Navigation mit dem Ciclo Navic 400

Navigation am Fahrrad steht beim Ciclo Navic 400 ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Im Ratgeber zeige ich dir die verschiedenen Navi Optionen.

Veröffentlicht: 5. März 2020
Letzte Aktualisierung: 24. Mai 2020
Mehr zum Thema:
Tippe auf ein Thema und finde alle passenden Artikel

Fahrrad Navigation auf einem GPS Gerät mit großem Display.

Der Ciclo Navic 400* will genau das bieten – insbesondere für Tourenradler.

Alle weiteren Daten und Erfahrungen findest du im großen Ciclo Navic 400 Praxistest.

Ciclo Navic 400 im Praxistest

Großes Display und eine einfache Bedienung. Beste Voraussetzungen für eine Tourenradler Navigation? Wie gut der günstige Ciclo Navic 400 in der Praxis funktioniert prüfe ich in diesem Review.

Navigationsoptionen vom Navic 400

Grundsätzlich kannst du die Navigation auf verschiedenen Wegen starten.

Startseite vom Navic 400 als Ausgangspunkt der Navigation
Startseite vom Navic 400 als Ausgangspunkt der Navigation

Dabei wird zwischen Einzelzielen (Adresse, POI, Zuhause und Co) sowie einer vorgegebenen Strecke (GPX-Track, Routenvorschlag, vorher geplanter Route) unterschieden.

Die Zieleingabe umfasst:

  • Adresse
  • Sonderziele (POI Suche)
  • Punkt auf Karte
  • Nachhause
  • Letzte Ziele
  • Eigene Wegpunkte
  • Koordinate

Navic 400 Zieleingabe

So wie man das vom Auto kennt wird die Adresse eingegeben. Schritt für Schritt Ort, Straße, Hausnummer. Wobei ich sehr praktisch finde, dass du nach jedem Schritt per „Ortsmitte“ oder „Straßenmitte“ abbrechen kannst und so eine schnelle, grobe Navigation bekommst.

Praktisch ist auch die Vervollständigen Funktion um schnell Ort und Straße eingeben zu können.

Vervollständigen Funktion bei der Zieleingabe
Vervollständigen Funktion bei der Zieleingabe

Anschließend kannst du die Parameter der Berechnung bis ins kleinste Detail einstellen. Damit werden die Einstellungen des aktuellen Profils überschrieben.
Um schneller starten zu können wähle Fertig statt Weiter.

Einstellungen der Routingeigenschaften
Einstellungen der Routingeigenschaften

Bis die berechnete Strecke am Schluss der Eingabe zu sehen ist, dauert es ganz schön lange.

Dann geht es mit einem Druck auf „Navigation“ los mit der Zielführung.

Route auf dem Display ändern

Wenn dir die vorgeschlagene Streckenführung trotz der vielen Optionen immer noch nicht passt, kannst du sie im letzten Schritt per Hand anpassen.

Tippe auf das Symbol mit dem Zahnrad und dem Pfeil und anschließend auf die Hand über der blauen Linie.

Jetzt kannst du einen Punkt auf der Strecke markieren und mit einem weiteren Tipp in die Karte an diese Position verschieben. Jetzt wird umgerechnet. Du kannst jetzt den Punkt so lange durch tippen verschieben bis der Streckenabschnitt passt. Das ganze Vorgehen ist recht gut in der Schnellstart Anleitung beschrieben.

Im Prinzip eine sehr geniale Funktion. Der Touchscreen reagiert mit dem Finger zwar etwas grob für so feinfühlige Aktionen. Deshalb empfehle ich hier einen Touchscreen Stift oder notfalls einen Kunststoff-Kugelschreiber mit eingefahrener Mine.

Bei dieser Aktion merkt man auch den schwachen Prozessor deutlich. Die Neuberechnung sowie das verschieben und zoomen der Karte gehen nur recht zäh.

Zielführung während der Navigation

Läuft die Zielführung, bekommst du auf der Karte die Strecke in kräftigem Blau angezeigt.

Zielführung auf dem Navic 400
Zielführung auf dem Navic 400

An Abzweigungen wird die Linie grün, was gerade in Waldgegenden schnell in der Umgebungsfarbe untergeht.

Willst du die Karte verschieben, musst du erst rechts unten die Verriegelung lösen.

Die Pieptöne, die Abzweigungen ankündigen sind sehr leise.

Mit den Pfeil Tasten unter dem Display wechselst du die einzelnen Seiten durch. Toll, deutlich praktischer als wischen.

Auf den beiden Datenseiten werden dir jeweils 6 Werte angezeigt.

Letzte Seite während der Navigation ist das Höhenprofil mit großem Abbiegepfeil.

Abbiegeinfo in Pfeilform und Datenseite vom Navic 400
Abbiegeinfo in Pfeilform und Datenseite vom Navic 400

Kommst du von der Strecke ab, rechnet die Navigation um. Manchmal ging das richtig flott. In anderen Situationen dauerte sowohl das erkennen der Abweichung als auch die Neuberechnung lange.

Navigation entlang von GPX-Tracks

Die beste Art eine Tour zu machen: Strecke planen und als GPX-Datei auf die Navi kopieren um sie dann entspannt nachzufahren.

Das Übertragen per Computer geht noch einfach. Navic 400 per USB verbinden, GPX Track in den Ordner /GPXImport legen und den Navic neu starten.
Aber dann: wo finde ich die Strecke? Bei Touren? Nein, da liegen andere gespeicherte Strecken.

Importierten GPX-Track mit Navic 400 nachfahren
Importierten GPX-Track mit Navic 400 nachfahren

Unter ExtrasÜbertragene Tracks wirst du fündig.

Die eigentliche Zielführung läuft dann wie oben beschrieben.

Persönliches Fazit

Bei der Navigation erkennt man sehr deutlich die Handschrift von Falk.
Zieleingabe, Track Import und Routenführung unterwegs funktionieren gut und sind einfach zu bedienen.
Display und langsames System werfen den Ciclo Navic 400 allerdings zurück.
Mit besserer Hardware und modernem Betriebssystem wäre es eine erstklassige Navigation.

Bist du mit dem Ciclo Navic 400 unterwegs? Schreib mir deine Erfahrungen doch in die Kommentare.

Noch mehr über Navigation am Fahrrad erfahren?

Melde dich jetzt kostenlos zur GPS Radler Infomail an

Was dich in der Infomail erwartet und Datenschutz.

4 Gedanken zu „Navigation mit dem Ciclo Navic 400“

  1. Die echt lahmen Prozessoren waren schon bei den FALK-Geräten für mich das größte Problem. Man ist auf dem Rad meist schon 200-300 Meter weiter als das Navi und das verschluckt sich daran und schickt einen zurück obwohl alles richtig ist. Wäre der Prozessor schnell genug wäre das Gerät für mich eine Alternative

    Antworten
  2. Wer soll eigentlich die Zielgruppe für derartige Geräte sein? Ich komme eh zunehmend zur Einsicht, dass die reine Smartphone Navigation nicht nur für den Durchschnittsanwender mehr als eine Überlegung wert ist. Befestigung am Rad und Stromversorgung sind mit wenigem Zubehör gelöst, wenngleich auch nicht immer ganz billig. Qualität hat auch hier natürlich seinen Preis.
    Daher finde ich es auch konsequent, dass sich Matthias intensiv mit dem Thema beschäftigt.
    Siehe letztes Video zu Komoot.

    Antworten
  3. Ich bin der Gleichen Meinung wie Franz,ich habe mir jetzt ein xiaomi 6,3 Zoll Smartphone für 147€ gekauft,das hat einen großen Aku,der hält locker einen ganzen Tag,mit der Komoot Bildschirm- Abschaltung sogar noch länger und läuft im Routing nur im GPS Modus. Wer braucht da noch ein Navi?

    Antworten

Schreibe einen Kommentar