Mit einem kleinen Update hält Garmin seine Einsteiger Outdoor GPS Navigation frisch. Alle Infos und meine ersten Test-Erfahrungen liest du in diesem Artikel.

Kompaktes Gehäuse – kleines Display – hohe Auflösung – lange Akkulaufzeit – günstiger Preis.

So könnte man in wenigen Stichpunkten die eTrex Reihe von Garmin beschreiben.

Nach dem letzten Update aus dem Jahr 2015 (vom eTrex 30 zum eTrex 30x) jetzt also erneut ein kleines Update auf eTrex 32x.

eTrex 32x Hardware

Die kompakte GPS Navigation ist 5,4 x 10,3 x 3,3 cm groß, nach IPX7-Standard gegen Wasser geschützt und beherbergt ein 2,2 Zoll großes transfektives Farbdisplay mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel.

Die Stromversorgung erfolgt über zwei Mignon (AA) Batterien oder Akkus. Zur stationären Stromversorgung oder zum Datentransfer gibt es eine miniUSB-Buchse hinter einer Gummiabdeckung auf der Rückseite.

microSD Slot, Batteriefach und mini USB-Buchse
microSD Slot, Batteriefach und mini USB-Buchse

Kleines Display und fehlender Touchscreen sorgen für eine lange Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden.

Die Position bestimmen die neuen eTrex Modelle per GPS und GLONASS. Galileo steht nicht zur Verfügung.

Wichtigste Neuheit im Vergleich zum eTrex 30x ist der auf 8 GB verdoppelte interne Speicher. In diesem Speicher ist bereits die TopoActive Karte von Europa vorinstalliert.

Nachdem ich die aktuellste Karte (Version 2019.10) installiert hatte, waren lediglich noch 87 MB Speicher frei.

Unterschiede eTrex 22x / eTrex 32x

Neben der Farbe als Unterscheidungsmerkmal verfügt der eTrex 32x über eine gehobenere Ausstattung.

Das eTrex Top Modell 32x
Das eTrex Top Modell 32x

Barometrischer Höhenmesser, elektronischer Kompass und ANT+ Schnittstelle um zumindest ein Minimum an Sensoren zu koppeln.

Möglich sind Herzfrequenz, Trittfrequenz und der tempe Temperaturfühler.

Garmin eTrex 32x im Kurztest

Was ich bereits in meinem ausführlichen Garmin eTrex 30 Praxistest bemängelt habe ist die langsame Prozessorgeschwindigkeit. Bereits die Bedienung über Tasten und Joystick geht zäh. Extrem wird das, wenn die Karte verschoben oder gezoomt werden soll.

Der kompakte eTrex auf dem Fahrradlenker
Der kompakte eTrex auf dem Fahrradlenker

Das Thema mit dem Speicher habe ich oben bereits erwähnt. Ich bin mir sicher, mit dem nächsten Kartenupdate wird der interne Speicher nicht mehr ausreichen und du wirst gezwungen eine externe Speicherkarte zu nutzen.

Oder du löscht eine der beiden Kartensegmente. Deutschland ist übrigens auf dem North/East Teil drauf.

Beim Edge 1000 hatte ich dieses Problem bereits und die Lösung in einem Ratgeber beschrieben. Garmin hat es zumindest für den Nutzer annehmbar gelöst.

Ansonsten hat sich zu den Vorgängermodellen nichts getan. Extrem hohe Auflösung auf dem kleinen Display und die klassischen Basis Outdoor Navigationsfunktionen.

Wenn dich die Geschwindigkeit und der volle Speicher nicht stören, bekommst du für um die 200 Euro eine gute Navigation zum Wandern oder für den Einstieg ins Geocaching.

Preis und Verfügbarkeit

Die beiden neuen eTrex Modelle werden in Kürze (Juni 2019) im Handel verfügbar sein.

Sehr lange Akkulaufzeit mit Standard Akkus
Sehr lange Akkulaufzeit mit Standard Akkus

Der Garmin eTrex 22x wird 200 Euro UVP kosten.

Den Garmin eTrex 32x wird es für 250 Euro zu kaufen geben.

Persönliche Einschätzung

Für wenig Geld bekommst du eine robuste kleine GPS Universal Navigation mit vollwertiger Outdoor Karte.

Der eTrex 22x oder 32x ist gut zum Wandern geeignet
Der eTrex 22x oder 32x ist gut zum Wandern geeignet

Richtig doof ist die Speichergröße. Bei so wenig Restspeicher bereits beim Start kannst du sicher sein, dass es mit dem ersten Update zu Platzproblemen kommen wird.

Weitere Abstriche musst du beim langsamen Prozessor machen.

Ansonsten ist der eTrex ein günstiger Einstieg oder ein Zweitnavi fürs Wandern.
Auf dem Fahrrad gefällt mir die Bedienung mit dem Joystick nicht so gut und mir fehlt die bequeme Track Navigation der Edge Geräte.

Was sagst du zum Garmin eTrex 22x beziehungsweise eTrex 32x? Schreib mir deine Meinung in die Kommentare.

13 Kommentare, sei der Nächste!

  1. Eine Speicherkarte kostet nur ein paar Euro. Es ist ziemlich albern, sich so daran hochzuziehen. Der m. E. viel gravierendere Nachteil, dass Akkus immer noch nicht direkt im Gerät geladen werden können, bleibt dagegen unerwähnt.

    • Hallo, ich sehe nicht als Nachteil, daß die Akkus nicht im GPS-Empfänger geladen werden können, denn:

      1. ist es wesentlich effizienter, AA-Akkus in einem mikroprozessorgesteuertem Ladegerät hinreichend schnell mit mit der benötigten Leistung zu laden (400-700 mA oder höher),

      2. wird Garmin allein wegen des Produkthaftungsrisikos keine Ladebuchse für Geräte anbieten, die auch für den Betrieb mit Lithium- oder anderen Primärzellen vorgesehen sind.

      Alternative dazu sind die Modelle mit spezifischen, im Endgerät ladbaren und ggf. fest verbauten Lithium-Akkus. Alleinstellungsmerkmal des eTrex ist jedoch, daß man unterwegs leicht zwischen überall erhältlichen Akkus und Primärzellen wechseln kann. Viele Grüße, Andreas

  2. Hallo,

    ich denke gerade über 30x oder 32x nach. Wenn ich das hier richtig gelesen habe, ist der wesentliche Unterschied die Größe des internen Speichers. Die TopoActive Karte belegt diesen bei dem 30x aber schon fast vollkommen. Kann man diese Karte auf eine SD auslagern und von dort verwenden? Das würde das Problem erstens lösen und zweitens openstreetmap-Karten zusätzlich ermöglichen (auf SD oder intern).

  3. Hallo allerseits, ich sehe verglichen mit den früheren Vista-Modellen folgenden Verbesserungsbedarf:

    – Thumbstick wieder auf der linken Seite plazieren,

    – Speicherkarte nicht mehr unterhalb der Akkus, sondern einfach entnehmbar plazieren.

    Wie steht es denn bei Helligkeit ohne Beleuchtung um die Ablesbarkeit des 32x verglichen mit dem 30x oder Cx | HCx?

  4. Die Auflösung/Helligkeit war schon beim 20er/30er ausreichend gut. Deutlich besser als beim 64er. Allerdings nicht so gut wie bei den Vorgängermodellen HCx.
    Hauptkritikpunkt beim 20er/30er war für mich der langsame Prozessor. Mal eben rein- oder rauszoomen dauerte ein gefühlte Ewigkeit. Kein Vergleich zum GPSmap 64 oder gar 66.
    Warum steckt Garmin nicht einen schnelleren Prozessor in das Gerät und nimmt ggf für das Gerät 10€ mehr?
    Mit einem schnelleren Prozessor wäre die eTrex Serie wirklich top
    Mit dem gleichen langsamen Prozessor gibt es für mich keinen Grund, vom 20er eTrex auf den 22er eTrex zu wechseln.

  5. ein schnellerer Prozessor braucht mehr Energie
    Und gerade wegen des geringen Energiebedarfs liebe ich den eTrex auf merhtägigen Touren ohne Lademöglichkeit.
    Er ist minimalistisch, hat aber alles, was ich brauche.

  6. Hallo Ihr Garministen:-) kann mir jemand verraten warum es das Garmin Etrex 32x ständig vermeidet auf RADWEGEN zu fahren bzw. dorthin zu navigieren? Profil und Navigation angepasst auf Fahrrad. Das konnte das Teasi besser… oder mache ich etwas falsch? Das Abfahren eine GPX- Tracks hingegen funktioniert gut. LG

      • Die Qualität des Autorouting hängt weniger von der Hardware als vom verwendeten Kartenmaterial ab.

        Außerdem ist der Fahrzeugtyp Fahrrad viel zu unspezifisch, um den Erwartungen von MTB-, Touren- und Rennradfahrern gleichermaßen gerecht zu werden.

        Autorouting fürs Rennrad funktioniert seit Jahren mit Straßenkarten wie City Navigator sehr gut.

        Dem Autorouting abseits KFZ-relevanter Straßen sind sowohl mit den TOPO als auch mit den OSM-Karten naturgemäß Grenzen gesetzt, weil sowohl die Wege selbst, als auch zahlreiche Verbindungsstellen nicht oder nicht durchgehend kodiert sind.

        Dies wird aus wirtschaftlichen Gründen sicher noch viele Jahre so bleiben, wobei anzuerkennen ist, daß man immer öfter auch Radtouren ins Grüne durch Autorouten beschreiben kann.

        Wo das nicht möglich ist, bevorzuge ich Luftlinien-Routen vor Tracknavigation, da ich bei Routen die Abbiegepunkte und Zwischenziele explizit als Routenwegpunkte kodieren und damit aktiv navigieren kann.

        Bei MTB-Trail kann Tracknavigation ausreichend sein, sofern ich keine Abbiegepunkte oder Zwischenziele angesagt haben brauche.

        Danke übrigens für den Kurztest. Was dem etrex 30 | 30x | 32x leider noch abgeht, ist die separate Abbiegevorschau wie beim Vista C | Cx | HCx. Dieses Defizit trübt die Praxistauglichkeit des Autoroutings je nach Fortbewegungsart nicht unerheblich. Viele Grüße, Andreas

  7. Danke Matthias ,
    ja das habe ich bereits herausgefunden. Zu den GPX-Tracks… man kann ja der Linie nachfahren, was auch nicht immer „einfach“ ist und viel Zoom_Arbeit verlangt. Habe gehört man kann aus einem GPX Track eine Route im Basecamp machen und erhält dann auch Abbiegehinweise.. stimmt das? Ist das empfehlensewert?

  8. Danke lieber Matthias, ich benötige leider ein Navi mit Batterien da ich mehrwöchige Touren unternehme und nicht immer einen Campingplatz finde. Mein Nabendynamo schafft auch nicht alles Garmin ist schon etwas komplex um es nett auszudrücken.

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