Notruf absetzen. Nachrichten senden und empfangen. Alles ohne Mobilfunknetz. Was du über das 2-Wege Satelliten Kommunikationssystem Garmin inReach Mini wissen musst hier im ausführlichen Review.

Sicherheit beim Radfahren, auf Outdoor Touren oder Expeditionen ist wichtig.

Wenn mal was schlimmeres passiert, will man zuverlässig Hilfe holen können.

In Deutschland ist das Mobilfunk Netz gerne mal löchrig, etwa im bayerischen Wald. Man muss also gar nicht an entlegene Winkel der Erde denken. Schwarzwald, Alpen und Co genügen um ohne Handy-Netz dazustehen.

Mit dem Garmin InReach Mini 2-Wege Satelliten Kommunikationssystem bleibst du in Kontakt – überall auf der Welt.

Dazu werden Iridium Satelliten genutzt. Das vom GPS System unabhängige System besteht aus 66 Satelliten, die so um die Erde kreisen, dass jederzeit und an jedem Ort eine Verbindung möglich ist.

Transparenzhinweis:
Das Testgerät wurde mir vom Hersteller kostenlos und ohne Auflagen zur Verfügung gestellt. Um einen Dienst-Vertrag musste ich mich selbst kümmern.

InReach Mini Highlights

Folgende Hauptfunktionen werde ich mir im Praxistest genauer anschauen:

  • SOS Notruf
  • Nachrichten Versand und Empfang
  • Tracking
  • Basis Navigation
Der Garmin inReach Mini 2-Wege-Satelliten Kommunikator
Der Garmin inReach Mini 2-Wege-Satelliten Kommunikator

Hardware vom inReach Mini

Mit 5,17 x 9,9 x 2,61 cm und einem (nachgewogenen) Gewicht von 96 Gramm (ohne Befestigung) ist der Garmin InReach Mini richtig kompakt und belastet das Outdoor Gepäck kaum.

Auf der Vorderseite gibt es ein hervorragend ablesbares schwarz/weiß Display mit 2,3 x 2,3 cm Größe und einer Auflösung von 128 x 128 Pixel.

Die Bedienung erfolgt ohne Touchscreen nur über 6 Tasten. Die Tasten haben einen klaren Druckpunkt und lassen sich auch mit Handschuhen noch bedienen.

Gut erreichbare Tasten am inreach Mini
Gut erreichbare Tasten am inreach Mini

An der einen Seite hoch und runter, an der anderen Seite Bestätigen und Zurück.

An der Oberseite ragt neben der Power Taste die charakteristische Iridium Antenne aus dem Gehäuse.

Die Iridium Antenne oben am inReach Mini
Die Iridium Antenne oben am inReach Mini

Hinter einer Schutzabdeckung befindet sich die SOS Notruf Taste.

Insgesamt macht die Hardware vom Garmin InReach Mini einen extrem hochwertigen Eindruck. Alles wirkt wie aus einem Guss und ist sehr robust.

Stromversorgung und Akkulaufzeit

Im InReach Mini ist ein Li-Ion Akku fest eingebaut.

Geladen wird über die hinter einer Gummiabdeckung liegende microUSB Buchse.

MicroUSB Buchse hinter einer Schutzkappe
MicroUSB Buchse hinter einer Schutzkappe

Bei der Akkulaufzeit kommt es stark auf deine Nutzungsart an. Am meisten Strom braucht das Tracking – neben der Displaybeleuchtung natürlich.

Für mich ist der InReach ein reines Kommunikations- und Notruf-System.

Ohne jegliches Tracking und bei gelegentlichem Nachrichten Versand und Empfang reichte bei mir eine Akkuladung problemlos eine Woche bei täglich 8 Stunden Betrieb. Insgesamt hast du etwa 60 Stunden für deine Sicherheit und Kommunikation.

Befestigung vom inReach Mini

An der Rückseite gibt es ein Gewinde im Gehäuse. Daran kannst du eine Schlaufe für den Karabinerhaken befestigen oder eine Schiene schrauben, um den InReach Mini wie andere Garmin Outdoor Geräte an der Fahrradhalterung zu befestigen.

Garmin Schiene für Lenkerbefestigung
Garmin Schiene für Lenkerbefestigung

Zur Sicherung gibt es noch eine Öse für die Fangleine.

Garmin inReach Mini mit Sicherheitskarabiner am Bike Rucksack befestigt
Garmin inReach Mini mit Sicherheitskarabiner am Bike Rucksack befestigt

Der Karabinerhaken entspricht leider nicht der restlichen Qualität.

Nach wenigen Wochen war die Feder bereits ausgeleiert und hat nicht mehr sicher geschlossen.

Ein neuer Karabiner mit Sicherung aus dem Kletterbedarf* hält seit dem den InReach an meinem Bike Rucksack.

InReach Vertrag

Neben der Hardware, für die du rund 300 Euro einplanen kannst, brauchst du noch einen Vertrag für die Sat-Dienstleistungen, ähnlich deinem Mobilfunkvertrag.

Für den InReach kannst du zwischen den Anbietern Garmin und Protegear wählen.

Es gibt flexible Modelle, bei denen du nur in den Monaten oder sogar Wochen zahlst, in denen du auch den Dienst benötigst. Oder du buchst einen Jahresvertrag und musst dich nicht mehr um An- und Abmelden kümmern.

Auswahl des passenden Servicevertrags für den inReach Mini
Auswahl des passenden Servicevertrags für den inReach Mini

Letzterer kostet dich in der Basis Ausstattung etwa 200 bis 250 Euro.

In einem getrennten Artikel werde ich noch genauer auf die beiden Anbieter und Dinge die du bei er Vertragswahl beachten solltest eingehen.

EarthMate App für inReach

Speziell für die Kommunikation mit dem inReach gibt es die kostenlose EarthMate App für Android und iPhone.

Earthmate
Earthmate
Preis: Kostenlos
Earthmate
Earthmate
Entwickler: DeLorme
Preis: Kostenlos
InReach Mini mit EarthMate App verbunden
InReach Mini mit EarthMate App verbunden

Wichtig ist die App, um geänderte Nachrichten und Einstellungen vom Garmin Explore Portal auf den inReach zu bekommen.

Die beste Funktion ist der Nachrichten-Teil. Empfangene Nachrichten bequem lesen, freie Textnachrichten komfortabel verfassen und abschicken.

Leider habe ich keine Möglichkeit gefunden, die drei vordefinierten Nachrichten zu verschicken.

Nachrichten mit Earthmate auf dem inReach Mini verwalten, lesen und senden
Nachrichten mit Earthmate auf dem inReach Mini verwalten, lesen und senden

Auch eine Vertragsverwaltung über die App wäre super praktisch um unterwegs den Freedom Tarif zu aktivieren oder in den Ruhemodus zu versetzen. Geht zwar im Prinzip auch per Smartphone-Browser; leider kann Garmin keine Webseiten für Smartphones programmieren.

EarthMate Tracking und Routen sowie die Vertragsverwaltung per Smartphone Browser
EarthMate Tracking und Routen sowie die Vertragsverwaltung per Smartphone Browser

Hier sollte Garmin schleunigst nachbessern!

Den Rest der EarthMate App finde ich unübersichtlich und kompliziert zu bedienen – vor allem die Karte. Deshalb nutze ich es nicht.

SOS Notruf via Satellit

Die extra Portion Sicherheit – dafür kauft man sich ein Iridium Satelliten-Kommunikationssystem.

Hast du einen Unfall oder brauchst Hilfe, öffne die Klappe an der Seite und drücke für 3 Sekunden die SOS Taste.

Der SOS-Knopf hinter seiner Schutzkappe
Der SOS-Knopf hinter seiner Schutzkappe

Jetzt verbindet sich der InReach mit den Satelliten und setzt den Notruf mit deinen aktuellen Koordinaten ab. Das versucht er so lange, bis eine Erfolgsmeldung kommt.

Der Notruf geht zum GEOS Zentrum in Texas, die sich um die Koordination der Rettungsmaßnahmen kümmern und bis zum eintreffen der Rettungskräfte mit dir in Kontakt bleiben.

Im Falle eines Falles holt der inReach Mini Hilfe
Im Falle eines Falles holt der inReach Mini Hilfe

Solche Sachen probiert man nicht einfach mal aus. Da ich keinen Test-Notruf organisieren konnte, muss ich mich darauf verlassen.

Nachrichten versenden und empfangen

Der Garmin InReach Mini ist ein 2-Wege Satelliten Kommunikationssystem. Also geht es nicht nur darum einen Notruf abzusetzen, sondern auch um das senden und empfangen von „normalen“ Nachrichten zu Freunden und zur Familie.

Nachrichteneingang auf dem Garmin inReach Mini
Nachrichteneingang auf dem Garmin inReach Mini

Folgende Möglichkeiten bietet das InReach System:

  • Versand vordefinierter Nachrichten
  • Standard Nachrichtentexte
  • Freie Nachrichten verschicken
  • Antworten empfangen

Am liebsten nutze ich vordefinierte Nachrichten. Geht super schnell, dein Gegenüber hat ein „Lebenszeichen“ mit Position und es ist kostenlos. So schaut das abschicken auf dem inReach Mini aus:

Mit wenigen Tastendrücken ist eine Vorlage verschickt
Mit wenigen Tastendrücken ist eine Vorlage verschickt

Und so kommt das per SMS oder E-Mail an:

SMS und E-Mail mit der vordefinierten Nachricht vom inReach
SMS und E-Mail mit der vordefinierten Nachricht vom inReach

Ein Klick auf den Link und der Empfänger sieht deine Position und kann dir gleich antworten.

Position aus einer vordefinierten Nachricht und Antwortfeld rechts
Position aus einer vordefinierten Nachricht und Antwortfeld rechts

Die Möglichkeiten und Fragestellungen sind so vielfältig, dass ich einen getrennten Artikel mit Infos, Tipps und Tricks zum Thema inReach Nachrichten schreiben werde.

Nur soviel vorab: Die 2-Wege-Kommunikation mit den vordefinierten Nachrichten hat insbesondere über SMS sehr gut funktioniert.

InReach Mini Tracking

Um deine zurückgelegte Strecke archivieren zu können kannst du die Position in regelmäßigen Abständen speichern.

Die Trackpunkte kannst du per Satellit ins Explore Online Portal senden oder im Gerät speichern.

In den Einstellungen wählst du die Häufigkeit vom Tracking, getrennt nach Sendeintervall und Protokollintervall.

Die beiden inReach Mini Tracking Optionen
Die beiden Tracking Optionen: Sendeintervall und Protokollintervall

Das Sende-Intervall solltest du mit Bedacht wählen, schließlich kostet die Übertragung jedes Trackpunkts in den meisten Tarifen Geld.

Auch beim internen Tracking solltest du nicht übertreiben. Der Speicher im Gerät ist begrenzt und häufige Aufzeichnung geht stark auf die Akkulaufzeit.

Die Daten findest du anschließend im Explore online Portal und der EarthMate App.
Auch eine iframe Seite und ein KLM-Feed stehen zum Einbau in die eigene (Expeditions-) Webseite bereit.

Tracking vom inReach: Feinere interne Aufzeichnung und grobe per Sat übertragene Linie
Tracking vom inReach: Feinere interne Aufzeichnung und grobe per Sat übertragene Linie

Der Export als GPX-Datei aus den Garmin Anwendungen ist katastrophal gelöst – es wird immer alles sichtbare in die GPX-Datei geschrieben.

Statt einfach einen Track auszuwählen und per Export Schaltfläche den Track zu bekommen musst du über die Filter so lange rumprobieren bis nur noch der gewünschte Track übrig bleibt. Erst dann kannst du exportieren.

Was für Garmin Nutzer normal ist, GPS Gerät an den Computer anschließen und Tracks per Explorer kopieren geht beim inReach Mini nicht. Da erkennt man die Handschrift von DeLorme, dem eigentlichen Entwickler, bevor Garmin die Firma gekauft hat.

Wegen des Stromverbrauchs und der schlechten Erreichbarkeit der Aufzeichnungen verzichte ist komplett auf das interne Tracking.

Die Präzision der Track-Punkte war im Test sehr gut. Auch der Versand über Satellit klappte selbst bei flotter Fahrt zeitnah und zuverlässig.

Navigation mit inReach Mini

Die Möglichkeiten der inReach Mini Navigation beschränken sich auf Zielführung zu einem Wegpunkt, Routenführung und TrackBack.

Wegpunkte kannst du im inReach anlegen, von Earthmate importieren oder über das Garmin Explore Portal synchronisieren. Maximal sind 500 Wegpunkte möglich.

Nach der Auswahl vom Wegpunkt wirst du so lange du dich bewegst mit Pfeil und Entfernung zum Ziel geführt.

Wegpunkt Navigation mit Garmin inReach Mini
Wegpunkt Navigation mit Garmin inReach Mini

Ist okay, um das Zelt bei Nebel, dein geparktes Auto oder ähnliche Orte wieder zu finden.
Für mehr aber auch nicht.

Routen Navigation funktioniert im Prinzip gleich, nur dass es nicht eine lange gerade Strecke gibt, sondern das Luftlinien Routing mit Zwischenpunkten feiner geht. Im inReach Mini kannst du bis zu 20 Routen ablegen.

TracBack mit dem Garmin inReach Mini am Fahrrad
TracBack mit dem Garmin inReach Mini am Fahrrad

TrackBack führt dich entlang der aufgezeichneten Strecke mit einem Richtungspfeil zum Startpunkt zurück. Klappt ganz gut. Nachdem ich aber nicht aufzeichne (siehe Tracking Abschnitt), kann ich auch nicht zurück geführt werden

Verbindung zu anderen Garmin Geräten

Über die ANT Schnittstelle kannst du deinen InReach fernsteuern. Während der Sat-Sender gut geschützt beispielsweise im oberen Rucksack-Fach bleibt, hantierst du nur mit dem GPS Gerät am Lenker oder der Uhr am Handgelenk.

Verbindung via ANT+ zwischen Garmin GPSmap 66st und inReach Mini
Verbindung via ANT+ zwischen Garmin GPSmap 66st und inReach Mini

Getestet habe ich die InReach Fernsteuerung in Verbindung mit einem Garmin GPSmap 66st, einer Fenix 5 Plus und einer Garmin Forerunner 945.

Aktiviere erst mal im InReach die ANT Verbindung.

Anschließend suchst du vom anderen Gerät aus den InReach.

InReach Steuerelemente im Garmin GPSmap 66st
InReach Steuerelemente im Garmin GPSmap 66st

Größte Hürde: Die Verifizierung
Die war bei meinem inReach standardmäßig aktiv.
Damit wurde zwar eine Verbindung angezeigt. Bei einige Funktionen schaute es so aus, als ob sie ausgelöst wurden. Tatsächlich passiert ist aber nichts! Sobald ich durch simples ausprobieren mal die Verifizierung ausgeschaltet hatte, klappte es.
Weder im GPSmap noch im InReach Handbuch steht irgendwas zur Verifizierung drin.

GPSmap 66 – inReach Verbindung

Im GPSmap fügst du dem Hauptmenü das Element InReach Fernbedienung hinzu.

Anschließend steht die Verbindung sehr schnell.

Garmin GPSmap 66st mit inReach Mini gekoppelt
Garmin GPSmap 66st mit inReach Mini gekoppelt

Über die InReach Seite kannst du den Notruf ansetzen, vorbereitete Nachrichten verschicken und das Tracking starten und beenden.

InReach – Forerunner 945 Verbindung

Bei Garmin Wearables hast du noch mehr Möglichkeiten.

Garmin Forerunner 945 mit inReach Mini gekoppelt
Garmin Forerunner 945 mit inReach Mini gekoppelt

Erstens kannst du die InReach Steuerung in die Widgets aufnehmen.

Da du während einer Aktivität da nicht rankommst, kannst du die InReach Steuerung auch als Aktivitäten Seite aufnehmen.

Garmin Forerunner 945 mit inReach Mini gekoppelt
Garmin Forerunner 945 mit inReach Mini gekoppelt

Auf den Garmin Uhren steht dir Notruf ansetzen, vorbereitete Nachrichten verschicken und das Tracking starten und beenden zur Verfügung.

Zwischenfazit inReach Verbindung

Hat man das mit der Verifizierung erst mal kapiert, klappt die Fernbedienung gut. Allerdings bei recht verzögerter Bediengeschwindigkeit.

Bis etwas passiert dauert es immer etwas. Da erkennt man, dass ANT nicht für so eine Art der Nutzung gedacht ist.

Garmin inReach Mini Erfahrungen

Schickst du eine vorbereitete Nachricht, während der GPS Empfang noch nicht vorhanden ist, bekommst du eine Meldung.

Diese inReach Meldung unbedingt wegdrücken
Diese inReach Meldung unbedingt wegdrücken

Soweit super. Ist ja kein Problem, wenn die Nachricht erst einen Moment später rausgeht.
Lässt du die Meldung aber einfach stehen, geht die Nachricht nie raus.
Du musst einmal zurück drücken und siehst sie dann im Nachrichtenausgang. Von dort wird sie verschickt sobald GPS Empfang vorhanden ist.

Stärken
  • Nachrichtenversand und Empfang
  • Robuste Hardware
  • Verbindung zu anderen Geräten
Schwächen
  • Explore Portal
  • komplzierte EarthMate App

InReach Mini kaufen – ja oder nein?

Wenn du die extra Portion Sicherheit auf deinen Touren dabei haben möchtest, ist ein inReach Mini Gerät genau richtig.

Auch die tägliche Kommunikation via Satellit klappt zügig und zuverlässig.
Tracking ist okay, Navigation nur minimalistisch.

Persönliches Fazit

Als Notrufsystem 2-Wege Kommunikationsgerät abseits von Mobilfunknetzen ist der inReach super.

Dank der vordefinierten Meldungen mit Standort ist die Familie immer über Position und Zustand informiert.

Tracking und Navigation können andere GPS Geräte allerdings viel besser. In sofern ist es nur eine Ergänzung, kein Ersatz.

Für mich gehört der inReach Mini zur reinen Sicherheitsausstattung. Navigation sollte ein getrenntes Gerät übernehmen.

4 Kommentare, sei der Nächste!

  1. Hi, toller Bericht, der sich weitgehend mit meinen Erfahrungen deckt. Ich verwende den inReach Mini viel und regelmäßig in den Bergen. Ergänzen möchte ich, dass sich zumindest bei meinem Gerät die Kommunikation schon ordentlich verzögern kann. Das mag an engen Felsschluchten, Bäumen oder sonst was liegen. Meine Einstellungen sind so, dass mein Mini alle zehn Minuten die Position über den Satelliten an den Server schickt. Ich habe mir die Rechnung fürs erste Monat im Detail angesehen: Über 80% der Positionsangaben gingen innerhalb von 2 Minuten raus. Eine Positionsangabe hat mehr als 8 Minuten auf den Austausch mit dem Satelliten gewartet.

    • Systembedingt gilt : Um eine einwandfreie, unterbrechungsfreie Kommunikation mit Iridium sicherzustellen, darf kein Objekt ab einem Höhenwinkel von 8,2° die Sicht zum Himmel stören.  In einer sehr tiefen Schlucht, in der nur im Zenit uneingeschränkte Sicht zum Himmel besteht, ist im schlimmsten Fall  über 120 Minuten keine Kommunikation möglich.

      Ich bin auch viel in den Bergen (schweizer voralpen und alpen) unterwegs, aus obigen gründen habe ich bis anhin auf die anschaffung eines inreach mini verzichetet. Deine Erfahrung Gottfried ,mit 2 bis max 8min ,lassen mich aber wieder hoffen, in was für Gelände/Gebiet bist Du so unterwegs?

      • Das mit den 8,2° gilt für unterbrechungsfreie Telefongespräche. Um eine kurze SMS abzusetzen muss ja nicht der nächste Sat am Horizont auftauschen bevor der letzte verschwindet. In einer Klamm habe ich nicht getestet. Aber in der städtischen Häuserschlucht und „normalen“ Tälern.

      • Wow, so technisch habe ich mir das noch nie angesehen! Also, ich bin sowohl unter- wie oberhalb der Waldgrenze unterwegs. Seit ich den inReach Mini verwende, war dies stets in Österreich. Enge Täler oder Klettereien in einer höheren Wand stellen meines Erachtens eine Einschränkung für die Satelliten-Kommunikation dar. Das ist aber nicht überraschend.

        Ich habe mir noch ein paar Monatsabrechnungen angesehen. Es gibt keine Sendeverzögerung von mehr als 10 Minuten!

        Seit ich von einem Schneebrett auf einer einsamen Skitour mitgenommen wurde und keinen GSM-Empfang hatte, habe ich das Gerät mit dabei. Bei meinem Schneebrett hatte ich unglaublich viel Glück, da will ich künftig besser vorbereitet sein. Die Idee ist, dass über das Internet meine letzte Position jederzeit abrufbar ist. Neben der Möglichkeit, via SOS-Knopf einen Notruf absetzen zu können, wird damit das Suchgebiet im Notfall dramatisch eingeschränkt. Ein tagelange und manchmal gar erfolglose Suche, wie sie immer wieder in den Medien berichtet wird, soll damit vermieden werden.

Dein Kommentar zum Artikel

Bitte Kommentar eingeben!
Bitte Namen eingeben!