Garmin Oregon 750t im Praxistest
Veröffentlicht: — Letzte Aktualisierung: 1. Januar 2017
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In diesem Garmin Oregon 700 / 750t Review erfährst du alles zur neuen Generation der Universal Outdoor GPS Navigation mit Touchscreen und Smart Funktionen.

Die nächste Generation von Garmins mobiler Outdoor Navigation mit Touchscreen ist da.

Garmin Oregon 700* und Garmin Oregon 750t*.

Während das aktivitätsbasierte Menü die Bedienung vereinfacht, erweitern smarte Verbindungen den Funktionsumfang.

In diesem Test bekommst du einen genauen Eindruck von der neuen Technik und Bedienung.

Zudem gehe ich auf die Frage ein:
Welche Garmin Oregon Version am besten zu dir passt.

Transparenzhinweis:
Das Testgerät wurde mir von Garmin Deutschland für diesen Test zur Verfügung gestellt. Der Test erfolgte hautsächlich mit Firmware 2.50 und 2.60.

Garmin Oregon 750t Hardware

Gegenüber der 600er Hardware hat sich so gut wie nichts geändert. Wer bereits den 650t Testbericht kennt, kann gleich zum nächsten Kapitel weiterspringen.

Garmin Oregon 750t in der Hand
Garmin Oregon 750t in der Hand

Das Gehäuse ist mit 6,1 x 11,4 x 3,3 cm gleich groß. Jetzt gibt es zusätzliche Vertiefungen in der seitlichen Gummileiste. Damit liegt der Oregon noch griffiger in der Hand.

Mit dem Garmin Akkupack und einer Speicherkarte wiegt der Oregon 750t (nachgewogene) 206 Gramm .

Auch bei der Wasserfestigkeit nach IPX7 bleibt alles gleich.

Unten rechts gibt es eine Durchführung um eine Sicherheitsschlaufe befestigen zu können.

Auf der Rückseite vom Batteriedeckel ist die Schiene (Metall) zur Befestigung am Fahrrad angebracht.
Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich – hinter einer Gummi Abdeckung – die miniUSB Buchse für die Verbindung zum Computer und zum laden des Garmin Akkupacks.

Technische Daten in Kürze

Hersteller: Garmin
Modell:
Oregon 750t
Größe:
6,1 x 11,4 x 3,3 cm
Gewicht: 206 Gramm
Akkulaufzeit: 4 bis 14 Stunden
Schutzart: IPX7
Preis bei Test: 589 Euro

Oregon von hinten
Befestigungsschiene und miniUSB Buchse unter der Gummiabdeckung

An der rechten Seite gibt es zwei Tasten. Oben die Power Taste und unten die Funktionstaste.

Zwei Tasten an der Seite - Funktionstaste und Power-Button
Zwei Tasten an der Seite – Funktionstaste und Power-Button

Beide können im Menü konfiguriert werden.

Screenshots
Seitentasten vom Garmin Oregon belegen

Speicher im Garmin Oregon

Der interne Speicher ist beim Oregon 700 4 GB groß, wobei davon laut Windows Explorer noch 3,4 GB verfügbar sind.

Im Oregon 750t sind 8 GB interner Speicher verbaut, wovon noch 2,6 GB frei sind.

Unter dem Batteriefach befindet sich der Slot für microSD Karten. Speicherkarten bis maximal 32 GB passen da rein.

Platz für microSD Speicherkarte unter den Batterien
Platz für microSD Speicherkarte unter den Batterien

Display vom Garmin Oregon 7×0

Das kapazitive Touchscreen Display ist 3,8 x 6,3 cm groß (entspricht 3 Zoll) und verfügt über eine Auflösung von 240 x 400 Pixel. Die Zahlen sind somit identisch mit denen von der Oregon 6×0 Reihe.

Garmin spricht zwar davon, das Display weiter verbessert zu haben. Im Test ist mir da aber ohne direkten Vergleich nix aufgefallen. Bereits das Display vom Vorgänger gehörte zum besten, was es im Outdoor GPS Bereich gibt.

Hell, kontrastreich und in den meisten Situationen auch ohne Beleuchtung sehr gut ablesbar. Starke Sonne ist kein Problem. Bei richtigem Winkel zur Sonne steigert das sogar die Lesbarkeit.

Auf dem Fahrrad bevorzuge ich aber meist doch eine leichte bis mittlere Hintergrundbeleuchtung für bessere Lesbarkeit bei wechselnden Lichtverhältnissen.

Mit dünnen Handschuhen klappt die Bedienung immer noch gut. Wird es mit dickeren Handschuhen schwieriger, hilft noch ein umstellen der Touchscreen-Empfindlichkeit auf den Handschuh Modus.

Bedienung ist auch bei Regen möglich
Bedienung ist auch bei Regen möglich

Und bei Nässe? Leichter Sprühregen macht nichts. Werden die Tropfen größer, wird es mit der Bedienung schwierig.

Große Tropfen können auch selbst Funktionen auslösen. Dann hilft nur Bildschirm sperren. Wobei dann immer die Info nervt, dass der Bildschirm gesperrt ist und wie er entsperrt werden kann.

Dann bleibt nur Bildschirm ausschalten. Leider sieht man dann aber auch nichts mehr

GPS Empfang Oregon 700

Im Inneren hat Garmin an der Positionierung der GPS Antenne gearbeitet. Wie bisher ist eine Patch-Antenne verbaut. Diese soll aber weiter nach vorne/oben gewandert sein um hier die Satellitensignale besser empfangen zu können.

Screenshot Satellit
Oregon 750t Sat-Screen

Zum verbauten GPS Chipsatz macht Garmin wie üblich keine Angabe. Neben dem US-Satelliten-System kann auch russischer GLONASS Empfang aktiviert werden. Auch WAAS/EGNOS lässt sich einschalten.

Im Test erfolgte der erste GPS fix immer sehr zügig. Grund dafür wird auch der weiter optimierte A-GPS Mechanismus sein. Die dazu notwendigen Daten werden per Garmin Express, WLAN oder über ein per Bluetooth gekoppeltes Smartphone aus dem Internet geladen.

Garmin Oregon 750t - GPS Genauigkeit am Geodätischen Referenzpunkt
Garmin Oregon 750t – GPS Genauigkeit am Geodätischen Referenzpunkt

Die Differenz zwischen dem gemittelten Wegpunkt vom Oregon und der Position des Referenzpunktes betrug bei diesem Test 4 Meter. Ein sehr guter Wert, wenn auch nicht sonderlich aussagekräftig. Der Oregon lag ruhig da und die Sicht zum Himmel ist am Referenzpunkt perfekt. Keine Gebäude oder Berge rundherum behindern die Sicht oder sorgen für Reflexionen.

Ganz anders in der Praxis draußen in der Natur. Da kommt die Präzision vom GPS Empfang nicht an die Qualität vom Klassenprimus Garmin GPSmap 64s heran.

Sobald das Gelände schwieriger wird, werden die Ausreißer größer. Steckt der Oregon beim Wandern mal etwas verdeckter in der Tasche kam es schon mal zu geraden Verbindungsstücken im Track, da keine Zwischenpunkte bestimmt werden konnten.

Garmin Oregon Stromversorgung

Hinter einer wasserdichten Klappe ist Platz für zwei Standard AA (Mignon) Akkus bzw Batterien.

Als Alternative kann der Garmin Akku-Pack verwendet werden. Vorteil davon: der Akku kann über das miniUSB Kabel im Gerät geladen werden.

Der Garmin Akkupack wird beim 750t mitgeliefert
Der Garmin Akkupack wird beim 750t mitgeliefert

Beim Oregon 750t liegt der spezielle Akkupack und ein Ladegerät im Lieferumfang dabei.

Kommen wir zum entscheidenden Teil, der Laufzeit mit einem Satz Batterien.

Getestet habe ich mit dem Garmin Akku-Pack aus dem Lieferumfang, Standard (weiße) eneloop Akkus und Lithium Batterien.

Der Garmin Akku-Pack hat mit 4 bis 8 Stunden die kürzeste Laufzeit.

Besser ist die Betriebsdauer mit den eneloops – 4,5 bis 10 Stunden hat das bei mir gereicht, je nach aktivierter Beleuchtung und Zusatzfunktionen.

Die längste Betriebszeit erreichte ich mit einem Satz Lithium Batterien – satte 14 Stunden bei sparsamer Beleuchtung.

Kamera im Garmin Oregon 750t

Das Oregon Top-Modell ist wieder mit einer 8 Megapixel Kamera ausgestattet.

Zusätzlich zur Kamera gibt es auch noch einen LED Blitz, der auch als Taschenlampe genutzt werden kann.

Hier mal ein unbearbeitetes Bild (nur beschnitten und verkleinert) aus der Garmin Oregon 750t Kamera, aufgenommen bei bewölktem Wetter. Das Original gibt es hier zum Download.

Unbearbeitetes Foto mit der Garmin Oregon 750t Kamera aufgenommen
Unbearbeitetes Foto mit der Garmin Oregon 750t Kamera aufgenommen

Bei etwas schwierigeren Lichtverhätnissen lässt die Leistung deutlich nach. Im Vergleich zum Oregon 650t hat sich die Qualität zwar ein wenig verbessert. Kameras in modernen Smartphones sind der Oregon Kamera allerdings deutlich überlegen. Mehr als Foto-Notizen sind leider nicht zu erwarten.

Garmin Oregon Karten

In der Basisversion (Oregon 700) wird das Gerät ohne Karte ausgeliefert. Die Basiskarte kann man dabei getrost mal vernachlässigen.

Der Oregon 750t ist mit der Topo Active Europe ausgestattet. Die Karte deckt sowohl West- als auch Osteuropa ab und basiert auf OSM-Daten. Zwei mal pro Jahr soll es kostenlose Updates für die Karte geben.

Topo Active Europe Karte auf dem Garmin Oregon 750t
Topo Active Europe Karte auf dem Garmin Oregon 750t

Einen Vergleich zwischen der Topo Active Europe und anderen Karten gibt es in diesem GPS Radler Artikel.

Ansonsten stehen für die neuen Garmin Oregon Modelle alle bekannten Garmin Karten zur Verfügung.
Egal ob gekaufte Topo Deutschland oder freie VeloMap (zum Praxistest), bei der riesigen Auswahl sollte für jeden die passende Karte zu finden sein.

Unterschiede Garmin Oregon 700, 750t

Die Unterschiede zwischen den beiden in Deutschland verfügbaren Modellen betreffen hauptsächlich Kamera, Kartenausstattung und Lieferumfang.

Am besten werden die Unterschiede in folgender Tabelle deutlich.

 Oregon
700
Oregon
750t
Stromversorgung2 AA-Akkus oder Batterien2 AA-Akkus oder Batterien
NiMH-Akkupack im Lieferumfang
Mitgelieferte KarteTopoActive Europe
interner Speicher
(Gesamt)
4 GB8 GB
interner Speicher
(frei)
3,4 GB2,6 GB
Kamera
(8 MP + Blitz)
Taschenlampe
OVP Preis449,99 Euro599,99 Euro
Straßenpreis
(10/2016)
448 Euro599 Euro
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Welche Garmin Oregon Version soll ich nehmen?
War diese Frage bei der 6xx Reihe noch einfach zu beantworten, wird das jetzt schon schwieriger.
Die integrierte Karte vom 750t ist nicht mehr so sinnlos wie die alte Freizeitkarte.
Die Kamera ist immer noch nicht mit denen aus Smartphones vergleichbar – kann man gut drauf verzichten.

In sofern spricht vieles für den Garmin Oregon 700. Wer sich nicht mit alternativen Karten beschäftigen möchte, greift zum Garmin Oregon 750t. Ob das die bis zu 150 Euro Aufpreis wert sind, muss jeder selbst entscheiden.
Leider bietet Garmin (noch?) keinen Oregon 700t an. Der wäre mein Favorit

Mir persönlich sagt der Oregon 700 mit guten OSM-Karten am meisten zu.

Garmin Oregon 700 Bedienung

Zentrale Neuheit ist die aktivitätsbasierte Bedienung. Bereits im Garmin eTrex Touch Test konnte mich diese vereinfachte Bedienlogik überzeugen.

Direkt nach dem einschalten (was mit rund 27 Sekunden erfreulich schnell geht) landest du im Aktivitätenwähler.

Aktivitäten Startmenü
Aktivitäten Startmenü

Hier kannst du durch rechts und links wischen die passende Aktivität = Profil auswählen.

Das „Hamburger-Menü“ links unten bringt dich zu den Einstellungen für die angezeigte Aktivität.

So lange es noch keine Connect IQ Apps gibt ist der mittlere Button nutzlos.

Mit der Lupe rechts unten kannst du schnell ein Ziel auswählen.

Per Tipp auf das Aktivitätssymbol kommst du zur Karte. Von dort geht es mit seitlichen Wischbewegungen zum Reisecomputer, Kompass und sonstigen konfigurierten Trainingsseiten. Möglich sind noch Höhenansicht, Satellitenansicht und Virb-Fernbedienung.

Hauptbildschirm mit Karte, Datenseite und Höhenansicht
Hauptbildschirm mit Karte, Datenseite und Höhenansicht
Pop-Up Bug Track Aufzeichnung
Pop-Up Bug Track Aufzeichnung

Auf der Karte begegnet uns auch wieder ein alter Bug aus dem Garmin eTrex Touch. Läuft keine Track Aufzeichnung, poppt die Statusbox unten immer wieder hoch, so lange bis die Aufzeichnung läuft. Karte anzeigen ohne Track-Aufzeichnung ist somit quasi unmöglich. Wer hier nicht ständig genervt werden will, schaltet am besten die automatische Trackaufzeichnung an.

Alle weiteren Funktionen erreichst du über die Schublade. Dieses Menü, welches auch voll konfigurierbar ist, öffnest du über einen Druck auf die Power Taste.

Schublade Screenshots
Oregon Schublade mit vielen Möglichkeiten der Individualisierung

Zurück zum Aktivitäten-Wähler kommst du durch eine Wischgeste von unten nach oben und einen Tipp auf das Häuschen.

Oregon Status Seite
Oregon Status Seite

Wer lieber bei der alten Oregon Bedienlogik bleiben will, kann dies in den Einstellungen – System – Modus – Klassisch umschalten.

Von jedem Screen erreichst du mit einer Wischgeste von oben nach unten die Statusseite.

Als Android Nutzer liebe ich diese Übersicht mit Schnellzugriffen.

Helligkeit einstellen, drahtlos Verbindungen kontrollieren, Wetterdaten anschauen und eingegangene Nachrichten kontrollieren. Alles übersichtlich auf einer Seite.

Die Info zur aktuellen Aktivität ganz am Ende führt übrigens direkt zum Track-Manager.

Aktivitäten und Tracks

Seit im Oregon auch vermehrt Fitness Funktionen mit externen Sensoren Einzug gehalten haben, gibt es neben den Tracks auch Aktivitäten.

In der Schublade gibt es den Track-Manager und das Aktivitätenprotokoll.

Aktivitätenprotokoll und Track-Manager - GPX/FIT speichern - Als GPX Track speichern
Aktivitätenprotokoll und Track-Manager – GPX/FIT Format – Als GPX Track speichern

Der Track-Manager wurde aus der Oregon 6xx Reihe übernommen. In einem getrennten Artikel habe ich den bereits ausführlich vorgestellt.

Standardmäßig zeichnet der Oregon 700/750t im FIT Format auf.

Diese Aufzeichnungen von deiner Tour im FIT Format findest du im Aktivitätenprotokoll, nicht aber im Track-Manager.

Überträgst du GPX Tracks vom Computer in den Ordner /garmin/gpx/ oder schiebst du Tracks aus BaseCamp auf den Oregon, dann tauchen diese nur im Track-Manager auf.

Willst du eine vorhandene Aktivität in den Track-Manager kopieren, so ist das aus dem Aktivitätenprotokoll über das Kontextmenü (Als Track speichern) möglich.

Damit wird die Verwirrung perfekt, oder?

Track-Manager Möglichkeiten
Track-Manager Möglichkeiten

Um die Verwirrung etwas einzudämmen empfehle ich dir das Ausgabeformat auf „Tracks (GPX/FIT)“ umzustellen. Dann landen alle Aufzeichnungen sowohl im Aktivitätenprotokoll als auch im Track-Manager. Letzterer bietet deutlich mehr Möglichkeiten, etwa die Farbe vom Track zu ändern oder die Sichtbarkeit auf der Karte zu steuern.

FIT Dateien spielen ihre Vorteile aus, wenn der Oregon mit Fitness Sensoren gekoppelt ist. Schließlich kann dieses Format per Definition mit mehr Informationen als nur Positionsdaten umgehen.

Ein direkter Upload auf Fitness Portale, wie etwa Garmin Connect oder Strava wird damit leicht möglich.

Zusammenfassend kann man sagen: GPX für die Navigation, FIT für Fitness und online Portale.
Zum navigieren solltest du immer über den Track-Manager gehen.

Selbst für versierte Nutzer ist diese Unterteilung in Tracks und Aktivitäten nicht immer klar und sorgt für Verwirrung. Garmin sollte sich in Zukunft auf eine Variante im Menü beschränken und Standardmäßig im GPX und FIT Format speichern.

RoundTrip Routing im Garmin Oregon

Erstmals in einem Universal Outdoor GPS Empfänger verbaut Garmin seine RoundTrip Routing Funktion.

Die Navigation berechnet nach Eingabe einer Streckenlänge und einem Startpunkt bis zu drei Rundkurse. Natürlich passend zum aktuell gewählten Profil.

RoundTrip Routing im Garmin Outdoor GPS
RoundTrip Routing im Garmin Outdoor GPS

Bei Fahrrad Profilen spuckt der Oregon meist ganz ordentliche Touren aus. Beim Wandern wird es schwieriger.

Schnittstellen Garmin Oregon

Beim Thema Schnittstellen hat Garmin beim neuen Oregon am meisten nachgelegt. WLAN, Bluetooth LE, ANT+ und USB sind an Bord.

Verbindung über Bluetooth und WLAN mit Smart Notifications
Verbindung über Bluetooth und WLAN mit Smart Notifications

Über Bluetooth in der sparsamen LE oder auch 4.0 Technik wird die Navigation mit einem Android, iOS oder Windows Mobile Smartphone gekoppelt. Die Kommunikation erfolgt dann ausschließlich mit der Garmin eigenen App Garmin Connect Mobile. Im Test hat das Pairing mit einem Samsung Galaxy S6 und iPhone 5 gut geklappt.

Garmin Connect™ Mobile
Garmin Connect™ Mobile
Entwickler: Garmin
Preis: Kostenlos
Garmin Connect™ Mobile
Garmin Connect™ Mobile
Entwickler: Garmin
Preis: Kostenlos
Garmin Connect Mobile
Garmin Connect Mobile
Entwickler: GARMIN INTERNATIONAL INC
Preis: Kostenlos

Über die Bluetooth Funktion stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Smart Notifications für eingehende Anrufe, SMS-Nachrichten und E-Mails
  • GeocachingLive
  • Wetterbericht mit Regenradar (mehr dazu weiter unten)
  • Live-Tracking
  • Download von EPO-Satellitendaten (im Hintergrund)
  • Upload eigener Aktivitäten ins Garmin Connect Webportal.
ANT+ Sensoren für Oregon
ANT+ Sensoren für Oregon

Statt die Daten über das gekoppelte Smartphone zu beziehen kann auch eine direkte Verbindung zu einem WLAN hergestellt werden. Damit stehen die selben Dienste zur Verfügung wie oben genannt.

Um den Garmin Oregon mehr in Richtung Fitnessgerät zu bringen gibt es die ANT+ Schnittstelle

Die Auswahl an möglichen Sensoren ist allerdings nicht so groß wie bei den Edge Fahrradcomputern.

Zu beachten ist hier, dass es keinen gemeinsamen ANT+ Pool gibt, sondern jedes Profil seine eigenen Sensoren verwaltet.

Zu guter Letzt gibt es dann noch die klassische USB Verbindung für den Datenaustausch mit dem PC.

Die Möglichkeiten der drahtlosen Schnittstellen sind so umfangreich, dass es hier demnächst einen getrennten Artikel geben wird.

Garmin Connect IQ im Oregon

Garmin Connect IQ Store
Garmin Connect IQ Store

Der Garmin App Store mit Datenfeldern, Apps und Widgets kommt nach den Fitness-Wearables und der Edge Reihe jetzt auch in die Outdoor Geräte.

Connect IQ Funktionen werden per Garmin Connect Smartphone App oder Garmin Express auf das Gerät installiert.

Zum Start gibt es lediglich ein paar zusätzliche Datenfelder zum Download. Für Ende des Jahres 2016 sind Apps und Widgets angekündigt.

In einem getrennten Artikel werde ich das Thema Garmin Connect IQ noch genauer betrachten.

Wetterdaten auf dem Oregon

Wetterradar
Wetterradar

Ebenfalls neu ist die Wetter Funktion. Über die Smartphone Verbindung oder per WLAN bekommt der Oregon aktuelle Wetterinformationen.

Neben einer Vorhersage für die nächsten Stunden und die nächsten drei Tage gibt es auch einen kurzen Regen-Radar-Film auf der Karte.

Alles ganz nett, aber an eine gute Wetter App auf dem Smartphone kommt das für mich nicht ran.

Stärken
  • Display
  • stabile Hardware
  • vereinfachte Bedienung
  • Kartenvielfalt
Schwächen
  • Tracks und Aktivitäten
  • GPS Empfangsqualität

Garmin Oregon 750t kaufen – ja oder nein?

Der Garmin Oregon bleibt die erste Wahl bei den komfortablen Universal GPS Geräten.

Lediglich Wassersportler und Hardcore Mountainbiker sollten lieber Richtung Garmin GPSmap 64s (Zum Praxistest) schauen.

Radfahrer die nicht auf jedes Gramm schauen und die Vorteile von wechselbaren Akkus schätzen können statt zu einem Edge getrost auch beim Oregon zugreifen.

Garmin Oregon 750t am Fahrradlenker
Garmin Oregon 750t am Fahrradlenker

Lohnt ein Umstieg vom Garmin Oregon 600?
Wer sich auf klassische Navigationstugenden beschränkt und die Smart Funktionen nicht unbedingt braucht hat keinen Grund für ein Upgrade.

Spannend wird es vielleicht später, wenn Garmin Connect IQ Apps ganz neue Möglichkeiten eröffnen.

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25 Kommentare, sei der Nächste!

  1. Ich finde, Garmn müsste langsam mal für die Streichung von Basecamp Mobile ohne entsprechenden Ersatz über Connect Mobile abgestraft werden. Wie bekomme ich denn meine GPX?
    Per Mail oder Website. Und wie öffne ich diese Dinge mitlerweile? Über das Smartphone. Derzeit ist es nicht möglich an der Website von Garmin Connect vorbei oder per Usb eine GPX aufzuspielen… Echt ätzend und auch der Grund, warum ich das Gerät zurück geschickt habe…

  2. Danke für den umfangreichen Test!
    Ich habe den Oregon 700 seit drei Wochen. Das Gerät funktioniert im Gegensatz zum Vorgänger Oregon 600 von Anfang an hervorragend, keine Abstürze, keine Hänger beim Start, keine groben Programmfehler. Die Empfangsqualität scheint mir sehr gut zu sein und ist für Wanderer und Radfahrer völlig ausreichend. Die neuen Menüs gefallen mir nicht so gut, ich habe deshalb auf die klassische Menüführung umgestellt. Was mich aber sehr nervt, ist die unglückliche Vermischung von „Aktivitäten“ und den Benutzerprofilen. Ich hatte mir beim Oregon 600 ausgetüftelte Profile erstellt, mit passenden Hintergrundbildern (gibts jetzt nicht mehr). Die Profile basieren bei mir nicht auf Aktivitäten, sondern ich schalte damit zwischen den verschiedenen installierten Karten um, die unterschiedliche Routing- und Darstellungseinstellungen benötigen. Beim Oregon 700 gibt es jetzt nur noch „Aktivitäten“, die aber wohl in Wahrheit Profile sind, oder?
    Grüße aus dem Schwabenland!
    Hans

  3. Dumme Frage: Muss IQ Connect von Garmin kommen oder sind die Schnittstellen halbwegs offen? Könnte man darüber einen Connector zu komoot zB schreiben?

  4. Hallo Matthias, vielen Dank für diesen ausführlichen und sehr erhellenden Test.
    Du schreibst „Per Tipp auf das Aktivitätssymbol kommst du zur Karte. Von dort geht es mit seitlichen Wischbewegungen zum Reisecomputer, Kompass und sonstigen konfigurierten Trainingsseiten. Möglich sind noch Höhenansicht, Satellitenansicht und Virb-Fernbedienung“.
    Gibt es die „alte“ Kartenansicht mit kleinen austauschbaren Datenfeldern nicht mehr, mit denen man während der Navigation die für sich selbst interessanten Daten im Blick hat, ohne „seitliche Wischbewegungen“? Freundliche Grüße Christian

  5. Danke für diesen ausführlichen Test.
    Eine noch bessere Akkulaufzeit erreicht man mit den zugegebenermaßen teuereren schwarzen Eneloop Pro Akkus.
    Will man sie unbedingt im Gerät laden, kann man ja im Akkuschacht unter den Akkus etwas hineinstecken, was die Taste herunterdrückt. Das Ganze ist sogar sehr viel billiger als der, meiner Meinung nach, überteuerte Garmin Akkupack.
    Ich persönlich mache das aber nicht, weil die Akkus nicht so schonend geladen werden, und ich zwei Akkusätze abwechselnd benutze.
    Viele Grüße, Alexander

  6. Moin,
    ich habe noch ein Garmin 550t und werde nun auf mind. 700 wechseln.
    Habe mir deshalb vieles durchgelesen…kostet ja auch wieder ne Stange Geld.
    Was eine Frechheit von Garmin ist, das sie kaputte Garmins die mind. 2 Jahre alt sind, nicht mehr reparieren und man so schon fast gezwungen wird, sich ein neues und teures Garmin zu kaufen…blödes Monopol

  7. Toller Test und Überblick! Danke
    Was sich mir noch nicht erschließt ist was bei der Connectivity jetzt funktional geht und was nicht? Dabei sind ME die Betriebsfälle…..
    Garmin mit WLAN zum Internet
    Garmin mit BT zum Smartphone von dort zum Internet
    Garmin und Kabel USB zu Smartphone / Desktop und von dort zum Internet
    .. zu unterscheiden und was man in den jeweiligen Betriebsfällen dann machen kann und was nicht,
    ZB Tracks Download, Wetter Download, Karten Download, Geocache downloads

    Es scheint mir reichlich antiquiert wenn zum Tracks Download ne klassische Kabelverbindung zum Desktop notwendig ist ( falls ich es richtig verstanden habe)

  8. Hallo,
    ich führe oft Gruppen in den Alpen, auf Madeira, Kreta usw. Mein GPSMap62st ist mir eine gute Hilfe dabei. Daneben benutze ich das Gerät noch für Fahrradtouren. Ich schätze gerade in den Bergen sowie im Wald die hohe Empfangsqualität. Besitzt das OREGON für diesen Verwendungszweck Vorteile (… lediglich Wassersportler und Hardcore Mountainbiker sollten lieber Richtung Garmin GPSmap 64s (Zum Praxistest) schauen. )wenn ja, welche. Bringt es einen Mehrwert, vom 62er auf das 64er Gerät umzusteigen? Ich arbeite mit Topo Deutschland, Transalpin V4; Garmin Inselkarte; einigen Freizeitkarten von D + NL;
    Danke für die Antwort. Viele Grüße Wolfgang

    • Wenn du die hohe Empfangsqualität vom GPSmap liebst und mit der Tastenbedienung zurecht kommst, gibt es keinen Grund für ein Oregon Gerät. Umstieg vom 62er zum 64er nur, wenn Connectivity Funktionen unbedingt benötigt werden.

  9. Hallo Matthias, ich bin gerade ein wenig irritiert und auch angefressen ob der Politik von Garmin. Ich habe mir inzwischen das 700er gekauft. Die Kopplung mit dem Android Smartphone war auch easy, Verbindung steht.
    Wetter, Benachrichtigungen etc. klappt.
    Dann habe ich testweise eine .gpx Datei auf mein Smartphone geladen um Diese dann per Bluetooth ans Garmin zu schicken. Das klappt nicht!!
    Anruf bei Garmin: Das geht auch gar nicht. Es können nur Geocaches übertragen werden. Aber meine Anregung und Kritik wird weitergegeben (na super….).
    Ich bin leider kein Techniker oder Programmierer und verstehe auch nicht, warum das so ist. Aber möglicherweise findet sich wer, der da was programmieren kann. Dafür würde ich sogar gerne ein App bezahlen.
    Liebe Grüße an alle, die das auch nervt….

  10. Von dem miserablen Garmin Akku-Pack kann man nach Austausch zu einem besseren Akkupärchen das Zwischenteil, das auf den darunterliegenden Knopf drückt dazu verwenden das auch dieser Akku über das miniUSB Kabel im Gerät geladen werden kann

  11. Hi Matthias,
    Sodale, hab mir jetzt auch mal Dein Video und den Bericht durchgelesen.
    In etwas mehr als 1 Monat geht es für 4 Wochen mit Zelt und Rad durch Finnland.

    Bisher habe ich einen Edge 1000 (der bei den Profilen leider nicht automatisch dem Profilzweck auf die entsprechenden Karten mit wechselt) und einen noch nie benutzten GPSMAP64s (Hatte früher die 60er Serie und komm mit 64s nicht zurecht). Jetzt habe ich mir überlegt, ob ich Edge 1000 und GPSMAP64s nicht weiterhaue und mir einen Oregon 700 kaufe. (hatte vor vielen Jahren auch mal ein Oregon 300, der war allerdings nicht so hitverdächtig). Wenn der Oregon 700 von der Displayqualität genauso gut ist wie der Edge 1000 oder der GPSMAP64s, wäre das doch das richtige Teil, weil es dann auch endlich mal mit dem jeweiligen Profil (Aktivität) auch die entsprechende OSM MAP lädt?

    An externen Sensoren nutze ich nur Herzfrequenz, Trittfrequenz und evtl. auch noch den Geschwindigkeitssensor vom Edge..
    Was denkst Du?

  12. Guten Tach zusammen und danke für den ausführlichen Test. Ich überlege mir ein Oregon 700 zuzulegen. Hauptsächlich möchte ich dies zum MTBiken benutzen. Mich reizt beim 700er die RoundTripRouting-Funktion. Wann und wie wird diese Funktion unterstützt? Nur mit der hauseigenen Software, den Garmin Topo V-Karten oder auch z.B. über OSM?
    Sprich: Muss man gezwungenermaßen die Garmin Topo Karte dazu kaufen bzw. ein Bundle erwerben oder reicht das nackte 700er ohne Garmin Topo und ich lade mir OSM drauf und RoundTripRouting funktioniert auch damit? Danke für eine Antwort.
    Holger

  13. Für einen Newcomer wäre chinesisch vielleicht sogar leichter verständlich. Sorry. Aber: man muss sich einfach einarbeiten! Gretchenfrage: welches ist „besser“? Welches soll ich nehmen? Kann das 750 auch handynachrichten empfangen? Sind beide gleichwertig wasserdicht? ( 1 Meter wasssertiefe). Wegen der Camera hätte ich lieber dss 750

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