garmin GPSmap 66st

Wenn du möchtest kannst du aber gekaufte Garmin Karten nutzen oder auf das Arsenal an freien OSM-Karten zurück greifen. Der Wechsel der Karte mit einem Profilwechsel funktioniert übrigens super. omit kannst du beispielsweise dem Profil Bergsteigen die Alpenvereinskarte von Garmin zuweisen und auf dem Fahrrad mit der ActiveTopo radeln.

WLAN, Bluetooth und Connect IQ

Heutzutage reicht es für einige nicht mehr aus, eine präzise Navigation abzuliefern. Es müssen Online- und Connected-Funktionen verfügbar sein.

An drahtlos Schnittstellen bietet der GPSmap 66st WLAN und Bluetooth.

Die Bluetooth Verbindung dient nur dazu, das GPS Gerät mit Garmin Connect auf dem Smartphone zu verbinden. Garmin Connect ist Pflicht, auch wenn du mit dem neuen Garmin Explore arbeiten willst.

Welche Funktionen mit der jeweiligen Schnittstelle möglich sind, zeigt sehr schön die Tabelle aus dem Handbuch.

Tabelle mit WLAN und BT Funktionen
GPSmap 66 Funktionen der WLAN und Bluetooth Schnittstelle
WLAN per Garmin Express einrichten
WLAN per Garmin Express einrichten

Die Einrichtung vom WLAN solltest du unbedingt über Garmin Express am Computer machen. Denn einen Buchstaben- und Sonderzeichen-Salat eines guten Passworts über die Kreuzwippe einzugeben macht keinen Spaß.

Mit Garmin Connect IQ steht quasi der App Store für Garmin zur Verfügung.

Eine direkte Bluetooth Verbindung zum Smartphone ist von Garmin weiterhin nicht vorgesehenen. Somit ist ein direktes übertragen von GPX-Tracks vom Smartphone auf den GPSmap 66st nicht möglich.
Auch WLAN ist von Garmin ziemlich eingeschränkt, was gerade bei Connect IQ Apps nervt.

Insgesamt enttäuschen die drahtlos Funktionen von Garmin ziemlich. Vieles ist künstlich beschränkt, kompliziert und nicht zu Ende gedacht. An einen echten Mehrwert bei einfacher Bedienung in der Praxis hat Garmin wieder nicht gedacht.

Garmin Explore für GPSmap 66st

Zusammen mit dem GPSmap 66 wurde das Online Portal Garmin Explore und die gleichnamige App gestartet.

Garmin Explore Online Portal
Garmin Explore Online Portal
Garmin Explore™
Garmin Explore™
Entwickler: Garmin
Preis: Kostenlos
Garmin Explore™
Garmin Explore™
Entwickler: Garmin
Preis: Kostenlos

Damit ist etwas mehr offline Datenmanagement möglich.

Garmin Explore App mit Datensammlungen und Kartenansicht
Garmin Explore App mit Datensammlungen und Kartenansicht

Um diesen Praxistest nicht zu lange werden zu lassen stelle ich Garmin Explore später in einem getrennten Artikel genauer vor.

Garmin GPSmap 66st Navigation

Garmin setzt beim Outdoor Gerät weiterhin auf eine strenge Trennung zwischen Track- und Routen Navigation.

Track Navigation und Routen Navigation mit Abbiegehinweisen
Track Navigation und Routen Navigation mit Abbiegehinweisen

Einfach GPX-Track importieren, aufrufen und mit Abbiegehinweisen nachfahren (wie wir das vom Edge Explore oder Edge 1030 kennen) ist leider nicht möglich.

Im Prinzip hast du drei Möglichkeiten der Navigation:

  • Track Navigation
    GPX Datei importieren und der Linie auf der Karte ohne Abbiegehinweise nachfahren
  • Routen Navigation
    Import einer Strecke als Route. Zielführung erfolgt mit Abbiegehinweisen und Signaltönen
  • Ziel Navigation oder Active Routing
    du gibst ein Ziel im Gerät ein, der GPSmap 66 berechnet selbst die Route und führt dich mit Abbiegehinweisen zum Ziel
  • Rund Trip Routing
    eigentlich genau wie Active Routing nur dass Start und Ziel identisch sind und der GPSmap eine Rundtour mit gewünschter Länge berechnet
Zieleingabe beim Garmin GPSmap 66st
Zieleingabe beim Garmin GPSmap 66st

Eine genaue Beschreibung aller GPSmap 66 Navigationsmöglichkeiten würde diesen Testbericht sprengen.
Deshalb wird es in Kürze einen getrennten Artikel zur GPSmap 66 Navigation geben.

Einrichtung und Bedienung

Wichtig für eine Universal Outdoor Navigation finde ich Profile für unterschiedliche Aktivitäten wie Mountainbike, Tourenrad, Wandern, Paddeln oder Skitouren.

Garmin GPSmap 66s Profile definieren und auswählen
Garmin GPSmap 66s Profile definieren und auswählen

Beim GPSmap 66 sind mehrere Profile ab Werk vorgegeben. Die kannst du anpassen, löschen und durch eigene erweitern. Maximal kannst du 20 Profile ablegen.

Auf der Karten- und Datenseite kannst du oben die so genannte Anzeige definieren. Leider hat Garmin die Auswahl reduziert. Gerade die für Radler super praktischen Anzeigen Freizeit und Radfahren gibt es nicht mehr.

Anzeige auf der Datenseite umstellen
Anzeige auf der Datenseite umstellen

Insgesamt geht die Bedienung der Basis Funktionen sehr schnell und nach kurzer Eingewöhnung leicht von der Hand.

Willst du tiefer einsteigen, führt kein Weg an rumprobieren vorbei. Gerade hinter der MENU Taste verbergen sich praktische und teilweise unerwartete Möglichkeiten oder Einstellungen.

Beispiel gefällig?
Häufig werde ich gefragt, wie man die Farbe der aktuellen Trackaufzeichnung verändern kann. Ich würde das eigentlich unter Einstellungen – Aufzeichnung erwarten – leider falsch!
Du musst in die Aufzeichnungssteuerung. Da aber nicht in den vielleicht noch logischen Tab der Karte, nein du musst im Info Tab auf die MENU Taste drücken und dort kannst du die Farbe wählen. Zumindest muss man das nur ein mal machen. Dann wird der aufgezeichnete Track immer in dieser Farbe angezeigt.

Garmin GPSmap 66st Erfahrungen

Das Seitenband zum Wechsel der Aktivitäten-Screens kannst du jetzt ausschalten. Damit geht der Seitenwechsel mit den PAGE und QUIT Tasten zwischen Karte, Reisecomputer und Höhenprofil deutlich schneller.

Im Speicher habe ich den Ordner NewFiles gefunden. Bei den Edge Geräten ist das der Ort für importierte Tracks. Beim GPSmap 66 passiert nichts mit der GPX-Datei und sie ist nicht für die Navigation erreichbar.

Garmin GPSmap 66st per USB mit dem Computer verbunden
Garmin GPSmap 66st per USB mit dem Computer verbunden

Auf dem Mountainbike ist Track Navigation in Verbindung mit Tastenbedienung immer noch mein Favorit. Auch mit langen Handschuhen klappt die Bedienung. Während die pure Track Linie auf der Karte, ohne verwirrende Pfeile und gepiepse, für Orientierung selbst auf kleinen, verwinkelten Trails sorgt.

Stärken
  • Top Display
  • angenehme Tasten Bedienung
  • geringer Aufpreis für gute Karte
  • robustes Gehäuse
  • Standard AA-Akkus
Schwächen
  • Sensoren koppeln
  • trennung Track / Routen Navigation
  • Bluetooth und WLAN Möglichkeiten
  • reduzierte Anzeigen
  • teilweise versteckte / komplizierte Funktionen und Einstellungen

GPSmap 66st kaufen – ja oder nein?

Der GPSmap 66s & GPSmap 66st bleibt das Outdoor Navi Gerät für jede Aktivität in der Natur.

Dank dem großen Display und den Connected Funktionen ist die Entscheidung zwischen GPSmap mit Tasten und dem Oregon mit Touchscreen zur reinen Geschmackssache geworden. Die Hardware ist sehr gut, bei der Software muss man derzeit noch in einigen Bereichen mit Macken leben. Das sollte mit kommenden Updates besser werden.

Wer mit dem Fahrrad gerne vorbereitete Touren (GPX-Tracks) nachfahren möchte und dabei Wert auf Abbiegehinweise legt, der sollte besser zu einem anderen Gerät greifen.

Alternativen zum Garmin GPSmap 66st

Garmin Oregon 750t

Oregon 750t Praxistest
Oregon 750t Praxistest

Dir ist ein (gleich großer) Touchscreen wie beim Smartphone lieber? Dann schau dir mal den Garmin Oregon 700 als Alternative an. Bei den Funktionen unterscheiden sich die beiden kaum.
Zum ausführlichen Garmin Oregon 750t Praxistest

Garmin Edge Explore

Wenn du geplante Strecken (GPX-Tracks) nachfahren möchtest und dabei Abbiegehinweise bevorzugst, dann ist ein Edge Fahrradnavi vielleicht besser geeignet. Deutlich bessere Sensor Verwaltung. Zum gelegentlichen Wander okay.
Zum ausführlichen Garmin Edge Explore Praxistest

Sigma ROX 12 GPS

Ein anderes Konzept bietet Sigma mit dem ROX 12. Eine einfache, an die Smartphone Bedienung angelehnte Bedienlogik. Sehr gute Integration externer Tour-Portale und gute Navigation geplanter Tracks.
Zum ausführlichen Sigma ROX 12 Sport Praxistest

Praxistest Bewertung
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Ausstattung
Verarbeitung
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Karten
Akkulaufzeit
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15 Kommentare, sei der Nächste!

  1. Ich habe bisher einen etrex 35 touch.
    Für mich wäre ein neues Gerät nur dann sinnvoll, wenn ich online, ohne Umwege, Tracks von den diversen Portalen (Komoot, GPSies, Wikiloc, etc.) auf das Gerät laden kann.
    Das ist also auch mit dem neuen 66er nicht möglich?
    Danke, Gerry

  2. Die Menüstruktur ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, um es freundlich auszudrücken. Die Grundfunktionen sind einfach und schnell zu erreichen und man kann das Gerät erst einmal in Betrieb nehmen. Ich scheitere im Moment daran, die Datenfelder in der Kartenanzeige von vier auf zwei Felder zu ändern und ich bekomme kein Profil bearbeitet. Nur Namensänderung ist möglich, obwohl ich genau nach Handbuch vorgegangen bin. Irgendwie ist das frustrierend.

    Bei der Navigation und bei verschiedenen Lichtverhältnissen ist das Gerät absolut super und wesentlich besser als das Vorgängermodell.Was so eine kleine Displayvergrößerung doch ausmacht.

    Insgesamt kann ich deine Eindrücke bestätigen und sage ein herzliches Dankeschön für deine Mühe und den guten Text zum GSMAP 66at.

    • zwei Datenfelder gibt es leider nicht mehr. Das Anzeigefeld ist immer gleich groß. Profil bearbeiten geht über auswählen und dann die Einstellungen ändern. Speichern gibt es nicht. Wenn du das Profil wechselst, wird umgestellt und du merkst die Änderungen.

      • Vier Datenfelder belegt fast das halbe Display. Wenn man die Infos nicht benötigt, ist das verschenkte Anzeige. Schade, aber vielleicht tut sich da noch was.
        Profil ändern werde ich nochmal ausprobieren. Danke für den Tipp!

  3. Ein sehr sachlicher und nüchterner Test, der deinen Transparenzhinweis unterstreicht. Ich sehe den Vorteil gegenüber dem Montana beim Wandern nihct so ganz, auf dem Fahrrad nutze ich den EDGE 1000. Die Nachteile bzgl. Bluetooth / WLAN werden wohl über die Zeit gelöst werden, genauso wie das Datenfeldproblem!
    Wie bekomme ich die oben erwähnten OSM-Karten auf den 66s (ich nutze wie du weißt, ein MacBook pro mit altem BaseCAmp)?

  4. Hallo Matthias
    Vor 3 Wochen habe ich mir ein 66st gekauft. War von der Werbung sehr angetan. Nach einer Woche habe ich es wieder zurück gegeben. Ich gebe dir recht mit Bluetooth und WLAN kam ich nicht zurecht. Außerdem war die Genauigkeit trotz GPS und Glonas nicht berauschend.
    Schade schade !!!

  5. Hallo Matthias,
    habe mit großem Interesse deinen Bericht über das Garmin 66s, in dessen Besitz ich bin, gelesen.
    Du schreibst u.a. „Der Wechsel der Karte mit einem Profilwechsel funktioniert übrigens super….“
    Ich konnte auch meinen im 66s verwendeten Karten ein Profil zuweisen, z.B. der Alpenvereinskarte das selbst benannte Profil „Moutainbike“.
    Doch wie wechselt man ein Profil im Garmin 66s?
    Wenn ich im Menü „Profile“ auswähle erhalte ich die eingerichteten Profile angezeigt.
    Genügt es ein Profil auszuwählen und dann die Enter-Taste zu drücken?
    Wenn man danach unter „Routen“ eine im 66s gespeicherte Tour auswählt dauert es doch eine Weile bis die Karte mit der Route angeteigt wird.
    Übrigens, deine Beiträge sind für mich sehr wertvoll!

    Mit freundlichen Radlergrüßen
    Klaus Deeg

  6. Hi Michael,
    Danke für den ausführlichen 66st Test, ich habe den Garmin wg. der nachvollzogenen Probleme zurückgeschickt. Schade!
    LG Michael
    PS bei ComKor muss man die Rücksendung selbst bezahlen, kein Retourenschein

  7. Ich habe seit mehreren Jahren den Garmin 64s im Einsatz. Nun habe ich den 66st 1 Woche ausprobiert und wieder zurück gegeben. Die Gründe: Von dem grösseren Display und der höheren Auflösung merke ich in der Praxis nicht viel, Kartenaufbau deutlich langsamer als bei meinem alten 64s, Karte des 66st schlechter als meine OSM Karte, Der hochgelobte neue Tastendruckpunkt gefällt mir nicht. WLAN und Bluetooth Funktionen habe ich nicht ausprobiert. Einzig der Expeditionsmodus finde ich im Kurztest gut gelungen und interessant.

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