Hammerhead Karoo 2 vorgestellt

Mit dem Karoo 2 bringt Hammerhead ein neues GPS-Navigationsgerät, welches sich durch potente Hardware, Internetverbindung und einige Software Besonderheiten vom restlichen Markt abhebt.

Veröffentlicht: 26. August 2020
Letzte Aktualisierung: 17. September 2020
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Ein weiterer Schritt zum finalen Karoo 2 Start.

Nach den ersten vagen Ankündigungen und Bildern jetzt also die offizielle Vorstellung mit allen technischen Details. Aber die Auslieferung wird sich noch hinziehen.

Hammerhead Karoo

Hammerhead ist eine recht junge Firma, die mit dem Karoo vor einiger Zeit den Markt der GPS Radcomputer aufmischen wollte und es in gewisser Art und Weise auch geschafft hat.

Potente Hardware aus dem Smartphone und dazu eine Software, die am Anfang fast noch nicht mal als Beta-Version bezeichnet werden konnte. Dann aber konsequente und regelmäßige Updates. Gleichzeitig auf die Wünsche der User hören und auch umsetzen.

Die Software ist dabei so identisch wie möglich zwischen den unterschiedlichen Geräten um hier weniger Aufwand zu haben. So ähnlich macht das ja auch Wahoo bei seinen ELEMNT Geräten.

Karoo2 Hardware

Nach dem (für Radsportler) doch recht groß geratenen Karoo wurde an wichtigen Stellschrauben gedreht und das Gerät auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Hier also die wichtigsten Hardware Fakten:

Die Innereinen vom Hammerhead Karoo 2
Die Innereinen vom Hammerhead Karoo 2

Das Gehäuse ist rund 100 mal 60 mm groß und knapp 20 mm Dick. Das Gewicht liegt bei rund 120 Gramm.

Display mit Dragontrail Anti-Reflex Glas für optimale Erkennbarkeit. Bei der Größe liegt der Karoo mit seinen 3,2 Zoll zwischen Sigma ROX 12 (3″) und Garmin Edge 1030 (3,5″). Die Auflösung ist mit 480 x 800 Pixel genau wie die Pixeldichte von 292 Pixel per Inch sehr groß.

Touchscreen und vier Knöpfe zur schnellen Bedienung während der Fahrt.

Der Quad-Core-Prozessor mit 1,1 GHz stammt von Qualcomm. Dem stehen 2GB RAM zur Verfügung.

Der Akku ist 2.500 mAh groß und soll für 12 Stunden Akkulaufzeit sorgen. Der moderne USB-C Anschluss sorgt unter anderem für Wasserdichtigkeit nach IP67 und Schnelladung. Hammerhead spricht von 0 auf 30% in 30 Minuten und 50% Ladung in einer Stunde. 100% Ladung sollen nach 3h erreicht sein.

Endlich ein GPS-Radcomputer mit Schnelladung via USB-C
Endlich ein GPS-Radcomputer mit Schnelladung via USB-C

Umfangreiche Connectivity mit ANT+, Bluetooth, BTLE, WLAN. Dazu ein Mobilfunkteil mit eigener SIM Karte (2G, 3G, 4G-LTE). Die Positionsbestimmung erfolgt über GPS, GLONASS und Galileo.

32 GB interner Speicher für kostenlosen Download von weltweiten Karten.

Sensoren für Temperatur, 3-Achsen Kompass, Magnetometer, Gyroskop.

Für die Ausgabe von Tönen steht ein Beeper zur Verfügung und es wird von Audio über Bluetooth gesprochen. Ob damit auch Sprachnavigation über BT-Headset oder Helm mit Lautsprecher möglich sein wird ist noch nicht bekannt.

Bei Hammerhead kommt künftig eine komplett neu entwickelte Halterung zum Einsatz. Schieben statt dem sonst üblichen drehen. Für Freunde der klassischen Garmin Halterung gibt es einen Adapter als Zubehör.

Eine flache Lenkerhalterung ohne Drehbefestigung.
Eine flache Lenkerhalterung ohne Drehbefestigung.

Software und Apps

Auf Software Seite wird es alles geben, was bereits aus dem Karoo1 bekannt ist. Hammerhead geht hier den Wahoo/Apple Weg und bringt eine Software mit allen Funktionen in allen Modellen – so lange die alte Hardware das unterstützt.

Individuelle Einrichtung der Karten- und Datenscreens
Individuelle Einrichtung der Karten- und Datenscreens

Als Besonderheit ist die Möglichkeit vom Side-Load von Android Apps zu nennen. Der Hammerhead basiert wie der Wahoo und Sigma ROX 12 auf Android. Aber beim Karoo kannst du weitere Apps installieren. Zwar ohne Google Play Store aber immerhin für Nerds möglich

Das wird richtig spannend, hier Locus Map, komoot, Google Maps und Co zu testen.

Preis und Verfügbarkeit

Die technischen Daten sind also bekannt, aber ganz im Start-Up-Stil gibt es ab sofort eine Vorbestellphase mit erster Lieferung Ende Oktober.

Der Preis für den Hammerhead Karoo2 liegt bei 399$. Allerdings ohne Steuern. Ein deutscher Preis steht noch nicht genau fest. Wird sich aber sicherlich im Bereich von 400 Euro bewegen.

Um bei den ersten Karoo2 Besitzern dabei zu sein musst du 99$ anzahlen, später den Rest zahlen und dann kannst du Ende Oktober zu den ersten gehören, die den Karoo2 in Händen halten.

Die erste Serie der Vorbestellungen ist aber schon weg. Wenn du jetzt bestellst, wirst du erst Anfang Dezember beliefert werden.

Persönliche Einschätzung

Für mich ein absolut spannendes Gerät. Starke Hardware, Software die laufend weiterentwickelt wird und dabei auch stark auf die Wünsche der Nutzer gehört wird.

Als Bonbon auch noch die Möglichkeit andere Android Apps zu laden. Man stelle sich mal komoot, Locus Map und Co auf einer Hardware vor, die wirklich fürs Fahrrad gebaut ist.

Ich bin schon im Kontakt mit Hammerhead um möglichst schnell ein Testgerät zu bekommen.

Was sagst du zum Hammerhead Karoo2? Wäre das was für dich? Schreib mir deine Meinung doch bitte in die Kommentare.

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29 Gedanken zu „Hammerhead Karoo 2 vorgestellt“

  1. Interessant wäre die Pixel-freitaum, also Schlucht zwischen den Pixeln wenn Reflektive Technologie genutzt wird, je größer desto heller in der Sonne aber desto Pixliger.
    Auf jeden Fall stimmt der Name des Produkts schon mal für Einer der von dort stammt…

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  2. Weiß man ob bei dem neuen Modell ein direkter Transfer von GPX Dateien (noch besser direkt aus komoot), vom Handy möglich ist? Bisher war die separate SIM für den Karoo bei dem Netz hier im Schwarzwald ein Showstopper. Von den zusätzlich Kosten dafür mal ganz abgesehen.

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  3. Hallo Matthias,wenn das alles so zutreffen sollte,könnte das Gerät für viele Nutzer interessant werden,allerdings sollten dann die verschiedenen angesprochenen technischen Dinge wie(Sprachausgabe über Kopfhörer oder Lautsprecher,Akkulaufzeit,usw.)möglich sein.
    Der Preis wäre immer noch deftig,aber gegenüber den Spitzenmodellen von Garmin um einiges niedriger.
    Dann freuen wir uns auf Deine Testberichte und hoffen,dass alles so funktioniert wie angegeben,sicher wird es noch einige Kinderkrankheiten geben,die man beseitigen muss.

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  4. Für mich DIE Alternative zum Garmin. Vor allem auch hinsichtlich des kürzlichen Totalausfalls. Mein neues Navi wird kaum mehr ein Garmin sein.

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  5. Hallo,

    als alter GARMIN Kunde habe ich nach dem Update auf die Version 6 meines EDGE830 auch endgültig die Nase voll. Wenn der Karoo2 weniger „Kinderkrankheiten“ haben sollte wie der Karoo1 hat(hatte), werde ich mich auf alle Fälle von den GARMIN Geräten verabschieden und hammerhead eine Chance geben…

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  6. Die Audio-Ausgabe (Navigationsanweisungen) sind schon jetzt beim Karoo (I) verfügbar und funktionieren gut. Die Software (GUI / Funktionen) ist bei Karoo I und II identisch, die derzeitige Entwicklung geht immer weiter. Garmin-Varia-Warnungen werden ebenso über Audio ausgegeben.

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  7. habe den karoo1 von anbeginn an und so auch auf dessen laufende weiterentwicklung einfluss nehmen können. ein absolut phantastisches teil für den, der keine probleme mit den wenigen englischen begriffen hat! meine erwartung an den karoo2 sind hoch, und ich bin nach den bisherigen erfahrungen mit dem gerät und dem entwicklerteam sicher, nicht enttäuscht zu werden.
    erwähnt werden sollte noch, dass den karoo1-besitzern $ 120 beim kauf des karoo2 bei rücksendung des altgeräts erstattet werden, was den kaufpreis natürlich sehr attraktiv macht.
    warte gespannt auf meine zwei vorbestellten karoo2.

    Antworten
  8. Ich habe am 05.09.2020 den Karoo2 per Pre-Order (Anzahlung 99 $)bestellt und die Bestellung auch bestätigt bekommen.
    Leider habe ich diesen bis heute nicht erhalten.
    Am 24.01.2021 habe ich den support angeschrieben und bis heute noch keine Antwort bekommen.
    Heute habe ich eine weitere Email verfasst.
    Ich hoffe, dass ich diesmal eine Antwort erhalte.

    Antworten
  9. Ich habe das Karoo nun zwei Mal intensiv genutzt, bin sehr zufrieden, bombastisches Display, selbst im Vergleich zum 1030 plus, lässt sich auch mit langen *Smartphone geeigneten* Handschuhen einwandfrei bedienen.

    Routing einer Route von komoot sehr gut sichtbar durch die gelben Pfeile und auch akustisch gut bemerkbar.

    Re-routing beim Verlassen der Vorgabe sehr logisch, zum nächsten Punkt auf der Strecke, nix mit *Bitte wenden*
    Einblendung von WhatsApp Nachrichten klappt einwandfrei.
    Nach Beendigung der Fahrt wird zu Hause die Tour automatisch auf Strava oder komoot gespeichert.

    Also der erste Eindruck sehr gut , wesentlich übersichtlicher als das zuvor getestete Garmin 1030 plus.

    Antworten
  10. Hallo zusammen
    Ich warte auch gerade auf meinen K2 und bin SEHR gespannt darauf.
    Sehr interessant finde ich die bereits hier erwähnte Möglichkeit des „Sideloadens“ (was für ein Wort!).
    Bei DCRainmaker hat ein User ein Bild der auf den K2 installierten app locus hochgeladen (https://www.dcrainmaker.com/2021/02/how-to-sideload-android-apps-on-your-hammerhead-karoo-1-karoo-2.html#comment-3730977).
    Das werde ich natürlich ausprobieren!

    Mit freundlichen Grüßen in die Runde
    Jörg

    Antworten
  11. Moin zusammen
    Habe gestern meinen Karoo 2 bekommen.
    Wenn man ein 6″ Display (Smartphone) gewohnt ist, kommen einem die 3,2″ schon fast wie ein Spielzeug vor. Von der Haptik her liegt er toll in der Hand (hoffentlich selten: der gehört ans Rad!). Die Einrichtung ist wirklich intuitiv, lediglich die Belegung der 4 Tasten muss ich noch erlernen (https://support.hammerhead.io/hc/en-us/articles/360052360133).
    Ich habe sogar mal zum Spass die Komoot-app draufgeladen („sideloading“). Auf einer der nächsten Touren werde ich mal mit der Komoot app auf dem K2 fahren.
    Ein bereits angesprochener Schwachpunkt scheint der Akku zu sein. Obwohl ich noch nicht wirklich viel gemacht habe, hat er bereits die Prozente runtergezählt. Im Forum gibt es wirklich tolle Vorschläge, das Problem mit der Akku-Kapazität taucht aber immer wieder auf. Ein Smartphone mit Android 8 (das ist der K2 letztendlich) hat halt immer den Monitor als größtmöglicher Stromfresser zu versorgen. Man kann tagsüber locker mit 30 % Helligkeit fahren, aber auch die wollen bedient werden. Das Display des Wahoo Roam dürfte so schnell nicht zu schlagen sein.

    Da ich der Meinung bin, dass ich beim Sport NICHT erreichbar sein will, werde ich also alle Fahrten im Flugmodus machen.
    Zusätzlich habe ich auch keinen Strava account (boooo …. ist der Typ langweilig!):
    ich fahre für MICH und will mich nicht auch noch in der Freizeit mit anderen vergleichen!
    Bis jetzt habe ich auch noch keinen Sensor (mit dem Varia Radar liebäugele ich aber schon).

    Mein Test wird also für viele nicht aussagekräftig sein.
    Ich könnte mir vorstellen, wenn man bereit ist einen externen Akku (Powerbank) mitzunehmen, man ein tolles Navi hat. Auf der anderen Seite ist ja genau dies der Grund auf ein Nicht-Smartphone-Navi zu setzen. Eine schwierige Entscheidung also. Man hat allerdings 45 Tage Rückgaberecht.
    Bei 14 tägigen Updates scheint aber eine Menge Potiential vorhanden zu sein.
    So viel erst mal.
    Jörg

    Antworten
    • Für mich war gerade die Erreichbarkeit und das Gefummel mit dem Huawei Smartphone (ohne Google Dienste) der Grund für ein solches GPS und Grund genug, sogar ein anderes Smartphone zu kaufen, welches nun problemlos mit dem Karoo arbeitet,
      da ich aus familiären Gründen doch beruhigt wäre, wenn ich eine Whatsapp meiner Frau empfangen könnte im Falle eines Falles.
      Zum Akku kann ich noch nicht viel sagen, zwei Touren über jeweils drei Stunden. Da reicht der Saft dicke.
      Aber natürlich nicht so ein Akkuwunder wie das zuvor getestete Garmin 1030 Plus.
      Damit hätte ich wahrscheinlich sogar noch den Akku vom E-Bike laden können….

      Antworten
      • Moin.
        Bin heute morgen eine 80 km Route gefahren.
        Modus: normal (kein Flugmodus an)
        Sensoren: nein
        Akku: nach 4,25 Std => 35 % Verlust
        Display: fast die ganze Zeit mit 0% Helligkeit gefahren. Morgens um 5 Uhr ist das immer noch SEHR hell!
        Vorgestern bin ich eine 30 km Tour gefahren.
        Display: 30 %
        Akku: 1,5 Std. => 10 % Verlust
        Modus: Flugmodus an

        Wenn der Wahoo Roam mit Telefonanbindung, autom. Helligkeitsregulierung und Sensoren in die Nähe von 17 Std. kommt, wo wäre er, wenn er offline und ohne Sensoren liefe?
        Der Akku bereitet mir ein bissel Bauchschmerzen.
        Die Bedienung der Tasten erschließt sich mir auch noch nicht vollständig.
        Schaun wir mal!

        Antworten
        • Na ja, das Display vom Roam ist wie ne Steinstafel aus Zeiten von Moses im Vergleich zum Karoo.
          Das erklärt ja auch den wesentlich höheren Stromverbrauch.

          Antworten
  12. Knapp 40 gemütliche Kilometer heute in unserer Umgebung, Tour am hammerhead dashboard erstellt und vom Karoo 2 leiten lassen, hat Klasse funktioniert.
    Gassen, die ich noch gar nicht kannte und einmal wegen Sperrung eines Tunnels größeren Umweg, gut 4 km, fahren müssen, tolles Re-Routing in die richtige Richtung, bis die Strecke wieder erreicht wurde, nix mit „Bitte wenden“, punktgenau über kleine Straßen geleitet, bis weiter vorn wieder die Route war, nie Probleme gehabt mit den Anweisungen.
    Bin sehr (!) zufrieden.

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