MonkeyLink für eBike Stromversorgung umbauen

Wenn dein eBike mit dem MonkeyLink System ausgestattet ist kannst du mit wenigen Teilen und etwas basteln Strom für Smartphone, GPS und Co aus dem großen Akku entnehmen.

Veröffentlicht: 3. März 2020
Letzte Aktualisierung: 22. April 2020
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Strom für Smartphone, GPS und Co aus dem dicken eBike Akku zu bekommen ist ein häufig gehörter Wunsch.

Einige Pedelec Hersteller bieten dafür Möglichkeiten.
Dazu habe ich auch hier auf dem Blog bereits einige Beiträge zur Stromversorgung aus dem eBike geschrieben.

MonkeyLink System

Das MonkeyLink System wird häufig bei den eBikes der ZEG verbaut.
Damit lässt sich Zubehör ganz einfach mit einem Magnetsystem am Fahrrad befestigen.

Zum einen mechanische Dinge wie Schutzbleche oder Trinkflaschen und zum anderen elektrische Komponenten wie Scheinwerfer und Rücklicht mit dem MonkeyLink Connect System.

Das montierte MonkeyLink Connect Rücklicht
Das montierte MonkeyLink Connect Rücklicht

Mein Testrad, ein Bulls E-Stream EVO TR 2 war mit dem MonkeyLink System für Beleuchtung ausgestattet. Damit liegt an den Aufnahmepunkten am Vorbau und an der Sattelstütze bereits Strom an.

MonkeyLink Connect Rücklicht mit Halterung an der Sattelstütze
MonkeyLink Connect Rücklicht mit Halterung an der Sattelstütze

Die Aufgabe war jetzt eine Möglichkeit der Stromentnahme aus dem MonkeyLink System zu finden.

Erster Gedanke war einen Scheinwerfer oder ein Rücklicht zu „schlachten“ um an den Strom zu kommen.

MonkeyLink Connect ML VoltLine Adapter
MonkeyLink Connect ML VoltLine Adapter

Dann habe ich einen MonkeyLink Adapter entdeckt. Das MonkeyLink Kabel ML-VoltLine ist ein einfaches Kunststoffteil fürs MonkeyLink Connect System mit Kabel. Eigentlich ist der für ein am Gepäckträger befestigtes Rücklicht gedacht.

EBike Strom für USB aufbereiten

Aus dem MonkeyLink Adapter für die Beleuchtung kommt eine Spannung von 12 Volt raus. Die müssen erst mal auf USB taugliche 5 Volt umgewandelt werden.

Genau für solche Anwendungen gibt es kleine DC-DC Wandler mit USB Anschluss.

So einen DC-DC Wandler habe ich mir günstig vom „China-Mann“ auf Amazon bestellt*.

DC-DC Wandler mit USB-Buchse und Kabel vom MonkeyLink
DC-DC Wandler mit USB-Buchse und Kabel vom MonkeyLink

Die Elektronik noch an das Kabel vom MonkeyLink Adapter gelötet und der Test konnte beginnen.

Für eine dauerhafte Lösung am Fahrrad hätte ich die Elektronik noch in Schrumpfschlauch eingeschweißt oder gleich in einem kleinen Gehäuse eingegossen.

Das Kabel nach vorne zum Smartphone am Lenker zu ziehen wäre Option 1. Option 2 wäre eine kleine Tasche unter dem Sattel um die PowerBank mit Strom zu versorgen.

Leistung aus dem MonkeyLink

Mit verschiedenen Telefonen und GPS-Geräten klappte die Stromversorgung beziehungsweise das Laden problemlos.

Messung des Maximalstroms mit elektronischer Last
Messung des Maximalstroms mit elektronischer Last

Um die maximal mögliche Leistung zu bestimmen habe ich eine elektronische Last drangehängt und langsam den Strom hochgedreht.
Bis 1,5 Ampere hat das problemlos funktioniert. Danach wurde die Stromversorgung unterbrochen.

Aber 1,5 Ampere Ladestrom sind schon mehr als die meisten anderen Systeme liefern.

Persönliches Fazit

Wenn du mit einem eBike mit dem MonkeyLink System unterwegs bist und etwas Talent beim basteln hast, ist die vorgestellte Stromversorgung eine hervorragende Lösung.

Smartphone mit MonkeyLink Adapter und DC-DC-Wandler am eBike laden
Smartphone mit MonkeyLink Adapter und DC-DC-Wandler am eBike laden

Mit maximal 1,5 Ampere Ladestrom ist genug Leistung auch für moderne Smartphones verfügbar.

Hast du ein Rad mit MonkeyLink und schon über diese Art der Stromversorgung nachgedacht? Schreib mir doch mal bitte deine Erfahrungen in die Kommentare.

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