Hammerhead Karoo 2 im Praxistest

Hammerhead will mit dem Karoo 2 den GPS Radcomputer Markt revolutionieren. Der ausführliche Test zeigt, ob der Newcommer der etablierten Konkurrenz wirklich zeigt wie GPS Navigation geht.

Veröffentlicht: 15. April 2021
Letzte Aktualisierung: 15. April 2021
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Der vielbeachtete Newcomer im ausführlichen Review.

Mit der ersten Version vom Karoo konnte sich Hammerhead bereits eine kleine Fan Gemeinde aufbauen.
Die Schwächen wurden beim Nachfolger konsequent abgestellt und bei der Software ist Hammerhead sowieso recht fleißig und bringt im engen Rhythmus Updates. Dabei hören sie wirklich gut den Wünschen der Nutzer zu und setzen diese um.

Der Hammerhead Karoo 2 GPS-Radcomputer mit Navigation
Der Hammerhead Karoo 2 GPS-Radcomputer mit Navigation

Das Display, der Touchscreen und die Navigation werden in Tests und Foren quasi in den Himmel gelobt. Grund genug, den Hammerhead Karoo 2 im Review genau zu testen.

Transparenzhinweis:
Den Hammerhead Karoo 2 habe ich selbst gekauft.

Highlights Karoo 2

Was soll den Hammerhead Karoo 2 so besonders machen?

  • hervorragendes Display
  • schnelle Hardware
  • Zuverlässige Navigation
  • Side-Load anderer Android Apps

✔️ Hardware

Form und Verarbeitung gefallen mir sehr gut. Alles ist wirklich hochwertig gemacht.

Das Gehäuse ist rund 6 cm mal 10 cm groß und knapp 2 cm dick. Der Karoo 2 wiegt (nachgewogene) 130 Gramm.

Hammerhead Karoo 2 auf der Waage
Hammerhead Karoo 2 auf der Waage

Gegen Wasser und Dreck ist das Gehäuse nach IP67 geschützt.

Bedient wird über 4 Tasten und den Touchscreen. Links und rechts befinden sich an den Seiten je zwei Tasten. Leider immer gegenüber, so dass ein Zangengriff nicht möglich ist.

Die oberen zum durchblättern der Aktivitätsseiten, unten links Power und zurück und unten rechts zum starten/stoppen der Aufzeichnung.

Haptik der Tasten ist gut, auch wenn der Druckpunkt etwas klarer spürbar sein könnte.

Die Empfindlichkeit vom Touchscreen ist genial. Absolut auf dem Niveau moderner Smartphones.

Beim GPS-Empfang liegt der Karoo 2 im vorderen Mittelfeld. Nicht ganz so gut wie Garmin GPSmap, in etwa vergleichbar mit Edge 1030+ & Co aber besser als der Wahoo ELEMNT ROAM.

Der Empfänger kann Signale von GPS, GLONASS, Beidou und QZSS auswerten.

Der interne Speicher ist 32 GB groß und nicht per microSD Speicherkarte zu erweitern. Das reicht für ein großes Gebiet an Kartenabdeckung aber nicht für ganz Europa.

An internen Sensoren sind Barometer, Thermometer, 3-Achsen Kompass, Magnetometer und Gyroscope eingebaut.

✔️ Fahrradhalterung

Bei der Fahrradhalterung hat sich Hammerhead was eigenes einfallen lassen. Der Karoo wird von vorne in die Halterung geschoben und rastet ein. Gelöst wird über eine leichte Drehbewegung.

Hammerhead Halterung zum reinschieben von vorne und rausdrehen
Hammerhead Halterung zum reinschieben von vorne und rausdrehen

Hält super stabil und ist praktisch im handling.

Leider gibt es da nur eine mitgelieferte Aero-Halterung für 31,8 mm Lenker.
Bei meinem 35 mm Oversized Lenker musste ich auf eine Garmin oder K-Edge Halterung zurückgreifen.

Dazu liegt im Karoo Lieferumfang ein Adapter bei. Einclipsen und der Karoo passt auf jeden Garmin Quarter-Mount Halter.

Garmin Quater-Mount Adapter für den Karoo 2
Garmin Quarter-Mount Adapter für den Karoo 2

Leider sitzt damit der Karoo nicht sonderlich stabil. Lässt sich sehr leicht rausdrehen. Da habe ich dann lieber zusätzlich mit der Fangleine aus dem Lieferumfang gesichert.

✔️ Display

Das Display ist 3,2 Zoll groß und löst mit 480 x 800 Pixel auf.

Geschützt wird es von einem leicht mattierten Dragontrail Glas. Das ist quasi der Mitbewerber von Gorilla Glas.

Wie auch beim Wahoo ELEMNT ROAM funktioniert das super. Deutlich weniger Spiegelungen stören unterwegs.

Die Helligkeit ist wirklich super. Wenn Garmin, TwoNav und Sigma schon am Anschlag sind, leuchtet der Karoo noch nicht mal auf der 50 % Stufe. In wieweit sich diese schiere Leuchtkraft auf die Akkulaufzeit auswirkt muss getestet werden.

Bei direkter Sonneneinstrahlung von hinten oder seitlich ist es mit der Helligkeit aber ziemlich schnell vorbei. Hammerhead nutzt offensichtlich keinen transflektiven Bildschirm und Garmin und Wahoo sind dann deutlich überlegen.

Karoo 2 Display bei kräftiger Sonne
Karoo 2 Display bei kräftiger Sonne

Weiteres Manko: es fehlt ein Sensor zur automatischen Helligkeitsregelung. Kommt die Sonne raus muss die Displaybeleuchtung hochgeregelt werden. Das geht über die per Wischgeste von oben erscheinende Statusseite. Klar könnte man die Beleuchtung immer stark aufgedreht lassen, aber dann ist der Akku schnell leer.

✔️ Akkulaufzeit

Im Karoo 2 ist ein 2.500 mAh Li-Ionen Akku fest eingebaut.

Geladen wird über USB-C an der Unterkante. Dabei fällt auf, dass die Buchse nicht mit einer sonst üblichen Gummiabdeckung geschützt wird. Hammerhead sagt dazu, dass eine wasserdichte Buchse zum Einsatz kommt.

Moderne USB-C Buchse mit zusätzlicher Sch(m)utz-Kappe
Moderne USB-C Buchse mit zusätzlicher Sch(m)utz-Kappe

Aber was ist mit aufspritzenem Dreck beim Mountainbike oder Gravel-Rad? Dafür liegen zwei Gummi Abdeckungen bei. Die sind aber sehr fummelig und gehen sicher schnell verloren.

Ich fahre jedenfalls ohne und werde im laufe der Zeit berichten, wie schmutzempfindlich die Buchse wirklich ist.

Aber wie lange hält jetzt der Akku durch?

Hammerhead gibt die Laufzeit mit 7 bis 14+ Stunden an. Ansonsten kommt es auch beim Karoo 2 sehr drauf an, wie stark du die Display Beleuchtung aufdrehst.

In einem vernünftigen Bereich zwischen 1/3 und 1/2 hielt der Akku bei mir im Test zwischen 8 und 10 Stunden.

Dabei lief immer eine Aufzeichnung, meist eine Navigation und fast immer war ein ANT Sensor verbunden. LTE war dagegen immer und Bluetooth meist aus.

✔️ Einrichtung

Nach dem ersten einschalten wirst du erst mal nach den WLAN Zugangsdaten gefragt.
Anschließend wird die aktuelle Firmware geladen und installiert.

Jetzt noch mit dem Hammerhead Login anmelden und schon kann es losgehen.

Den Account solltest du dir bereits zuvor am Computer angelegt haben. Dabei gibst du auch gleich deine gewünschten Regionen an.

So kann der Karoo gleich nach dem Login die aktuellen Karten runterladen.

Die Profile mit den unterschiedlichen Seiten für Daten, Karten und Höhendiagramm kannst du über Settings einrichten.

Einrichten der Profile
Einrichten der Profile

Geht recht intuitiv. Schön finde ich, dass die Profile nicht zwingend an Fahrrädern hängen. Deine Räder gibst du getrennt ein und fügst das passende Fahrrad nach der Aufzeichnung hinzu.

Deine Fahrräder mit zurückgelegter Strecke
Deine Fahrräder mit zurückgelegter Strecke

So kannst du dir später die zurückgelegten km der einzelnen Räder anzeigen lassen.

✔️ Bedienung

Die Startseite wird von den Profil Kacheln dominiert. Die Grafik-Bildchen finde ich dabei etwas gewöhnungsbedürftig.
Unten links geht es auf einen Screen, der an den App Starter vom Smartphone erinnert.
Über die Taste rechts unten kann schnell und ohne Umwege eine Aufzeichnung gestartet werden.

Wichtige Karoo Seiten: App-Starter; Profil-Wähler; einfache Aufzeichnung
Wichtige Karoo Seiten: App-Starter; Profil-Wähler; einfache Aufzeichnung

Wenn du mit dem Finger von oben nach unten wischt erreichst du eine Status-Seite, wie vom Android Smartphone bekannt.

Die Statusseite wie beim Android Smartphone
Die Statusseite wie beim Android Smartphone

Alle Einstellungen werden wie bei Garmin direkt auf dem Karoo vorgenommen. Du brauchst keine Zusatzapp wie beim Wahoo.

Unterwegs wählst du dir eines der Profile. Über gleichzeitiges drücken der beiden oberen Tasten gelangst du ins Schnellmenü über das du beispielsweise eine Strecke zur Navigation auswählen kannst oder den Bildschirm schwarz stellst.

✔️ Connectivity

Wie sich das für einen modernen GPS Radcomputer gehört verfügt er über zahlreiche Verbindungen zur Außenwelt.

WLAN

Für den Karoo die wichtigste Verbindung. Firmware Updates, Karten und Strecken kommen so in den internen Speicher.

Mobilfunk

Der Karoo hat auf der Rückseite ein Fach für eine Nano SIM Karte. So kannst du unterwegs ins Internet. Das Mobilfunk-Modem funkt in den verbreiteten 3G und 4G (LTE) Netzen.

SIM Karte im Karoo 2
SIM Karte im Karoo 2

Sofern du nur die Karoo eigenen Funktionen nutzt finde ich das jetzt nicht wirklich notwendig. Um kurz mal Routen zu übertragen, okay. Aber sonst braucht es das nicht.

Einstellungen Mobilfunk-Daten
Einstellungen Mobilfunk-Daten

Spannend wird das, wenn du eine andere Android App wie beispielsweise komoot auf dem Karoo laufen lässt. Die braucht Internet dringender.

Praktisch sind hier entweder eine Zweit-SIM von deinem bestehenden Vertrag zu nutzen oder eine günstige Prepaid-Daten-Karte* (500 MB/Monat für 39 Euro pro Jahr) zu nutzen.

Etwas nervig finde ich, dass du bei jedem Einschalten die PIN der SIM-Karte erneut eingeben musst. Ich habe das Problem umgangen indem ich die PIN Prüfung auf der SIM-Karte ausgeschaltet habe. Leider muss man das in einem Handy machen, da ich im Karoo keine Möglichkeit dazu gefunden habe.

Smartphone App

Die Verbindung zum Smartphone dient einem einzigen Zweck: Benachrichtigungen auf den Karoo übertragen.

Android App für Benachrichtigungen
Android App für Benachrichtigungen

Dafür brauchst du die Android App. Hast du die gekoppelt, siehst du in der App nichts und sie hat auch keinen weiteren Nutzen.

✔️ Sensoren

Wie sich das für einen sportlichen GPS Radcomputer gehört kannst du auch allerhand Fitness Zubehör koppeln. Dazu gehören:

  • Herzfrequenz / Puls
  • Geschwindigkeit
  • Trittfrequenz
  • Speed & Cadence
  • Leistung
  • Smart-Trainer (FE-C)
  • Radar
  • el. Schaltung (Shimano Di2 & Co)
Fitness-Sensoren mit dem Hammerhead Karoo 2 koppeln
Fitness-Sensoren mit dem Hammerhead Karoo 2 koppeln

Im Test ließen sich zwei Geräteklassen nicht koppeln: LEV (E-Bike) und Remote (Lenker-Fernbedienung).

Externe Sensoren lassen sich über ANT+ und Bluetooth Smart (BLE) koppeln.

Sehr schön finde ich, dass du dich bereits bei der Suche für ANT oder BLE entschieden kannst. Die Shimano Di2 Schaltung führt Karoo hier getrennt auf.

Fitness-Sensoren mit dem Karoo 2 suchen und koppeln
Fitness-Sensoren mit dem Karoo 2 suchen und koppeln

Die Kopplung hat im Test mit verschiedenen Brustgurten, Trittfrequenz Sensoren und Geschwindigkeit gut geklappt.

Bei eBikes von Giant und Specialized hat die ANT Verbindung zu Speed, Cadence und Leistungen gut funktioniert. Lediglich mit den LEV Daten kann der Karoo nicht umgehen.

Die Priorität der einzelnen Sensoren kannst du durch verschieben in der Liste anpassen.

Nach einiger Zeit erfolgloser Suche nach einem gekoppelten Sensor wird der Versuch einer Verbindung beendet. Das spart Strom. Falls du doch einen Sensor vermisst, kannst du die Suche per Hand im Sensor Menü erneut anstoßen. Also dran denken, den Karoo nicht zu früh einzuschalten.

Insgesamt bin ich mit dem Sensor Handling vom Karoo zufrieden. Klare Informationen, welcher Sensor über welches Protokoll gekoppelt ist und viele Einstellungen auch für Fortgeschrittene. Lediglich das eBike LEV Profil vermisse ich noch.

✔️ Strecken Sync

Am besten kann dich der Karoo entlang geplanter Strecken führen. Diese können von Strava, komoot oder Ride with GPS kommen. Alternativ kannst du auch im Hammerhead Portal planen. „Is aber nix dolles.“

Ein GPX-Track Import geht auch über das Portal.

Wichtig: Alle Strecken müssen über das Hammerhead Portal auf den Karoo übertragen werden. Andere Wege, etwa direkt vom Smartphone gibt es nicht.

Wobei die Hammerhead Dashboard Webseite auch sehr gut auf dem Smartphone Browser funktioniert.

Das Hammerhead Dashboard im Smartphone Browser
Das Hammerhead Dashboard im Smartphone Browser

Ich bevorzuge komoot Touren nachzufahren.
Deshalb hier alle Details zur Integration von komoot beim Hammerhead Karoo 2.

Sobald dein komoot Profil mit dem Hammerhead Portal verbunden ist, werden die letzten 50 Touren an den Karoo übertragen.

Dazu musst du aber immer im Hammerhead Portal auf den Sync Button drücken. Sehr doof. Du planst also eine Strecke in komoot, musst dann noch mal ins Hammerhead Portal um den Sync-Knopf zu drücken und dann landen die Strecken im Hintergrund erst per WLAN auf dem Karoo.

Routen von komoot & Co müssen per Knopfdruck ins Hammerhead Portal importiert werden
Routen von komoot & Co müssen per Knopfdruck ins Hammerhead Portal importiert werden

Hier wünsche ich mir einen Sync Button auf dem Karoo, der erst im Hintergrund den Portal Sync anstößt und anschließend die neuen Strecken gleich aufs Navi überträgt.

🏁 Navigation

Unterwegs bekommst du die geplante Strecke als deutliche, leuchtend gelbe Linie mit Richtungspfeilen auf der Karte angezeigt.

Infoboxen am unteren Rand informieren dich über Entfernung zur Abzweigung und das Manöver.

Zielführung mit dem Hammerhead Karoo 2
Zielführung mit dem Hammerhead Karoo 2

Die Streckenführung entlang der geplanten Routen lässt sich auch dann nicht aus dem Konzept bringen wenn die Tour in Form einer 8 verläuft und sich teilweise überlagert.

Strecke aufrufen und Zielführung bei Streckenüberlagerung
Strecke aufrufen und Zielführung bei Streckenüberlagerung

Wenn du von der geplanten Strecke abweichst, berechnet der Karoo sehr flott eine Alternative. Und zwar durch logisches Re-Routing in Fahrtrichtung. Eine Aufforderung zum wenden habe ich nie gesehen.

Die Alternativstrecke wird dann als rote Linie (ohne Pfeile) angezeigt.

Re-Routing beim verlassen der geplanten Strecke
Re-Routing beim Verlassen der geplanten Strecke

Allerdings habe ich keine Möglichkeit gefunden die Streckenberechnung an eine Fahrrad Variante anzupassen. Mit Mountainbike und Trekkingrad stand ich aber nie vor unfahrbaren Wegen.

Eine Zieleingabe am Gerät ist nur per Tippen auf die Karte möglich. Die berechnete Strecke ist okay und wird während der Fahrt als Linie ohne Pfeile angezeigt.

Zieleingabe per Fingertipp auf die Karte
Zieleingabe per Fingertipp auf die Karte

Die zurückgelegte, aufgezeichnete Strecke wird immer als fette graue Linie angezeigt. Eine Aufzeichnung ist auch ohne Navigation möglich.

✔️ Karten

Für den Karoo 2 kannst du dir Karten von nahezu allen Ländern der Erde kostenlos runterladen. Ganz einfach bei bestehender WLAN Verbindung über die Settings.

Offline Karten im Karoo verwalten
Offline Karten im Karoo verwalten

Die Karten basieren auf OSM-Datenmaterial.

Wie oft Hammerhead ein Kartenupdate anbietet kann ich noch nicht sagen.

Weitere, alternative Karten sind auf dem Hammerhead Karoo 2 nicht möglich.

Erfahrungen Karoo 2

Beim Einschalten dauert das Hochfahren vom Karoo schon seine Zeit. Rund 50 Sekunden musst du nach dem drücken der Power Taste warten, bis der Karoo startklar ist.

Besonders spannend ist das Thema Sideload von Apps. Das bedeutet, du kannst dir mit relativ geringem Aufwand zusätzliche Android Apps auf den Karoo 2 installieren. Denn im Hintergrund arbeitet Hammerhead mit einem modifizierten Android 8 Betriebssystem.
Besonders spannend sind da natürlich komoot oder Zwift.

Mehr zu Android Apps auf dem Karoo 2 in späteren Artikeln.

Stärken
  • tolles Display
  • schnelle Hardware
  • Kombination aus Tasten & Touch
  • stabile & clevere Halterung
  • klare Navi Streckenführung
  • Top Re-Routing
  • Side-Load Option
Schwächen
  • Oberfläche nur auf englisch
  • fest eingebauter Akku
  • nur 3 Zoomstufen per Taste verfügbar
  • umständlicher Strecken Sync

Karoo 2 kaufen – ja oder nein?

Der Karoo 2 ist das richtige GPS-Gerät für dich, wenn du hauptsächlich geplante Strecken nachradeln möchtest. Integration von komoot, Zielführung und Re-Routing sind richtig gut umgesetzt.

Auch bei den Basis GPS-Radcomputer Funktionen bietet Hammerhead das Wichtigste gut umgesetzt an.

Aktuell kann der Karoo 2 nur direkt beim Hersteller gekauft werden. Der Versand erfolgt dann aus dem niederländischen Lager. Somit fallen zumindest Zollprobleme weg.

Alternativen zum Karoo 2

Garmin Edge 1030 Plus

Die Hammerhead Karoo 2 Alternative von Garmin heißt Edge 1030 Plus. Das etwas größere Display ist in praller Sonne besser, im Schatten schlechter ablesbar. Klassische Navi-Zieleingabe bei schlechterer Zielführung und Re-Routing.

Wahoo ELEMNT ROAM

Eine weitere Hammerhead Karoo 2 Alternative ist der Wahoo ELEMNT ROAM. Vergleichbar gutes Display mit reduzierten Farben. Etwas bessere komoot Integration bei gleichguter Zielführung.

Fazit Hammerhead Karoo 2

Fazit Hammerhead Karoo 2
  • GPS-Empfangsqualität
  • Akkulaufzeit
  • Bedienung
  • Ausstattung
  • Verarbeitung
  • Preis
4.3

Zusammenfassung

Mit dem Karoo 2 ist Hammerhead in die Top-Liga der GPS-Radcomputer mit Navigation vorgedrungen. Die wichtigsten Funktionen sind vorhanden und funktionieren zuverlässig. Der Bildschirm ist sehr gut, die Systemgeschwindigkeit extrem flott und die Navigation entlang geplanter Strecken mit Re-Routing beim verlassen super.

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16 Gedanken zu „Hammerhead Karoo 2 im Praxistest“

    • Hallo zusammen
      Ich hatte den Karoo2 eine Woche, danach habe ich ihn gefrustet zurückgeschickt. Vielleicht habe ich aber auch den Fehler gemacht auf die Ankündigung „bester Radcomputer der Welt“ hereinzufallen. Während meiner Fahrt hatte ich stetigen Nieselregen. Dieser bewirkte dann auch, dass ich das Display nicht mehr bedienen konnte.
      Dieses Video spiegelt zumindest meine Erkenntnis wieder:
      https://www.youtube.com/watch?v=gHn3z7Vp6R4&t=1047s
      Das war dann unter anderem auch für mich das KO Kriterium: Gerät funzt nicht im Regen.
      Die Helligkeit des Gerätes war bei totaler Dunkelheit draussen sehr gut ablesbar. Je heller aber die Umgebungshellgkeit wurde (inkl. Sonne), desto schwerer wurde das Ablesen.
      Wie gesagt: ich habe ihn gefrustet zurück geschickt.

      Antworten
      • Ich finde den Karoo2 eigentlich recht interessant, aber das Gerät ist mir im Moment doch noch etwas zu teuer.

        Was mich jetzt aber sehr irritiert, ist das Eigenschaft, dass das Gerät keinen transflektiven Bildschirm aufweisen soll. Also im Sommer lässt es sich beim Rennradfahren ja nicht vermeiden, der Sonne fast ständig voll ausgesetzt zu sein. Meine jetzigen Bike-Computer sind dank ihrer transflektiven Bildschirme gerade bei Sonnenschein sehr gut abzulesen. Da würde es mich doch interessieren, ob man im Hochsommer überhaupt etwas erkennt (die Sonnenbrille schluckt dann ja auch noch etwas Kontrast und es gibt Displays, die bei Verwendung einer Sonnenbrille mit Polarisationsfilter überhaupt nicht mehr zu lesen sind -> aber das scheint wohl vom verwendeten Displaytyp abhängig zu sein).

        Was die Benutzbarkeit bei Regen betrifft, so schreibt DC Rainmaker, dass das wohl nicht so schlimm sei: Full color touchscreen display, glove and rain friendly (mostly), aber irgendwo später relativiert er das dann wieder und schreibt von einer Responserate von ca. 80% bei Regen bzw. Schweiß.

        Alles nicht so einfach und schade, dass der Karoo derzeit nur im Direktvertrieb zu beziehen ist -> muss man wohl vor sich liegen haben, um sich ein besseres Bild machen zu können (wie so oft bei diesen Gadgets).

        Antworten
  1. Grade beim Karoo 2 finde ich schön, dass das Gerät auch komplett über die Tasten Bedienbar ist (Sprich im Regen, falls der Touch nicht funktionieren sollte, einfach den Touchscreen sperren) und weiterhin mit den Tasten den vollen Geräteumfang nutzen.
    Bei Sonneneinstrahlung hatte ich bisher keine Probleme mit der Ablesbarkeit, aber der richtige Test was das Display betrifft wird wohl erst im Hochsommer kommen wenn die Sonne auch lange am Himmel steht. Ich fahre die meiste Zeit bei ca. 25% Helligkeit, reicht mir völlig aus.

    Antworten
  2. Habe gelesen, das Teil kostet um die USD 400.- Da muss man schon ein wahnsinniger Fanboy sein um das Geld auf den Tisch zu legen.

    Gehäuse 5USD
    Display 25 USD
    Akku 10 USD
    GPS Modul 3 USD
    Elektronik 15 USD
    Software?
    Wer bekommt den Rest und wofür?
    Selbstverständlich hat Garmin auch einen EBITDA > 12%
    Brav verhalten, liebe Fangemeinde.

    Antworten
    • Wenn’s denn so einfach wäre, dann würden solche Projekte wahrscheinlich als Homebrew Projekte wie Gras aus der Erde sprießen. Fern der Retorte läuft es dann aber doch etwas anders ab…, denn so viele Hersteller gibt es in diesem Segment ja nicht mehr (die Entwicklungskosten, die man später irgendwie wieder reinholen will, sind dann doch nicht ganz ohne und man erhofft sich ja, von solchen Projekten irgendwann als Hersteller dahinter auch leben zu können -> gibt in diesem Bereich genügend Beispiele, wo das nicht so richtig funktioniert hat).

      Ob der Karoo2 letztlich den Preis wert ist, muss jeder mit sich selbst ausmachen – mir ist er für das derzeit Gebotene auch zu teuer -, aber immerhin hat es die Firma geschafft, sich in diesem Markt zu etablieren, denn wenn die Firma mit dem Vorgänger auf Grund gelaufen wäre, würde es den Karoo2 sicherlich nicht geben. Beschwerlich war der Weg allemal, ich hätte nicht darauf gewettet, dass es ein Karoo2 geben wird.

      Der Branche tut es jedenfalls ganz gut, wenn neue Anbieter mit etwas Standvermögen am Markt in Erscheinung treten, denn Konkurrenz belebt ja bekanntlich nicht nur das Geschäft, sondern kann auch den Innovationsgeist der Mitanbieter beflügeln. Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Großen in diesem Segment reagieren werden. Hoffe ja immer noch, dass sich G. eines Tages in Zugzwang sieht und endlich mal diese Routen-/Trackdarstellung mit eingebetteten Richtungspfeilen von der Konkurrenz aufgreifen (‚abkupfern‘) wird, die bei den Wahoo-, Lezyne- und den Hammerhead Geräten ein echtes Plus darstellen.

      Man sollte das von dem Fangedanken etwas losgelöst betrachten, aber sicherlich wolltest Du jetzt etwas provozieren

      Antworten
    • das ist doch eine Milchmädchenrechnung. Dann dürfte doch Software gar nichts kosten. Und was ist mit den generellen Entwicklungskosten!?

      Antworten
    • wer bekommt den Rest??
      neben den Mitarbeitern die gerne jeden Monat ihren Lohn bekommen
      der Vermieter der Räumlichkeiten in denen gearbeitet wird
      die Versicherungen die man als Arbeitgeber und Hersteller benötigt
      der Stromversorger
      der Wasserversorger
      der Internetprovider
      die IT Firma die die Homepage erstellt und pflegt
      die Bank, die ihre Kredite aus den Anfangstagen zurück haben will
      der Büromöbelladen der die Büroausstattung gebracht hat
      ggf. muss ja im Winter auch mal geheizt werden
      sauber machen muss auch jemand
      je nach Land will der jeweilige Staat auch noch so etwas lästiges wie Steuern haben
      In Deutschland darfst du dann noch Zwangsmitgliedschaften bezahlen (z.B. IHK, Berufsgenossenschaften, etc.)
      dann soll der Gerät ja auch irgendwie zum Kunden transportiert werden
      und damit es unterwegs nicht schon kauptt geht, muss es verpackt werden
      Werbung muss man auch machen damit überhaupt jemand weiß das es so was gibt
      Geld für Weiterentwicklungen sollte auch irgendwie reinkommen
      usw. usw…..
      und zu guter Letzt, soll ja auch was übrigbleiben damit die Firmeninhaber ebenfalls von was leben können.

      oder arbeitest du für lau?
      Sprich du hast leider so gar keine Ahnung davon wie sich Preise zusammensetzen
      aber ich freue mich, wenn demnächst dein GPS Radcomputer auf den Markt kommt. Das wird sicherlich der Preisbrecher und supertoll…..

      Antworten
  3. Wenn das so wäre mit den Kosten, dürfte der 1030plud auch bei weitem keine (fast) 600 Euro kosten oder ein Smartphone keine 1000 Euro oder das bisschen Blech (=Porsche) auch keine 100.000.
    Schöne Welt, Kleidung für ein paar Cent kaufen, Materialwert…..

    Antworten
  4. Hallo

    das mit den Karten finde ich schade.
    Gerade wenn die Karten auf den OSM Karten beruhen, wäre es eigentlich toll wenn man die OSM oder Openandromaps direkt einpflegen könnte.
    Wenn das nur über den Hersteller geht, besteht leider die Gefahr, sollte der Hersteller pleite gehen es keine Karten Updates mehr geben wird.
    Wie detailliert sind die Karten überhaupt?
    Sind bei MTB Strecken Schwierigkeitsangaben eingepflegt? z.b. Singletrail-Skala
    gibt es Höhenlinien oder wie kann ich ersehen ob und wie stark es hoch oder runter geht?
    Wie ist das unterwegs mit der Orientierung in der Karte?
    kann man damit Wege finden, insbesondere beim MTB?
    Ich fahre gerne einfach mal los und schaue mir Trails an, die ich in der Karte finde. Aktuell nutze ich Openandromaps mit Ourx auf dem Smartphone, brauche nun aber so langsam mal ein neues Smartphone (Akku schlapp + Display gesprungen = Austausch lohnt nicht)
    Das so ein kleines Display für diesen Fall eine Einschränkung ggü. einem 6″ Smartphone ist, ist schon klar. Ich will halt nur nicht an jeder Kreuzung dann doch das Smartphone raus holen und darauf nachschauen.
    Vorher erstellte Routen fahre ich nicht so oft, dass sich so ein Gerät nur dafür lohnt und wenn ist das dann meist nur die ungefähre Richtung und die Routen haben eher den Charakter einer Empfehlung. Denn unterwegs auch mal rechts und links zu schauen lohnt sich meistens immer.

    Gruß Björn

    Antworten
  5. Gibt es eine generelle Empfehlung, ob man seine Sensoren lieber über ANT+ oder BLE anbinden sollte, wenn man denn die Auswahl hat?

    Antworten
  6. Das mit dem Display bei Sonnenschein kann ich nicht bestätigen. Weder mein S8 noch mein Garmin Edge1000 konnte ich bei voller Sonne so gut ablesen. Dabei war der Karoo2 nur auf 35% Helligkeit eingestellt.
    Ebenso läßt sich der Touch beim Regen bedienen.

    Antworten
  7. Hallo,

    erstmal DANKE an den GPS-Radler, durch ihn bin ich auf den Karoo 2 aufmerksam geworden welchen ich inzwischen besitze!
    (Hab dies auch Hammerhead mitgeteilt da die ja im Bestellprozess danach fragen …)
    Dieser stellt für mich, im Gegensatz zum Garmin Edge 1030+ den ich zurückgesendet habe, das Optimum dar!
    Ich habe erst 1 Ausfahrt damit absolviert und lobe eventuell etwas voreilig (?), jedoch ist das Gesamtpaket für mich PERFEKT, sehe bei Hammerhead im Blog das es Probleme gibt aber rasch reagiert wird!

    Für MICH sieht es im Vergleich zum Garmin Edge wie folgt aus:

    o Das Display ist SUPERB! In jeder (Licht) Lage perfekt abzulesen bei nur ca. 30% Leuchtstärke!
    o Die Map ist PERFEKT abzulesen, schön kontrastreich / viele Farben!
    o Der Track ist PERFEKT zu erkennen!
    o Rerouting sehr schnell!
    o Bedienung trotz aktivem Routing schnell ohne jegliches Ruckeln!
    o Bedienung sehr Zeitgemäß, schnell und flüssig, wie ein Smartphone! TOP!
    o Verknüpfung mit Strava und Komoot easy!
    o Download erstellter Routen easy!
    o Akkulaufzeit sollte genügen, brauchte für ca. 50km mit Routing 11% bei ca. 30% Helligkeit.
    o Anpassen der Anzeige einwandfrei!
    o Erkennung der Sensoren (Garmin …) einwandfrei! (Hat sogar meinen Fazua Antrieb erkannt! Der Garmin 1030 nicht …)

    Ja, der Karoo 2 ist fast perfekt! (Muss sich aber noch über die Zeit beweisen!)

    Vorteil für Garmin:
    o Sicher längere Akkulaufzeit
    o Mehr Kartenmaterial verfügbar!
    o Mehr Apps und Widgets
    o Garmin Portal umfangreicher

    Aber ich brauch das nicht und das bessere Display des Karoo 2 entschädigt dies bei Weitem!
    Werde wieder Berichten …..

    Gruß

    Antworten

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