Outdooractive übernimmt ViewRanger

Durch den Zusammenschluss vom deutschen Online-Tourenportal Outdooractive und dem britischen Outdoor App Spezialisten entsteht ein neuer, spannender Anbieter. Alle Infos, Hintergründe und ein Ausblick. 

Veröffentlicht: 23. Mai 2020
Letzte Aktualisierung: 23. Mai 2020
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Top Outdoor Tourenportal kauft Outdoor App Profi. 

„Wir heißen ViewRanger bei der Outdooractive Familie herzlich willkommen – Großbritanniens Marktführer für Outdoor-Tourismus.“

So beschreibt Outdooractive seinen neuesten Schritt zur kontinuierlichen Weiterentwicklung.

ViewRanger & Outdooractive

ViewRanger wurde 2006 in Cambridge, England gegründet und fing früh an, mobile Apps zu kreieren und digitale Karteninformationen direkt in die Landschaft zu projizieren.

ViewRanger zeichnet sich durch hochwertige digitale topografische Karten aus, die von 52 internationalen kartografischen Ämtern und Verlagen zur Verfügung gestellt werden.

Zusätzlich arbeitet ViewRanger mit mehr als 600 Organisationen – Nationalparks und große Outdoormarken eingeschlossen – zusammen.

Über 500 professionelle Such- und Rettungsteams aus Europa, Amerika und Kanada nutzen die App und vertrauen ihr.

ViewRanger hat 4,6 Millionen Mitglieder. Zusammen mit Oudooractive kommen die beiden jetzt auf 7,3 Millionen Outdoor-Enthusiasten.

Zusammen wegen Corona?

Bei Outdooractive sprechen sie auch von der aktuell besonderen Situation, die einen Zusammenschluss besonders sinnvoll macht.

„In einer Zeit, in der die Tourismusbranche vor enormen Herausforderungen steht, können wir sie durch unsere kombinierte Nutzerbasis mit einer sofortigen Sichtbarkeit unterstützen, um ihnen dabei zu helfen, wieder Gäste für sich gewinnen zu können, sobald die Beschränkungen gelockert werden.“

Hartmut Wimmer, Gründer und CEO von Outdooractive

Laut Craig Wareham, Mitbegründer von ViewRanger erstreckt sich die Zusammenarbeit bereits über sechs Monate. In der Zeit haben beide Unternehmen eng zusammen gearbeitet haben um die größte Community für Outdoor-Enthusiasten zu kreieren.

In sofern glaube ich nicht an Corona als eigentlichen Grund für die Übernahme.

MountNpass Übernahme

In der Pressemeldung wurde auch noch kurz auf eine zuvor getätigte Übernahme von Outdooractive hingewiesen.

Der Marktführer in Frankreich für Fahrradtourismus – MountNpass – wurde ebenfalls in die Outdooractive Familie integriert.

MountNpass Webseite
Die MountNpass Webseite

Die Bekanntheit der MountNpass Plattform schätze ich in Deutschland allerdings als sehr gering ein. Nicht zuletzt gibt es die Seite nur auf französisch.

Vielleicht wird im Hintergrund schon daran gearbeitet, die 8.000 empfohlenen Radtouren in Outdooractive zu integrieren und sie so einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Persönliche Einschätzung 

Das könnte eine sehr spannende Verbindung werden. 

Auf der einen Seite Outdooractive, die sehr stark im Bereich Tourenvorschläge sind und beste Beziehungen zur Tourismusbranche pflegen. Auf der anderen Seite ViewRanger, die für alle wichtigen Systeme (Browser, Smartphone und Smartwatch) gutes Apps haben und zudem noch stark im professionellen Bereich sind. 

Ich bin gespannt, was da die Zukunft bringt und ob beide Marken Namen parallel weitergeführt werden oder ob ViewRanger über kurz oder lang verschwinden wird. 

Was erwartest du dir von einer gemeinsamen Outdooractive / ViewRanger Firma? Schreib mir doch mal bitte deine Meinung in die Kommentare.

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11 Gedanken zu „Outdooractive übernimmt ViewRanger“

  1. Was mir an der neuen (2.0) outdooractive App sehr gut gefällt, ist das man als Premium Kunde für 30 Euro im Jahr Zugriff auf viele „offiziellen“ top25 Karten erhält (Frankreich, CH, UK, Belgien, Spanien und weitere). Auch die offline Speicherung ist möglich. Das kenne ich für diesen Preis von keinem anderen Anbieter. Praktisch ist auch die schnittfreie Darstellung der topo Karten in Grenzgebieten.

    Das alleine ist mir den Preis für den Pro Status wert (den Pro+ (zzgl.. KOmpass & AV Karten benötige ich eher nicht, da ich im alpinen Raum ohnehin eher in der CH oder F unterwegs bin).

    Und ich persönlich kann mit dieser pro Leistung mehr anfangen als mit Zusatzfeatures von Komoot Premium

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  2. OA verfügt über keine Routenneuberechnung bei einer Abweichung von der geplanten Route. Dies ist für mich ein entscheidender Mangel. Bei der Navigation mit dem Smartphone ist mir auch der Kartenausschnitt zu klein. Dafür werden Daten angezeigt, die mich nicht ständig interessieren. Ich habe keine Möglichkeit gefunden, hier etwas zu ändern. Die Qualität der Routen selbst schien mir nach einigen wenigen Versuchen nicht ganz überzeugend. Für ein fundiertes Urteil fehlt mir aber noch die Erfahrung mit OA.
    Mit dem Zusammenschluss könnte sich dies aber ändern, so dass wir uns auf spannende Features freuen können.

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  3. Viewranger Vollversion: 5€ pro Jahr. OA Vollversion: 60€ pro Jahr. Wie soll das zusammengehen, wenn es irgendwann nur noch eine App gibt?

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  4. Nun ich halte es für eine Sache, die nur für die Herren von outdooractive und deren Kasse gut ist. für relativ kleines Geld hat man bei Viewranger die Topkarten auf Lebenszeit. Bei OA soll man für die gleiche Leistung 60 € im Jahr bezahlen. dies obwohl man durch mehr Nutzer bessere Preise für das Onlinemarketing erzielen kann. OA punktet bei seinen Werbekunden mit der größeren Zahl an Nutzern und kassiert somit mehr Geld, gleichzeitig wird es für den Nutzer um vieles teurer. Cleveres Geschäftsmodell. Renditeoptimierung zu Lasten der User. Nicht alle wollen Mitglied einer Community sein und sich mit Veröffentlichungen ihrer Aktivitäten zum Marketingobjekt machen. Vielen geht es um gute Karten. Wenn aber an beiden Seiten verdient werden soll, dann sollte es für den User billiger werden und nicht teurer.

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  5. Ich stimme Michael in allen Punkten zu. War jahrelang sehr zufrieden mit viewranger. Top Aufzeichnung meiner Bike und Wanderaktivitäten. Und das auf Grundlage einmal gekaufter TOP Karten. Communities und Tourenvorschläge gibt’s im Web genug. Wenn jemand einen Tip hat, wie man die alte viewranger App zum Laufen bringt, gerne:-)

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    • Tja leider ist das gute alte System nicht mehr nutzbar. Ich habe zwar Outdooractive, bin aber über die feindliche Übernahme noch immer verärgert.

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  6. Reine Geldschneiderei. Habe teure Karten in ViewRanger gekauft. Wenn ich die weiter nutzen will, muss ich zu Outdooraktive für zusätzliches Geld. Mache ich nicht. adios ViewRanger!

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    • Das stimmt so nicht ganz. Man kann die gekauften Karten nach outdoor active überführen. Das stellt sogar einen zusätzlichen Vorteil da, weil immer das ganze Land zur Verfügung steht. Ich hatte in Viewranger drei kleine Karten für ca. 3€ gekauft und kann jetzt in outdooractive die gesamte Frankreichkarte nutzen. Dito für England und Deutschland. Das ist aus meiner Sicht sehr kundenfreundlich gelöst worden. Problem bleibt allerdings , dass ich mit der OA App nicht so richtig warm werde, aber für Planungen auf dem Desktop ist das sehr praktisch.

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        • Ist Outdooractive kostenpflichtig?
          Es ist soweit: Das Pro Abonnement für die gesamte Outdooractive Plattform ist da. Die bisherige Zweiteilung zwischen Outdooractive Gratis und Premium App (einmalig 9.99 Euro) gibt es nicht mehr – wir setzen auf eine einzige, kostenfreie App, in der mit dem kostenpflichtigen Pro Abo viele Funktionen bereitstehen. !! Zitat von der Homepage. !! Wo steht bitte, dass ich meine Karten von Viewranger kostenlos weiter nutzen kann?? Dass ich sie nutzen kann mit dem Abo, war klar. aber eben nicht kostenlos. Und das Verfallen lassen von Credits ist auch ne Sauerei!! aber wie gesagt mangels Alternativen muss ich die Kröte schlucken.

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      • Nun das stimmt halt leider schon. Ich hatte für rund 100 € Karten mit der höchsten Auflösung quer durch Europa und habe all die Jahre nichts weiter bezahlt als den Anschaffungspreis. Jetzt werde ich jährlich zur Kasse gebeten, damit Outdooractive schön mit mir als Kunden für viel Geld bei Werbepartnern Werbeplatz verkaufen kann. Und meine restlichen Credits hat man mal schön unter den Teppich gekehrt. Und um die vergleichbare Kartenqualität zu bekommen zahlt man jährlich. Dass das einmalige kassieren kein optimales Geschäft ist, ist klar, da der Käuferkreis endlich ist und die Serverkosten regelmäßig anfallen. Für das deutlich bessere System von ViewRanger hätte ich auch lieber jährlich was gezahlt als für das im Vergleich schlechtere oder ungünstigere von OA. Nun ja es ist Geschichte und jetzt muss man halt leben mit dem was da ist.

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