Mit dem eMTB quer durch Südtirol. Dazu jeden Tag ein anderes cooles Bike und leckeres Essen. So habe ich die Tour durch Südtirol erlebt.

In vier Tagesetappen von Naturns nach Sexten – so könnte man die Shimano EMountainbike experience ganz kurz beschreiben.

Nachdem ich in der Vorschau bereits das Event angekündigt habe, hier nun mein bekannt technischer Rückblick.

Transparenzhinweis:
Ich bin auf Einladung des Veranstalters im Rahmen eines Presseplatzes mitgefahren. Die Anreise erfolgte auf eigene Kosten.

Vier Tage – Vier Bikes

Ich wollte möglichst viele verschiedene Räder probefahren. Als habe ich für jeden Tag ein anderes reserviert.
Wobei es genau genommen sogar fünf Räder waren.

Husqvarna Mountain Cross MC7

Für den Prolog am Vortag und etwas freies fahren mit Oli von RideEbike.

Fahrkönnen wird beim Prolog geprüft
Fahrkönnen wird beim Prolog geprüft

Das MC7 lag auf den wenigen Trails geradezu stoisch im Trail. Egal ob bergauf oder bergab. Sehr schön. Weiterer Vorteil: Der sehr wohlfallende Preis: Für rund 5.000 Euro bekommst du sogar eine Di2 Schaltung.

Husqvarna Mountain Cross MC7
Husqvarna Mountain Cross MC7

Scott E-Genius 700 Tuned

Für die erste Etappe von Naturns über Meran nach Sarntheim habe ich mir das Topmodell von Scott reserviert.

Einweisung war super. Nicht jedes Detail, sondern nur die Besonderheiten wie etwa der gemeinsame Lock-Out wurden erläutert.

Die Scott Testflotte
Die Scott Testflotte

Ansich war das Scott sehr cool. Schöne Vollintegration mit hochwertigen Komponenten dazu angenehme Lage auf den Trails. Wenn, ja wenn da nur nicht die extreme Tieflage gewesen wäre. Tief im Rahmen sitzender Motor und lange Kurbeln sorgten für so viele Pedal Aufsetzer wie nie.

Focus Jam² Pro Plus

Das Rad mit dem relativ kleinen, perfekt integrierten Akku. Für die anspruchsvolle Tour gab es den Ersatzakku gleich mit dazu. Leider fehlten dem Team Kabel zwischen Akku und Rahmen. Deshalb musste ich am Vormittag mit dem internen Akku fahren und bekam in der Mittagspause das Kabel von Mr. Focus – Mike Kluge persönlich

Mike Kluge von Focus übergibt mir das Testrad
Mike Kluge von Focus übergibt mir das Testrad

Auf den Trails hat sich das Focus gutmütig und problemlos fahren lassen. Ein echtes Allround-Rad.

Merida eOne Twenty 900-E

Ein sehr unauffälliges Rad, das durch die Geometrie beim knackigen Uphill leider viel zu früh vorne abhebt. Wieder mit der Shimano Di2 ausgestattet.
Nicht falsch verstehen, es ist kein schlechtes Rad. Nur zu meiner Fahrweise passt es nicht so richtig.

Merida Testrad
Merida eOne Twenty 900-E Testrad

Ghost Hybride SLAMR SX7.7

Das Rad für die letzte Etappe war das erste ohne Shimano Di2. Statt dessen mit SRAM ausgestattet.

Gost Testrad - hier noch ohne Akku
Gost Testrad – hier noch ohne Akku

Was für eine Umgewöhnung! Da merkt man erst mal, was es ausmacht, wenn die Schaltung dem Motor Bescheid sagen kann. Bei der Di2 wird die Motor-Power beim Schalten zurückgenommen, wodurch es viel seltener „knallt“. Hier nicht. Wenn man nicht aufpasst, knallt die Motorpower direkt in den Schaltvorgang rein.

Über das Design des nicht integrierten Akkus kann man streiten. Ich finde es nicht schlimm.
Auf den Trails hat sich das Ghost perfekt geschlagen. Kein einziger Pedal-Aufsetzer und die Front kam nur minimal hoch. Mit abgesenkter Federgabel wäre das sicher noch besser geworden. Leider hat mir das Ghost Team diese Funktion erst beim abgeben gezeigt.
Vielleicht bekomme ich das Ghost ja noch mal für einen Test

Zwischenfazit Bike-Test

Das Testen von verschiedenen hochwertigen eMTBs ist eigentlich das Highlight der EMountainbike experience. Du kannst ohne gequengel vom Händler, dass Probefahrten nur indoor möglich sind, ausgiebig das Wunschbike in „artgerechter“ Umgebung auf Herz und Nieren testen.

Rad und Fahrer sind bereit - los geht's auf die Trails
Rad und Fahrer sind bereit – los geht’s auf die Trails

Die Teams der Hersteller haben immer ein offenes Ohr, erklären dir das Rad, wenn du möchtest, bis ins letzte Detail. Danke für den Ausflug in die Entwicklung einer eMTB Geometrie – Husqvarna

Aber immer ohne direkten Druck eines Kaufabschlusses, was man sonst von Händlern vielleicht gewohnt ist.

Vier Tage – Vier Navis

Zu jedem Rad kam auch eine andere Navigation.

Garmin Edge 1030

Eigentlich sollte es ja der kleine Garmin Edge 130 werden. Der kam aber nicht rechtzeitig bei mir an. Also habe ich den Edge 1030 mitgenommen. Hier geht es zum ausführlichen Garmin Edge 1030 Praxistest.

Auch bei Regen und mit Schlammspritzern funktionierte der Garmin Edge 1030 super
Auch bei Regen und mit Schlammspritzern funktionierte der Garmin Edge 1030 super

Was soll ich viel dazu sagen. Der Edge hat alle Infos der Di2 angezeigt und auch sonst hat mich der große Bildschirm immer auf dem laufenden gehalten.
Besonders gut hat mir das große grafische Höhe-Datenfeld gefallen.

Wahoo ELEMNT

Super Ablesbarkeit beim Graustufen Display. Die Informationen der elektronischen Di2 Schaltung und vom Motor fallen nicht so umfangreich aus wie beim Edge. Für den Akkustand bietet Wahoo leider kein Datenfeld.

Wahoo TICKR fit bereit für die Radtour mit ELEMNT und Trittfrequenz Sensor
Wahoo ELEMNT mit TICKR fit und Trittfrequenz Sensor bereit für die Radtour

Hier geht es zum ausführlichen Wahoo ELEMNT Praxistest.

Garmin Oregon 700

Die robuste Universal Outdoor Navigation war wie gemacht für harte Trail Einsätze.
Einziges Manko: bei den Hightech Rädern konnte nichts mit dem Oregon gekoppelt werden. Nach Brustgurt und Trittfrequenz Sensor (Wahoo auf dem Schuh) war Schluss.
Ablesbarkeit und gespeicherte Tracks waren super. Auch die Bedienung unterwegs war problemlos.

Garmin Oregon 700 am Shimano eMTB
Garmin Oregon 700 am Shimano eMTB

Hier geht es zum ausführlichen Garmin Oregon Praxistest.

Android Smartphone mit Locus Maps

Ein Tag wollte ich mit Smartphone fahren. Als App habe ich Locus Maps gewählt.
Einen halben Tag bin ich mit Richter Halterung am Lenker gefahren.
Leider ist ein Smartphone am Lenker zu groß und exponiert. Ich bin mehrmals am Telefon hängengeblieben.

Das Android Smartphone am Lenker
Das Android Smartphone am Lenker

Am Nachmittag bin ich dann auf eine Tasche mit Smartphone Fach auf dem Oberrohr umgestiegen. Dort war das Telefon zwar besser geschützt aber unter der Folie noch schlechter ablesbar.
Die aufgezeichneten Daten waren gut.

Trotzdem empfinde ich ein Smartphone für den harten Trail Einsatz als ungeeignet.

eMTB Ausrüstung

Ich hatte ja auch etwas neue Ausrüstung zum testen dabei.

Die Mini Pumpe von Lezyne* habe ich bei einem schleichenden Plattfuß gleich mal gebraucht. Neben dem tollen Design hat sie auch technisch hervorragend funktioniert.

Während dem Schlauchwechsel durfte ich mich als lebender Montageständer mützlich machen
Während dem Schlauchwechsel durfte ich mich als lebender Montageständer mützlich machen

Richtig gut bewährt haben sich die langen Knieschoner. Während ich sonst immer mit „beißenden Pedalen“ zu kämpfen hatte, haben mich die FUSE Echo 75* super geschützt. Auch wenn man sich mal mit dem Knie am Felsen abstützt ist das kein Problem.

Die Craft Route XT Shorts* mit Polster-Innenhose und passendem Craft Verve XT Jersey waren bequem und sorgten für angenehmes Klima.

EVOC FR Trail E-Ride (Foto: Hersteller)
EVOC FR Trail E-Ride (Foto: Hersteller)

Den Evoc FR Trail E-Ride* Rucksack hatte ich mit CamelBak Trinkblase* auf jeder Etappe dabei. Ausreichend Platz, super bequem und dazu noch das gute Gefühl einen Protektor dabei zu haben. Das mit dem Akku Transport habe ich nicht probieren können, da kein Hersteller genügend Akkus dabei hatte um die Teilnehmer mit Ersatz auszustatten.

Vom Rucksack wird es später noch eigenen Detailbericht geben.

Rund um die eMTB Experience

Als Teilnehmer haben wir fünf durchgeplante Tage Bike Action erlebt.

Frühstück, Gepäck abgeben und mit dem Shuttle zum zentralen Startplatz. Dort das bereits am Vorabend eingestellte Bike in Empfang genommen und los. Mittagspause mit leckerem essen auf einer Alm während die Räder nachgeladen wurden.

Service Station auf einer Alm bei der Mittagspause
Service Station auf einer Alm bei der Mittagspause

Am Zielort gab es eine kleine Fahrer-Verpflegung bevor es mit dem Shuttle zum Hotel ging und nach dem Duschen wieder zurück zur Abendveranstaltung.

Leckere Südtiroler Spezialitäten
Leckere Südtiroler Spezialitäten

Da gab es noch mal leckere lokale Spezialitäten bei Live Musik, die leider zum quatschen über das Erlebte viel zu laut war. Nach dem Dessert eilten die meisten zum Shuttlebus um noch genug Schlaf für die nächste Etappe zu bekommen.

Die ganz Shuttle Fahrerei war dann auch der größte Kritikpunkt. Ich hatte nur einen Tag das Glück in Laufreichweite zu wohnen. Das war richtig erholsam! Fürs nächste Jahr wünsche ich mir eine Option „garantiert Shuttlefreie Übernachtung“ entweder gegen Aufpreis oder in einfacheren Pensionen. Schließlich braucht man nur ein sauberes Zimmer mit Dusche und ein Frühstück. Für mehr hatte man eh keine Zeit im Hotel.

Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung. Ich würde mich freuen, im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein.

Zum Abschied zeigte sich das Wetter noch mal von seiner besten Seite
Zum Abschied zeigte sich das Wetter noch mal von seiner besten Seite

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2 Kommentare, sei der Nächste!

  1. Super geschriebener Bericht !!! Hast du Infos ob im Wahoo das Datenfeld mit dem Akku Stand noch Nachgereicht wird per Update?
    Mfg Gerhard

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