Garmin Montana 700 Vorstellung und Kurztest

Die Garmin Montana 700 Serie wächst auf 5 Zoll Displaygröße. Sprachansage. Auf Wunsch mit inReach SOS. Alle Details und erste Erfahrungen

Veröffentlicht: 5. August 2020
Letzte Aktualisierung: 10. August 2020
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Großes Display und Sprachansage bei der Fahrrad Navigation.

Diese beiden Funktionen sind wohl die meist genannten Wünsche bei meinen Beratungsgesprächen auf Messen.

Garmin vergrößert bei der Montana 700 Serie das Display auf stolze 5 Zoll. Dazu gibt es eine Sprachansage über Bluetooth bei der Routen Navigation.

Zwei Modelle verfügen auch über die inReach Satelliten Notruf Funktion.

Video vom GPS Radler
[Video] Garmin Montana 700 vorgestellt & Kurztest

Eine komplett neue Garmin Montana Reihe. Mit 5 Zoll Display für jede Outdoor Navigation geeignet. Im Video stelle ich dir den Garmin Montana 700i vor und berichte von meinen Erfahrungen eines Kurztests.

Hier erfährst du alle Infos der neuen Montana Serie.
Dazu eigene Erfahrungen von meinem exklusiven Vorab-Test eines Vorseriengerätes, das mir einige Tage kostenlos und ohne Auflagen vom Hersteller zur Verfügung gestellt wurde.

Montana 700 Hardware

Eine robuste Outdoor Navigation mit 5 Zoll Display kann nicht wirklich kompakt und leicht sein.

Das Gewicht liegt bei etwas über 400 Gramm und mit Antenne ist der Montana 18,3 cm lang, 8,7 cm breit (mit SOS-Taste: 9,1) und hat eine Dicke von 3,2 cm.

Der Interne Speicher ist immer 16 GB groß, wovon bei meinem 700i noch ca. 2,5 GB frei waren.

Unter dem Akku gibt es einen Speicherkartenplatz für eine microSD Karte. Eine 64 GB Karte hat bei mir im Test funktioniert.

microSD Speicherkarte unter dem Akku
microSD Speicherkarte unter dem Akku

Die Stromversorgung wird von einem austauschbaren Li-Ionen Akkupack übernommen.
Beim Montana 700 kannst du als Zubehör ein AA-Batteriepack für Standard Akkus kaufen (30€).

Einen Zweitakku wird es für 60 Euro als Zubehör geben.

Powerbutton, Kontakte für Fahrzeughalterung und microUSB Ladebuchse
Powerbutton, Kontakte für Fahrzeughalterung und microUSB Ladebuchse

Eine Akkuladung soll laut Garmin bis zu 16 Stunden im GPS Modus oder zwei Wochen im Expeditionsmodus reichen.

Die Satellitensignale (GPS, Galileo, GLONASS) werden über eine Quad-Helix Antenne im Stummel oben rechts empfangen. Falls inReach verbaut ist, musst du auf russisches GLONASS verzichten.

Die Empfangsqualität war bei den ersten Tests sogar leicht besser als beim GPSmap 66.

5 Zoll Display

Das herausragende Merkmal ist wohl das 5 Zoll Touchscreen Display mit kapazitiver Technik. Während die Vorgänger Montana 680 und Co mit 4 Zoll großem resistivem Display geliefert wurden, jetzt also der Größensprung um ein ganzes Zoll und der Technologiewechsel.

Die Auflösung stieg von 272 x 480 Pixel auf 480 x 800 Pixel.

Auch im Querformat lässt sich der Garmin Montana 700 nutzen
Auch im Querformat lässt sich der Garmin Montana 700 nutzen

Bei Ablesbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit ist das Display sehr gut mit dem aus dem Oregon 700 vergleichbar.
In der Sonne ist das Display super abzulesen.

Connectivity

Für die Verbindung nach draußen und zu externen Sensoren stehen alle üblichen Wege offen:

  • Bluetooth zum Smartphone mit Garmin Explore
  • WLAN
  • ANT+ für Fitness Sensoren
  • Connect IQ für Erweiterungen
Externe Sensoren - Fitness Sensoren - Bluetooth Verbindungen
Externe Sensoren – Fitness Sensoren – Bluetooth Verbindungen

Bedienung

Neu beim Montana ist die Favoritenleiste unten auf jeder Seite. Damit wechselst du zwischen den einzelnen Seiten hin und her. Also kein waagerechtes wischen mehr zwischen Karte, Datenseite, Höhenprofil und Co wie bei Oregon oder Edge.

Damit entfällt auch das „entriegeln“ der Karte zum verschieben. Ein wischen auf der Kartenseite führt sofort zum verschieben vom Kartenausschnitt.

Einrichtung der Garmin Montana Favoriten
Einrichtung der Garmin Montana Favoriten

Du kannst bis zu 5 Favoriten-Seiten festlegen. Dazu immer Home und Kontextmenü-Taste. Einfach Icon antippen und andere Seite im Blick haben. Je mehr Icons definiert wurden, desto enger geht es zu. Ich finde 4 Seiten noch okay. Bei Maximalbelegung habe ich zu oft daneben getippt.

Sprachansage

Auch wenn kein Lautsprecher eingebaut ist, so ist eine Sprachausgabe über Bluetooth Kopfhörer oder einen smarten Helm einfach möglich.

Sprachansagen vom Montana per Bluetooth an Lautsprecher senden. Hier auf einen Sena Helm
Sprachansagen vom Montana per Bluetooth an Lautsprecher senden. Hier auf einen Sena Helm

Allerdings funktioniert das nur bei der Routen-Navigation. GPX-Track importieren und mit Abbiegehinweisen zum Ziel führen lassen funktioniert weiterhin nicht.

Karten

Die Zeiten nackt gelieferter Garmin GPS Geräte scheinen wirklich langsam vorbei zu sein. Alle Montana Modelle verfügen über eine routingfähige TopoActive Europa Karte. Die kennen wir bereits aus eTrex, Oregon und GPSmap. Es gibt im Normalfall zwei kostenlose Kartenupdates pro Jahr.

Neuer Umschalter auf der Karte (Topo vs CityNavigator) und bekannte Kartenverwaltung
Neuer Umschalter auf der Karte (Topo vs CityNavigator) und bekannte Kartenverwaltung

Bei den „i-Modellen“ mit inReach ist sogar noch eine CityNavigator Karte für Straßennavigation enthalten. Über eine neue Schaltfläche auf der Kartenseite kannst du zwischen Topo-, City- und BirdsEye-Karte umschalten. Zusätzlich gibt es im Kartenmenü die Option „Automatische Kartenwahl„, die je nach Aktivität die passende Karte wählt.

inReach Notruf

Bei den beiden Montana Modellen mit dem „i“ im Namen ist die Satelliten Kommunikation eingebaut.

Notruf SOS-Knopf hinter der Abdeckung bei inReach Modellen
Notruf SOS-Knopf hinter der Abdeckung bei inReach Modellen

Wenn du das nutzen möchtest, kommen noch mal laufende Kosten (ab 20€/Monat oder 205 €/Jahr) für Satelliten Kommunikation und Notruf-Center dazu.

Hintergrundinfo vom GPS Radler
Garmin InReach Mini im Praxistest

Notruf absetzen. Nachrichten senden und empfangen. Alles ohne Mobilfunknetz. Was du über das 2-Wege Satelliten Kommunikationssystem Garmin inReach Mini wissen musst hier im ausführlichen Review.

Preise und Verfügbarkeit

Die Montana 700 Familie besteht aus den folgenden drei Modellen:

  • Montana 700
    TopoActive Europa Karte
    GPS, Galileo und GLONASS
    UVP 600 Euro
  • Montana 700i
    TopoActive Europa + CityNavigator Straßen-Karte
    GPS, Galileo – kein! GLONASS
    UVP 700 Euro
  • Montana 750i
    TopoActive Europa + CityNavigator Straßen-Karte
    GPS, Galileo – kein! GLONASS
    8 MP Digitalkamera
    UVP 800 Euro

Alle neuen Montana Modelle sollen ab sofort (August 2020) verfügbar sein.

Persönliche Einschätzung

Nachdem ich die Möglichkeit hatte, den Montana 700i einige Tage in der Praxis zu testen kann ich festhalten, dass Anzeige und Bedienung trotz der riesigen Anzeige mit viel Grafikberechnung flüssig lief. Nicht so gut wie beim Smartphone aber etwas flotter als beim Oregon.

Der Garmin Montana 700 in seinem Element
Der Garmin Montana 700 in seinem Element

Die Favoriten unter dem Bildschirm finde ich praktisch. Weniger gefallen hat mir die Nutzung im Quer-Modus. Anzeige und Bedienung ist einfach auf Hochformat optimiert.

Für ein ausführliches Fazit ist es noch zu früh. Dazu werde ich einen Montana 700 einem ausführlichen Praxistest – mit Fahrradhalterung und AA-Batteriepack unterziehen.

Was sagst du zu so einem Display-Monster? Auf was soll ich im Test besonders Wert legen? Schreib mir deine Test-Wünsche in die Kommentare.

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47 Gedanken zu „Garmin Montana 700 Vorstellung und Kurztest“

      • Irgendwie scheint die gesamte Oberflächen-Gestaltung ähnlich dem GPSmap66. Finde ich schön.
        Die 5 selbst wählbaren Funktionen unten sind sicher ein guter Ersatz für die Page-Loop Funktion und ermöglichen ein noch schnelleres Wählen der gerade nötigen Ansicht/Funktion.

        Das ‚entriegeln‘ der Karte braucht man beim Oregon 700/750 nicht, wenn man den klassischen Modus wählt. Das Oregon lässt sich klassisch besser bedienen.
        Dagegen beim Etrex Touch muss auch im klassischen Modus die Karte entriegelt werden und der Zurück-Knopf unten fehlt. Das Etrex Touch ist insgesamt im modernen Modus besser bedienbar.

        Antworten
  1. Todgeglaubte scheinen länger zu leben. Als Besitzer eines Montana 600 mit CN NT hätte ich nicht erwartet, das Garmin für ein neues Modell eine CN NT 2020.10 anbietet, die bereits seit 1 Jahr kein Update erhalten hat. Interessieren würde mich, ob selbsterstellte Routen noch immer ohne Neuberechnung abgefahren werden können. Das noch immer aus Tracks keine Abbiegehinweise wie bei den Edge oder den Zumos funktionieren ist schwach. Bei dem Preis/ Leistungsverhältnis und den häufigen Strassenkartenupdates für die Strassenkarten der Outdoorgeräte sind für mich Outdoorsmartphones mit wechselbarem Akku attraktiver mit der Kombination TomTom go, Google Maps und OSM and +. Ich habe für das alte Montana eine Route von der West- in die Ostschweiz erstellt. Das ging nur durch einfügen vieler Wegpunkte mit dem guten alten Mapsource und der CN NT. Google maps mit heruntergeladener Schweizkarte schlug mir die kürzeste Wunschstrecke über die Passstrecke als Alternative ohne Aufwand vor.

    Antworten
      • Putzig ist das richtige Wort für den Oregon…
        Ich hab noch den 650 und suche nach einer soliden Ablösung. Der Montana 700 könnte da gut geeignet sein. Mit zusätzlicher Straßenkarte dann auch zur Anfahrt zu einer Tour (Fokus liegt bei mir auf Wanderung).

        Antworten
  2. Ein dauerndes Ärgernis bei meinem Montana 600 waren die Aussetzer, wenn man über holpriges Gelände fuhr. Das lag daran, dass der Akku nicht stramm genug an den Kontakten saß. Ich habe mir mit einem stück dünner Pappe beholfen, die ich zwischen Akku und Abdeckung geklemmt habe. Mich würde interessieren, ob dieses „Wackelkontakt-Manko“ behoben wurde. Außerdem würde mich interessieren, ob die Fahrradhalterung des Montano 600 für das 700er -Modell verwendbar ist. Auf den ersten Blick scheinen die Aussparungen für die Halte-Elemente an der gleichen Stelle zu sitzen, aber das kann natürlich auch täuschen.

    Antworten
  3. An Herrn Matthias Schwindt: Bitte die (Mess-)Genauigkeit besonders berücksichtigen. Grund: Es macht wenig Sinn das Teil zu kaufen, wenn die TATSÄCHLICHE (!) Genauigkeit z.B. bei 7m und darüber liegt. Genau das habe ich bei der 66er Generation festgestellt und das Teil zu Gunsten eines 64sx zurückgegeben, denn dieser kann (sage und schreibe) bis <2m messen!!! Besser geht es ohne terrestrische Differentialmessung nicht.
    Gruß
    AK

    Antworten
    • Auf jeden Fall Genauigkeit. Ich hab das Gefühl, dass das 60Cx immer noch das Genauste war. Die Anderen danach (Montana, 66st, Edge) hatten viel größere Ungenauigkeiten.
      Mich würde auch die Schnelligkeit interessieren, mit der der Kompasspfeil sich dreht. Sprich: man fährt mit dem Rad auf einen Cache zu. Mit dem 66st z.B. fahre ich immer 20m zu weit. Einfach, weil das Signal nicht schnell genug verarbeitet wird (oder Prozessor zu langsam), der Pfeil dreht nicht schnell genug.
      Ausserdem, Kartenscrollgeschwindigkeit bei verschiedenen Karten / Zoomstufen. Die sind bei 66st grausam

      Antworten
  4. Hallo,
    Ich hätte gerne gewusst wie lange es dauert ein 155Mb GGZ (34000 Caches) auf neu zu laden.
    Mit einer GPSmap 66 dauert das auf neu zu laden ewig.
    Grusse
    searchjaunt

    Antworten
      • Ok, ich wüsste nicht wo ich das nutzen sollte. Beim Wandern auf normalen Wegen in deutschen Wäldern brauchst das eher nicht

        Kannst Du bitte Deine Beschreibung oben anpassen? Die i-Geräte haben die Straßenkarte NICHT dabei laut Garmin Webseite. Dort steht „mit optionaler Straßenkarte“ – Bei Dir sieht es so aus also ob die dabei wäre.

        Details: https://buy.garmin.com/de-DE/DE/p/699779/pn/010-02347-11#specs

        Ich würde mir den 700er kaufen wollen. Hast Du einen Link dazu an dem Du was verdienst?

        Antworten
        • Laut meinen Infos (auch aus Gesprächen mit Garmin) ist die CN Karte bei den i-Modellen dabei. Wäre nicht das erste mal, dass der Garmin Shop eine falsche oder irreführende Beschreibung hätte.
          Aktuell kenne ich leider überhaupt keine Bezugsquelle außer dem Garmin Store zur UVP.

          Antworten
  5. Moin,
    ich habe das „einfache“ Montana 700 bei Garmin bestellt, es ist bereits aus UK unterwegs und soll morgen eintreffen.
    Ich werde mir das Gerät eingehend anschauen und dann berichten.

    Antworten
  6. Ein erster Überblick.

    So, heute kam mit sehr schnellem Versand das Päckchen aus Southampton mit dem Montana 700 an. Ich war zunächst leicht geschockt, als ich das riesige Teil ausgepackt habe. Nun ja, bei einem 5″-Display nicht weiter verwunderlich. Der Akku hatte etwa 40% Kapazität, also gleich mal ausprobiert.

    Der Touchscreen ist sehr gut, die Grundeinstellungen (Sprache, Einheiten usw.) waren ruckzuck erledigt. Und schon waren die ersten Satelliten da.. ging alles blitzschnell. Die Auflösung des Displays ist sehr gut, nur im Schatten ist das Display sehr dunkel und schwer abzulesen. Dafür ist es in helleren Bereichen oder gar in der Sonne einfach super. Die mitgelieferten Karten sind nur ein Notbehelf, ich bin da besseres gewohnt, wie z. B. die OpenFietsMap Alps, die wesentlich detailreicher und angenehmer gefärbt ist. Satellitenbilder von BirdsEye lassen sich auch (kostenlos!) laden, aber die sind sehr grob und zum Navigieren nahezu unbrauchbar. Praktisch: Wenn man die BirdsEye Select Karten heruntergeladen hat (detaillierte Topo-Karten im Maßstab 1:25.000, leider kostenpflichtig), kann man mit einem Fingertipp die BirdsEye-Karte mit der anderen installierten Karte umswitchen, das kann je nach Gelegenheit und Bedarf nützlich sein.

    Sehr praktisch sind die Icons am unteren Rand, da hat man schnell die wichtigsten Dinge „at a fingertip“.

    WLAN und die Verbindung zum Smartphone über Bluetooth waren schnell eingerichtet. Die Wetterdaten habe ich noch nicht herunterladen können, da hakt offenbar etwas.

    Damit sind die Grundlagen erledigt und morgen gehts an den Praxiseinsatz mit dem Fahrrad. Ich muss mir nur noch ein stabiles Provisorium als Fahrradhalterung basteln, bis die Original-Halterung kommt…

    Erstes Fazit nach dem Auspacken und Erledigen der Grundeinstellungen:

    Großes, gut auflösendes Display, guter Touchscreen, hohe Empfangsempfindlichkeit bei GPS und Galileo (Glonass noch nicht getestet), Anzeigegenauigkeit 3 m. Nach Kopplung mit dem Smartphone werden E-Mails und Anrufe eingeblendet, das kann je nach Einzelfall sinnvoll oder störend sein. DAs Montana 700 ist groß und schwer. Für mich ein super Fahrrad- und Moped-Navi, zum Wandern wohl zu klobig und überdimensioniert.

    Demnächst mehr.

    Antworten
    • Hallo Klaus,

      danke für den ersten kurzen Eindruck. Zum Display meinst du es sei dunkel im Schatten. Ich gehe davon aus, dass die Beleuchtung ausgeschalten war oder wie genau meinst du das?

      Gruß Horst

      Antworten
      • Servus Horst,
        ja genau, das war ohne Beleuchtung. Mit Hintergrundlicht sieht man natürlich alles prima. Am Tag bei Sonne habe ich die Beleuchtung bei meinem bisherigen Montana 600 bisher kaum gebraucht, außer auf schattigen Waldwegen. Ich hatte mal ein etrex, das hatte den Vorteil, dass die Beleuchtung anging, wenn es dunkler wurde (z. B. in Unterführungen und Tunnels). Ich muss mal ausprobieren, ob das Montana 700 das auch kann.

        Antworten
      • Hallo Holger,
        Ich probiere meine Antwort nun ein drittes Mal, vorher hatte sich hier alles aufgehängt.
        „Klobig“ ist meine persönliche Einschätzung. Ich trage mein GPS wie früher meine Papierwanderkarte in unbekanntem Gelände in der Hand. Bei einem „Sonntagnachmittagsspaziergang“ kann man das Gerät natürlich im Rucksack verstauen, da machen Größe und Gewicht nichts aus.

        Antworten
        • Hallo Klaus,

          meiner kommt Freitag, wir werden sehen. Ich hab den (bisherigen und viel zu kleinen) Oregon mit dem Karabiner am Schultergurt vom Rucksack vorne links eingehängt, da hab ich ihn (als Rechtshänder) perfekt im Zugriff wenn ich den brauch. Wenn das mit dem Karabiner nicht sinnvoll geht, kommt irgendwo am Rucksack eine kleine Fototasche dran. Den Rucksack hab ich eigentlich immer dabei (der hat auch ein Frischwasserreservoir mit Trinkschlauch, das landet vorne rechts).

          Antworten
          • Auf der Rückseite ist oben und unten ein (recht schmaler) Steg, an denen eine Schlaufe eingehängt werden kann. Daran kann dann ein Haken, Gurt usw. angebracht werden.
            Leider kann ich hier keine Fotos hochladen.

            Antworten
  7. Hallo,
    ich habe ein Montana 600, nun möchte ich ein Gerät mit grösserem
    Display. Kann man den 700ter mit einem gpsmap 276cx vergleichen oder
    sollte man beim Montana bleiben? Welche Vorteile hat ein 700ter zum gpsmap 276cx, ausser Touch?
    Ich benutze das Gerät ausschließlich als Tourenradfahrer.
    Gruß Dieter

    Antworten
  8. Mein Montana 700 ist seit Donnerstag abend da.
    Gestern die ersten Caches gefunden, per Auto und zu Fuss, gibt ja noch keine Halterungen (fürs Fahrrad) dafür.
    Die alten Halter passen nicht. Die 4 Löcher sind zwar gleich positioniert, dazwischen ist aber das Gehäuse breiter. Andersrum könnte es mit den Passiv-Haltern gehen (bei den aktiven wird ein altes Montana keinen elektrischen Kontakt haben).

    – Geocachen funktioniert wie es soll, auch Live geht (hatte nicht alles drauf geladen und daher Live gebraucht).
    – Die Leiste unten ist praktisch um schnell die Ansicht zu wechseln.
    – Automatiche Display-Sperre ist praktisch, zumal man nur Power drücken muss um diese wieder zu lösen (man muss nicht noch bestätigen und bleibt in voriger Ansicht).
    – Akkuverbruch ca 14% in 2 Stunden.
    – Der Piepser ist recht laut (suchen und Klebeband drüber).
    – Die Karte hat einen ‚Layer-Switcher‘, man kann schnell zwischen TopoActive und eigener Freizeitkarte wechseln.
    – TopoActive meint, kein Auto/Motorrad-Routing zu können. Stellt man auf Freizeitkarte wird berechnet und man kann dann wieder auf TopoActive umstellen…
    – Fahrrad-Rouing führt (auf Oregon 750 getestet) mit der Freizeitkarte zu brauchbaren Ergebnissen, auf der TopoActive kommt teils ziemlicher Unsinn raus (extrem umwegig 9 km statt 3 km).
    – Manche Ansichten sind nicht gut auf das größere Display optimiert. So wären zB ‚6 Datenfelder‘ für oben in der Karte sinnvoll, oder eine geringere Höhe, größere Schrift oä. Da wird in manchen Bereichen Platz verschenkt. Auch ‚2 Datenfelder‘ gibts (wie bei den Oregons) nicht.

    – Mit dem ersten Update bekam die Tastatur Umlaute. Auch die Karte wurde dadurch gefühlt etwas flüssger.
    – SD-Karten werden bis 32GB untersützt, gleiches gilt für das Oregon 700/750.
    64 GB im Montana wird am PC erkannt, aber das Gerät lädt dann nichts davon.
    Im Oregon läuft die 64GB, da mag nur GarminExpress dann kein Kartenupdate machen.

    – Bei Absturz geht das Gerät einfach aus. Man kann es direkt wieder einschalten. Beim Oregon musste man immer die Akkus rausfummeln.

    – Ein Montana 750 (mit Kamera ohne inReach) wäre sinnvoll, gibts aber nicht.
    – Display ist auch in dunkelster Stellung recht hell. Oregon geht dunkler. Muss man mal nachts testen.
    – Geocache-Symbole sind deutlich zu klein. CustomSymbols mit 28×28 (oder im Bereich 26×26 – 30×30) erstellen passt gut. Kleiner geht natürlich auch. 36×36 geht nicht.
    – Das Display hat (im Gegensatz zu Oregon) ausreichende Größe, um die ‚Hinweise‘ während der Navigation zu aktivieren.

    Auch wenn es Auto-Routing gibt:
    Das Teil ist wie jedes Outdoor-Garmin nicht wirklich als Auto-Navi geeignet. Wenn man die original CityNavigator-Karte hat/kauft. Hier fehlen bestimmte Kartenmerkmale. Und Traffic-Informationen empfängt das Gerät auch nicht. Mag für kurze Strecken von Cache zu Cache egal sein, für ’normales‘ Autofahren nimmt man aber besser ein Nuvi.

    Statt microUSB hätte man entweder Mini beibehalten können oder gleich USB-C nehmen.

    Was ich vermisse:
    Man kann einen einzelnen Akku kaufen, es gibt aber keine Möglichkeit, diesen ausserhalb des Gerätes zu laden. Wäre ja durchaus sinnvoll, damit man nachts nicht aufstehen muss um den Akku zu wechseln damit beide am nächten morgen wieder voll sind.

    Glonass/Galileo:
    Galileo hat hier im freien 3 Satelliten, Glonass 7.
    Beim Edge 530 führt GPS+Galileo zu einer zu geringen Geschwindigkeits-Anzeige. GPS+Glonass stimmt da besser. Daher hab ich das Montana auch auf GPS+Glonass.

    inReach:
    Wer das braucht, sollte besser ein inReach Mini nehmen. Damit hat man im Notfall die Redundanz (Notfall-Gerät oder Navigations-Gerät, eins davon wird dann schon gehen).
    Weiterhin sollte ein Notfall-Gerät immer am Körper befestigt sein, nicht am Fahrzeug (man kann bei Unfall ja durchaus vom Fahrzeug getrennt werden oder das Fahrrad/Motorrad bleibt mit dem Gerät am Straßenrand während man den Cache im Gebüsch sucht).

    Fehlen nur die Halterungen (Fahrrad, Auto, EScooter)…

    Mein Fazit:
    Wem eigentlich ein Oregon 700/750 gefällt, dieses aber zu klein ist ist mit dem Montana gut bedient.
    Genaso die Leute, die ein älteres Montana haben und auf etwss moderneres wechseln möchten.

    Antworten
      • Ich hab nur Freizeitkarte zusätzlich drauf. TopoActive und Basemap gibts ab Werk auf dem Gerät.
        Der Layer-Switcher zeigt 2 kleine Symbole, eins macht die TopoAvtive an/aus, das andere die Freizeitkarte.
        Die dritte Option hieß vor dem Update BirdsEye, danach Imaginary oder so ähnlich.

        Dann gibts ja neu eine automatische Kartenwahl, die hab ich nicht weiter probiert und aus.

        Unklar ist mir noch, was ‚Routenübergänge‘ automatisch macht?

        Antworten
        • Stimmt, was vorher auf dem Display BirdsEye war, heißt jetzt Imaginary. Birdseye war von vornherein verwirrend, denn das war zum einen die Satellitendarstellung (auf gut deutsch „Luftbild“) und gleichzeitig die Topo-Karte 1:25.000, wie man sie von den Landesvermessungsämtern kennt. Bei der automatischen Kartenwahl blicke ich auch nicht durch. Routenübergänge sagt mir auch nichts.

          Antworten
  9. Ich hab meinen nun seit heut in den Fingern, das Display ist einfach 💣 und das Gerät gefühlt sauschnell. Die 4 Datenfelder könnten 6 sein, an manchen Stellen hakt die Bedienung auch auch noch ein wenig (oder mein Verständnis davon). Meine Holde wird mir ein Band machen, das kommt durch die obere Lanyard Halterung, da kommt ein Karabiner rein, und damit wird das am Schultergurt vom Rucksack hängen. Montag gehts auf Wandertour, dann werde ich mehr berichten.

    Antworten
    • Auf den Bericht nach der Wanderung bin ich sehr gespannt. Ich habe als Karte Openfietsmap Alps und Birdseye Select draufgeladen, eine gelungene Kombination, weil hier die Radwege abgebildet sind und die Birdseye Topo-Karte ist sehr detailliert. Zu schade, dass offenbar noch keine Fahrradhalterung erhältlich ist.

      Antworten
      • Hallo Klaus, ich auch 😂. Heute haben wir das wegen des Regens ausfallen lassen, das wird aber nachgeholt. Openfietsmap habe ich jetzt auch drauf, und auch die Freizeitkarte. Wenn man die „Imageries“ runterlädt kann man die Auflösung wählen – in höchster sind die ganz ok. Die Topokarten (BirdsEye select) brauch ich eher nicht. Der Karabiner ist jetzt übrigens montiert, da ich hier keine Bilder hochladen kann packe ich das mal auf meinen eigenen Blog.

        Antworten
        • Hmmm. Da erscheint mir etwas unklar. Ich habe die BirdsEye select heruntergeladen, weil ich die Darstellung der Topo-Karte mag. Die entspricht fast ganz den Wanderkarten, die man von den Landesvermessungsämtern kennt. Ich war davon ausgegangen, dass die ehemaligen Birdseye-Karten in 1:25.000 jetzt Imagery heißen, also nur eine Änderung des Namens. Offenbar ist da aber nach deinem Statement nicht so. Für meinen Teil kann ich folgendes festhalten: Was früher Birdseye Select war ist nun auf dem Display des M700 „Imagery“. Das hat nichts it Auflösung zu tun, sondern mit der speziellen Karte, die man heruntergeladen hat. Soweit meine Feststellung. aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Für mich ist die Birdseye Select Topo Karte die beste, die man bekommen kann. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

          Antworten
          • Hi Klaus, sowohl die Satellitenbilder als auch Deine Topokarten sind Rasterkarten (Imagery = Bilder). Der Unterschied dazu sind Karten (egal von Garmin oder Openstreetmap), die ein Vektorformat haben. Ich hab nun den Überblick verloren, wie welche Karte benannt wird.

            Antworten
            • Jaaa klar, das sind Rasterkarten. Alles ok soweit. Natürlich sind Rasterkarten nicht „unendlich“ auflösbar, ohne an Schärfe zu verlieren, aber bei normalem Gebrauch sind die Topo 1:25.000 unübertrefflich. Für mich zumindest. Leider kann ich hier keine Dateien hochladen, biete aber einen Detailausschnitt gerne auf Nachfrage an. Mail bitte an xxx.de.

              Antworten
      • Ich bin ja noch den Bericht der Wanderung schuldig – ja, das Gerät ist klobig. Ok, wer einen 5″ Bildschirm will muß wohl damit leben, ein Gerät dieser Größe zu bekommen!
        Ich habe eine gepolsterte Tasche bei Globetrotter erworben, und diese links hinten am Beckengurt vom Rucksack festgemacht. Da kommt das Montana rein. Zudem habe ich Autolock vom Display eingeschaltet, und die Bildschirmorientierung auf hochkant festgelegt. Jetzt kann ich das Ding aus der Tasche nehmen, kurz draufschauen, und wieder reinschreiben. Die Beleuchtung braucht es nicht, der Bildschirm ist outdoor perfekt. Das Piepsen an Kreuzungen und Wegpunkten zeigen dabei perfekt an wann man schauen sollte. In der Tasche passt dann auch die Lautstärke. Nach 8h Wandern bin ich jetzt auf 50% Akku runter. Passt! Jetzt muß nurmehr der Fahrradhalter kommen.

        Ich bin glücklich mit dem Montana, ist für den Zweck (Wandern und Radeln) der aktuell beste Kompromiss für mich, wie es mein Oregon 550t seinerzeit war (vor 11 Jahren).

        Antworten
  10. Matthias, zu dem Thema: GPX-Track importieren und mit Abbiegehinweisen zum Ziel führen lassen funktioniert weiterhin nicht.

    Einen gespeicherten Track kann man anzeigen. In dem Screen sind oben 3 Reiter. Der mittlere läßt einen Knopf Los erscheinen, der sowas wie eine Route darstellt. Ich konnte aber nicht probieren ob da Abbiegehinweise kommen oder nicht. Ist Dein Hinweis daß dadurch keine Abbiegehinweise erzeugt werden?

    Antworten
  11. Hallo ich habe das Gerät jetzt seit drei Wochen im Einsatz. Was mir fehlt ist Touren die ich in Komoot plane sofort auf dem Montana zu sehen. Weiss jemand dafür eine Lösung?

    Antworten
    • Achim, mittlerweile bin ich davon überzeugt, die Daten in MapSource/Basecamp selbst zu überarbeiten, und nach meinen Vorstellungen zu gestalten (was zB auch Namenskonventionen von Waypoints etc angeht), und nicht „blind“ irgendwelche Datenquellen in meinen Receiver zu schieben. Die Daten in meiner Ausgestaltung lege ich mir auch selbst ab – und wenn diese ein einer Cloud sind (zB einer privat gehosteten Nextcloud), dann sind die auch unterwegs zu erreichen.
      Ich glaub ich muß dazu mal einen Artikel in meinen Blog stellen…. auch welche Werkzeuge ich verwende.

      Antworten
  12. hatte das montana 700 schon gekauft leider mußte ich feststellen das die original topo karten von garmin nicht funktionieren auch beim 700i nicht.
    Meine karten sind von 2010 und 2012 habe es deswegen zurückgegeben

    Antworten

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