Wenn du stürzt und nicht mehr selbst Hilfe holen kannst sollte das die Technik erledigen. Alles zum Tocsen Crash Sensor im Review.

Der Sensor am Helm erkennt den Crash und der Notruf geht per Smartphone raus.

Kurz gesagt ruft der Tocsen Crash Sensor so um Hilfe.

Der Tocsen ist damit direkter Mitbewerber vom ausführlich getesteten Specialized Angi Sensor.

Transparenzhinweis:
Das Testgerät wurde mir kostenlos und ohne Auflagen vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Tocsen Hardware

Der komplett Made in Germany entwickelte Sensor kommt von einem Start-Up Unternehmen aus Freiburg im Breisgau.

Der pinke (oder schwarze) Sensor hat einen Durchmesser von 3 cm bei einer Dicke von 1 cm.

Der Tocsen Sensor mit microUSB Buchse vor der Montage
Der Tocsen Sensor mit microUSB Buchse vor der Montage

Der fest eingebaute Akku wird über microUSB geladen und soll etwa 3 bis 4 Monate reichen.

Tocsen Montage am Helm

Das Tocsen System ist im Unterschied zum Specialized System offen für (fast) jeden Helm.

Du brauchst nur eine Fläche auf die du den Sensor kleben kannst.

Montage vom Tocsen Sensor auf dem Helm
Montage vom Tocsen Sensor auf dem Helm an einer groß genugen Fläche zwischen den Lüftungsschlitzen

Bei mir hat das bei einem ABUS Helm zügig und ohne Probleme geklappt.

Sensor mit Smartphone koppeln

Als nächstes steht die Verbindung zum Smartphone auf dem Programm. Lade die kostenlose App aus dem Store runter.

‎Tocsen
‎Tocsen
Entwickler: Tocsen
Preis: Kostenlos
Tocsen
Tocsen
Entwickler: Tocsen
Preis: Kostenlos

Dann musst du erst mal den obligatorischen Account bei Tocsen anlegen.

Dann muss Helm und Smartphone gekoppelt werden und die Notfallkontakte eingerichtet werden.

Blöde Sache an dieser Stelle: Deine Notfallkontakte müssen ebenfalls die Tocsen App installiert haben.

Einen Notfallkontakt in der Tocsen App anlegen
Einen Notfallkontakt in der Tocsen App anlegen

Andere Varianten (SMS und Co) sollen vielleicht später gegen zusätzliche Bezahlung als Premium Feature kommen.

Auf Tour mit dem Tocsen

Am Start der Tour musst du den Helm „wachrütteln“ und die App starten.

Du kannst wählen, ob die Sturzerkennung versuchen soll zu erkennen ob du Rad fährst oder einfach bei jedem Sturz einen Notruf raus schickt.

Dabei weist dich die App darauf hin, wenn dein Telefon zu leise gestellt ist. Du musst fast voll aufdrehen, damit die App zufrieden ist.

Smartphone Lautstärke aufdrehen
Smartphone Lautstärke aufdrehen

Sturz mit Tocsen

Kommt es zum Sturz schlägt das Telefon laut Alarm. Wenn es sich um einen Fehler handelt, kannst du jetzt noch abbrechen. Ansonsten geht der Notruf an deine Kontakte raus.

Ein Sturz wurde erkannt und ein Notruf wurde abgesetzt
Ein Sturz wurde erkannt und ein Notruf wurde abgesetzt

Als Besonderheit werden auch alle anderen Tocsen Nutzer in der Gegend über dein Problem informiert. Vielleicht kann ja jemand bei dir vorbei kommen und erste Hilfe leisten.

Was passiert im Funkloch?

Tocsen bietet dazu den Wieder-Zuhause-Timer an.
Das ist der digitale Zettel am Kühlschrank mit der Uhrzeit deiner geplanten Rückkehr.

Der Tocsen Wieder-Zuhause-Timer
Der Tocsen Wieder-Zuhause-Timer

Du stellst die geplante Dauer deiner Ausfahrt oder die Ankuftszeit ein und startest die Fahrt. Wenn du jetzt im Funkloch stürzt und es damit nicht innerhalb der eingestellten Zeit schaffst, die Tour zu beenden, dann werden die Notfallkontakte benachrichtigt.

Persönliches Fazit

Montage und Erkennung sind sehr gut. Das gute daran ist, dass du nur den Helm wachrütteln und die App starten musst. Ein getrenntes aktivieren vor jeder Fahrt ist nicht notwendig.

Tocsen Crash Sensor am Helm und App auf dem Smartphone
Tocsen Crash Sensor am Helm und App auf dem Smartphone

Doof finde ich, dass jeder Notfallkontakt auch die App installiert haben muss.
Die Umfeld Benachrichtigung ist eine super Idee. Dazu muss aber noch die Verbreitung drastisch steigen.

Was sagst du zum Tocsen Crash Sensor? Schreib mir doch mal bitte deine Meinung in die Kommentare.

2 Kommentare, sei der Nächste!

  1. Ich persönlich finde die Methodik beim Garmin Edge Explore bzw. Garmin Edge 1030 deutlich besser. Da wird der Notruf als normale SMS mit der Position des Unfalls versendet. In der SMS ist ein Link, so dass jeder, der die SMS erhält sehen kann, wo sich das Opfer befindet.
    Eine extra App für den Empfänger ist nicht notwendig.

  2. Sofern das Handy während der Tour noch für z.B. Fotos verwendet wird verliert der Tocsen teils die Bluetooth Verbindung, was nicht direkt ersichtlich ist. Das ganze System ist nicht ausgereift, man kann sich einfach nicht darauf verlassen dass es im Falle des Unfalls tatsächlich funktioniert. Die App beim Kontakt nervt völlig. Der Akku des Sensors hält meines Erachtens im Betrieb keine 4 Stunden durch. Schade, sonst eine super Idee.

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