Neues Outdoor GPS Handgerät mit großem 4-Zoll Touchscreen Display wurde von Garmin vorgestellt. Das Allround Gerät für viele Aktivitäten verfügt neben dem großen Bildschirm auch über zahlreiche kleine und große Verbesserungen und Ergänzungen.

Auf der GPS Experience in Sölden hat Garmin drei neue Touchscreen Outdoor Geräte der High-End Klasse vorgestellt.

[Update]
Die hier gezeigten Garmin Montana Modelle sind veraltet. Neue Garmin Montana Geräte wurden bereits vorgestellt. Bitte schaue dir Montana 610 und 680 an.

Garmin Montana im Querformat
Garmin Montana im Querformat

Bei der neuen Montana Serie sticht vor allem der für Outdoor Geräte riesige Bildschirm ins Auge. Über 10 cm (4 Zoll) Bildschirmdiagonale lassen viel Raum für eine großzügige Kartendarstellung mit der man sich leicht orientieren kann. Über einen eingebauten Sensor wechselt das Display zwischen Hoch- und Querformat.

Die Montana Familie besteht aus:

  • Montana 600 – Einsteigermodell bereits mit den wichtigen Outdoor Extras wie elektronischem Kompass und barometrischem Höhenmesser ausgestattet. Einziger Unterschied zu den größeren Modellen ist die fehlende Kamera.
  • Montana 650 – Mittelklassemodell zusätzlich mit 5 Megapixel Kamera
  • Montana 650t – Top-Modell mit zusätzlich vorinstallierter topografischer Freizeitkarte im Maßstab 1:100.000

Ausstattung

Alle Modelle verfügen über ein 4-Zoll großes transreflexives TFT Touchscreen Display. Die Auflösung beträgt 272 x 480 Pixel (Oregon: 240 x 400 Px) und es werden bis zu 65.000 Farben dargestellt. Im Gegensatz zum 3-Zoll großen Display der Oregon Serie ist das ein Größengewinn von 33%. Die Auflösung wuchs um 13% in der Breite und 20% in der Höhe. Hier mal ein Vergleich zwischen den 3 Zoll vom Oregon und den 4 Zoll vom Montana.

Größenvergleich Oregon links und Montana rechts
Größenvergleich Oregon links und Montana rechts

Eine weitere Neuheit gibt es im Bereich Stromversorgung: Bisher wurden die Outdoor Geräte von Garmin mit Standard Batterien oder Akkus versorgt. Großer Vorteil dieser Lösung ist die preiswerte Stromversorgung und die leichte beschaffung von Ersatzbatterien – weltweit. Jetzt werden die Montana Modelle entweder mit 3 Standard AA Mignon Batterien oder Akkus versorgt oder mit einem im Lieferumfang enthaltenen speziellen Lithium-Ionen-Akkupack. Dieser Akku-Pack wird über die Micro-USB Buchse direkt im Gerät wieder aufgeladen. Die Akkulaufzeit gibt Garmin mit 22h bei Verwendung von AA-Batterien bzw. 16h beim Lithium-Ionen Akku an. Vorteile für den Li-Ion Akku sehe ich bei der Verwendung im Auto oder auf dem Motorrad. Unterbrechungen der Spannungsversorgung vom Fahrzeug können leicht über den Li-Ion Akkupack ausgeglichen werden. Im Outdoor Einsatz würde ich weiterhin auf AA-Akkus von Varta oder Eneloop zurückgreifen. Mit diesen beiden Typen habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht. Zur Navigationsgrundausstattung gehört ein hochempfindlicher GPS Empfänger. Um welchen Chipsatz es sich handelt teilt Garmin traditionell nicht mit. Auch barometrischer Höhenmesser und elektronischer, neigungsunabhängiger 3-Achsen Kompass gehören zur Ausstattung. In den internen Speicher, welcher bei allen Modellen mit 3 GB ordentlich groß bemessen ist können 200 Tracks mit 10.000 Punkten abgelegt werden. Ebenso 2000 Wegpunkte und 200 Routen. Der restliche Speicher kann mit allen gängigen Garmin Karten aufgefüllt werden. Und sollten die 3 GB voll sein kann Erweiterungsspeicher im microSD Format eingesteckt werden. Zahlreiche Anschlussmöglichkeiten stehen zur Verfügung: Etwa über microUSB-Anschluß zum Laden und zum Datenaustausch mit dem Computer. 3,5 mm Stereo-Klinkenbuchse für Audioausgabe. ANT+ für die drahtlose Anbindung von Zubehör wie etwa Brustgurt für die Herzfrequenzfunktion, Trittfrequenz-Sensor fürs Fahrrad oder Chirp fürs Geocaching.

Kamera und Geotagging

In den 650er Modellen ist eine 5-Megapixel Digitalkamera verbaut. Von der Qualität sollte diese im Bereich von Handy-Kameras liegen. Die Fotos werden direkt mit Informationen zum Aufnahmeort versehen. Es findet somit ein internes Geotagging statt. Über die PhotoNavigation genannte Funktion können Bilder mit Koordinaten als Navigationsziel dienen. Laut Garmin soll dies jetzt auch mit extern geocodierten Bilder möglich sein. Für Softwarebasiertes Geotagging kann wie immer die GPX Datei verwendet werden, welche vom Montana abgespeichert wird.

Autonavigation

Durch die Größe des Displays und die Möglichkeit der Audio Ausgabe über die 3,5 mm Stereo-Klinkenbuchse kann das Montana auch als Navigation im Auto oder Motorrad sinnvoll verwendet werden. Bisher konnten die Outdoor Geräte lediglich wenig hilfreiche Pieptöne von sich geben. Für optimale Navigation im Fahrzeug empfiehlt sich die Kfz-Saugnapf Halterung mit internem Lautsprecher aus dem Garmin Zubehörprogramm.

Preis und Lieferbarkeit

Alle drei Geräte sollen Ende Juni in den Handel kommen. Die empfohlenen Preise starten bei 499€ (Montana 600) gehen über 599€ (Montana 650) und enden bei 649€ für das Montana 650t.

Fazit und Empfehlung Garmin Montana

Mit dem Montana bietet Garmin ein echtes Allround-Talent an. Durch die Größe und die Audio Ausgabe besteht die Möglichkeit es zusammen mit City Navigator Karten als Fahrzeugnavigation einzusetzten. Für den Outdoor Einsatz ist es von der Robustheit bestens vorbereitet. Wenn einen die Größe und das Gewicht beim Wandern nicht stört ist es sicher das Gerät der Wahl. Wer auf die Kamera verzichten kann ist mit dem 600er Modell sehr gut bedient. Ansonsten geht meine Empfehlung eindeutig zum Montana 650. Die 50 Euro Aufpreis für die interne Karte kann man sich sparen und verwendet statt dessen lieber die deutlich detailliertere Karte vom OpenStreetMap Projekt. Diese Karte ist kostenlos und passt auf den internen Speicher oder eine zusätzliche microSD Karte.

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