Garmin Charge Power Pack – Edge Zusatzakku im Praxistest

Mehr Akkulaufzeit für deinen Garmin Edge 1030. Mit dem spezial Charge Power Pack kannst du die Laufzeit verdoppeln. Alle Fakten im Review

Veröffentlicht: 29. März 2018
Letzte Aktualisierung: 2. Mai 2020
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Die Akkulaufzeit begrenzt das Radfahr-Vergnügen – nicht nur beim eBike sondern auch durch den GPS-Radcomputer.

Um nicht mit leerem Akku zu stranden kannst du die Laufzeit mit einem speziellen Power Pack verlängern.

Von Garmin gibt es für Edge Radcomputer den externen Akkupack „Charge Power Pack„, den ich dir in diesem ausführlichen Test genauer vorstellen werde.

Transparenzhinweis:
Das Testgerät wurde mir auf meine Anfrage hin vom Hersteller kostenlos und ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt. Der Testbericht spiegelt meine eigene Meinung und Erfahrung mit dem Produkt wieder.

Edge Akkupack Highlights

Ein Zusatzakku mit rund 3.000 mAh für 120 Euro.

Was rechtfertigt den hohen Preis gegenüber einem normalen Zusatzakku mit vergleichbarer Leistung für rund 20 Euro?

Garmin Akkupack in der Edge Fahrradhalterung
Garmin Akkupack in der Edge Fahrradhalterung

Befestigung und Anschlüsse machen den Unterschied.
An der Aero-Halterung, unter dem Edge befestigt, versorgt der Power Pack die Navigation durch Halterung und Befestigung mit Zusatzpower.

Garmin Edge 1030 und der Zusatzakku in der Aerohalterung
Garmin Edge 1030 und der Zusatzakku in der Aerohalterung

Technische Daten Edge Akku

Der Garmin Charge Power Pack hat eine Größe von ca. 9,5 x 6 x 2,3 cm und wiegt (nachgewogene) 132 Gramm. Gegen Wasser und Dreck ist er nach IPx7 Norm (mehr zu IP Normen) geschützt.

Laut Datenblatt besitzt der Garmin Charge Power Pack eine Kapazität von 3.100 mAh.

Über die Kontakte liefert der Akku maximal 1 Ampere, über die USB-Buchse bis zu 2,4 Ampere.

Im Test konnte ich bei konstant 1 A Entladestrom eine Kapazität von 3.192 mAh bzw eine Energie von 15,8 Wh messen. Also mehr als im Datenblatt versprochen wird.

Messung der Garmin Charge Powerbank Kapazität
Messung der Garmin Charge Powerbank Kapazität

Die Ladestrategie ist ganz einfach. Erst lädt der Zusatzakku den internen Edge Akku bzw nutzt den Strom aus dem externen Akku. Zum Schluss hat man den vollen Edge 1030 Akku, der im ausführlichen Praxistest 15 bis 18 Stunden hielt.

Geladen wird der Zusatzakku über microUSB. Ein passendes Netzteil mit verschiedenen Internationalen Adaptern liegt bei. Natürlich kann auch mit jedem vorhandenen Ladegerät aufgefüllt werden.

Mitgeliefertes Ladegerät für den Akkupack
Mitgeliefertes Ladegerät für den Akkupack

Neben der microUSB Buchse zum laden befindet sich eine Standard USB-Buchse mit der der Garmin Akku zur normalen PowerBank wird.

Zwei USB-Anschlüsse am Garmin Akkupack
Zwei USB-Anschlüsse am Garmin Akkupack

Montage vom Charge Power Pack

Um den Edge Akkupack am Fahrrad nutzen zu können muss die Aerohalterung aus dem Edge 1030 Lieferumfang umgebaut werden. Alle dafür notwendigen Teile liegen dem Akku bei.

Entferne mit dem kleinen Schlüssel das Inlay und schraube die Befestigung mit dem Hebel rein. Das war schon der ganze Umbau. Alles ist auch im Handbuch gut beschrieben.

Austausch der Edge Halterung in der Aero-Basis
Austausch der Edge Halterung in der Aero-Basis

Jetzt kannst du den Akku von unten in die Halterung stecken und mit dem Hebel verriegeln. Oben siehst du die 5 Kontakte, auf die du den Edge drückst und ebenfalls mit einem Hebel sicherst.

Befestigung von Akkupack und Edge 1030 über zwei Hebel
Befestigung von Akkupack und Edge 1030 über zwei Hebel

Die Reihenfolge zwischen Akku und Edge ist dabei übrigens egal.

Akkupack mit anderen Edge Geräten

Durch die Kontakte in der Halterung macht der Garmin Charge Pack zusammen mit dem Edge 1030 am meisten Sinn.

Adapterkabel für ältere Edge Modelle
Adapterkabel für ältere Edge Modelle (Foto: Garmin)

Für ältere Edge Modelle wie Edge 520, Edge 820 oder Edge 1000 bietet Garmin ein spezielles Adapterkabel* an.

Mit speziell gewinkelten Steckern ergibt das eine ordentliche Verkabelung zwischen Akkupack und GPS-Radcomputer.

Edge Akkupack Erfahrungen

Einen komplett leeren Garmin Edge 1030 konnte ich mit dem Charge Power Pack wieder vollständig aufladen. Anschließend war sogar noch etwas im externen Akku drin. In sofern ist eine Verdoppelung der Akkulaufzeit mehr als realistisch.

Status LEDs zeigen Akkupack Füllstand an
Status LEDs zeigen Akkupack Füllstand an

Die Aero-Halterung muss richtig fest am Lenker sitzen. Sonst verdreht der Akku mit seinem doch recht hohen Gewicht die Halterung.

Stärken
  • einfache Montage
  • lange Laufzeit

Schwächen
  • Gewicht
  • Preis

Charge Power Pack kaufen – ja oder nein?

Der eingebaute Akku vom Edge 1030 ist so gut, dass aktuell nur sehr selten der Wunsch nach mehr Akkulaufzeit aufkommt.

Wenn du mehrtägige Touren ohne die Möglichkeit zum nachladen planst oder gar an Langstrecken Rennen teilnimmst, dann ist der Akku was für dich.

Für alle anderen wird der Akku spannend, wenn in ein paar Jahren der interne Akku schwächer wird. Nachdem ein Austausch durch das verschweißte Gehäuse nicht möglich ist, kann so die Lebensdauer des Edge 1030 verlängert werden.

Fazit Garmin Charge Power Pack Praxistest

Fazit Garmin Charge Power Pack Praxistest
  • Funktion
  • Verarbeitung
  • Bedienung
  • Preis
4.5

Zusammenfassung

Das Handling vom externen Garmin Akkupack ist schon genial. Nach kurzer, problemloser Montage ist der Akku schnell unter den Edge geschnallt und versorgt ihn durch die Halterung sicher mit Strom. Nur der Preis ist ganz schön knackig.

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16 Gedanken zu „Garmin Charge Power Pack – Edge Zusatzakku im Praxistest“

  1. Momentan habe ich den 1030 mit dem originalen Aerohalter zwischen den Profile T2 Lenkerauflagen montiert. Da der Garmin drehend eingeclipst werden muss, steht er etwas steil, aber noch ablesbar. Wie funktioniert die Montage mit dem Zusatzakku? Gerade auflegen und Hebel drehen? Das wäre für mich ein Kaufargument für den teuren Zusatuakku.

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  2. Habe mir den Zusatzakku bestellt, funktioniert super, knapp 60€ für einen reinen Halter war mir doch zu teuer. Bin gespannt, wie sich der Akku auf meiner 600 km-Tour nach Hamburg schlägt.

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  3. Was ich ein bissl schwierig finde, ist, dass der Garmin sich bei mir nur mit viel Kraftaufwand befestigen lässt, wenn ich den Hebel betätige. Ist das bei euch auch so? Ich habe ein paar Berichte gelesen, bei denen die kleinen Nasen an der Halterung abgebrochen sind. Da macht mir etwas Gedanken darüber. Wenn ich die normale Halterung nehme, in die ich den Garmin ja reindrehe, dann habe ich das Problem nicht, d.h. hier geht es relativ leicht.

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  4. Für Langstrckenfahrer ist das Akku-Pack super. Bin letztes Jahr einen 1000er Brevet gefahren, Edge 1030 mit dem Garmin Charge™-Strompack. Teilweise Navigation als Anzeige oder im Hintergrund, Beleuchtung 10% (falls Akku-Pack angeschlossen und Ladevorgang aktiv, blieb die Beleuchtung an). Fahrtdauer ca. 40 Stunden, Aufzeichnungsdauer ca. 45 Stunden (Display blieb gesamte Dauer an). Am Ende hatte ich noch eine Restkapazität von 59% beim Edge.

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  5. Genau! Es fehlt bei der Befestigung des 1030 eine Bestätigung und es geht relativ schwer. Beim ersten Mal hatte ich schon Bedenken bzgl. Haltbarkeit. Am Ende müßte ein einrasten oder ähnliches erfolgen. Da funktioniert die Befestigung des Akku schon besser.

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  6. Hat schon einmal jemand die Belegung der Pins gemessen und könnte sagen, wie Plus und Minus verteilt sind? Vielleicht könnte man Federkontakte in eine normale Halterung Löten und den Garmin beispielsweise am Lichtausgang vom Steps oder jeder anderen 5 V Stromquelle laden.

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    • Könnte es natürlich nicht abwarten: Wenn man von hinten auf den Garmin schaut, ist auf 2 Uhr Plus und auf 8 Uhr Minus. Die übrigen Kontakte scheinen nicht belegt zu sein. Man kann den Garmin wohl nur in einer Position laden

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      • „Man kann den Garmin wohl nur in einer Position laden“. Verstehe ich nicht. Was meinst du damit?
        Hast du es getestet, ob an diesen zwei Pins ein Ladevorgang startet?

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  7. An den beiden Pins lädt der 830 am Labornetzteil bei 5V genauso gut, wie am Stecker. Da nur bei 2 Kontakten was passiert, kann man den Garmin nicht umdrehen, das meinte ich mit: Lädt nur in einer Position. Ich warte auf die Federkontakte und teste dann mal am Lichtausgang vom Shimano-Steps.

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