Welches Navigationssystem ist das richtige fürs Fahrrad?
- Smartphone mit App wie etwa komoot, LocusMap, OsmAnd
- GPS-Navigation von Garmin, Wahoo, Sigma & Co
- Navigation vom eBike wie etwa Bosch smart System
Die Antwort fällt schwerer aus, als du vielleicht denkst – denn die drei großen Lösungen spielen ihre Stärken an ganz unterschiedlichen Stellen aus.
Drei Kandidaten treten an
In meinem neuen Video lasse ich drei Systeme gegeneinander antreten: komoot auf dem Smartphone, den Garmin Edge 1050 als Vertreter der klassischen GPS-Radcomputer und die Bosch eBike Flow App auf dem Kiox 500.
Navigieren können alle drei. Aber der Weg dorthin und der Komfort unterwegs unterscheiden sich deutlich.
Diese Punkte entscheiden
Bevor es auf die Testfahrten geht, zeige ich dir die harten Fakten:
- Befestigung und Positionierung am Rad
- Signaltöne und Sprachansagen bei Abzweigungen
- Ablesbarkeit des Displays in der Sonne und im Schatten
- Stromversorgung und Akkulaufzeit
- Routenplanung zu Hause am Rechner und unterwegs
- Offline-Funktionalität ohne Mobilfunknetz
- Kosten für Anschaffung, Halterung und Abos
Gerade beim Thema Offline gibt es einen Unterschied, der auf einer langen Tour abseits der Zivilisation schnell zum echten Problem werden kann. Und bei der Ablesbarkeit lohnt sich ein Blick ins Datenblatt: Ein einzelner Wert entscheidet darüber, ob du dein Smartphone bei Sonne überhaupt noch erkennst.
Drei Probefahrten
Im zweiten Teil nehme ich dich mit auf drei Testrunden – eine pro System. Du siehst, wie die Karte jeweils dargestellt wird, wie die Abbiegehinweise kommen und wie gut du dich unterwegs auf der Karte orientieren kannst. Besonders spannend wird es, wenn ich absichtlich eine Abzweigung verpasse: Genau bei der Neuberechnung zeigen sich die größten Unterschiede zwischen den drei Systemen.
Ein klarer Sieger?
So einfach macht es mir dieser Vergleich nicht. Dafür sind die Geräte zu unterschiedlich, und es kommt sehr stark auf deinen Einsatzzweck an: sportlich unterwegs, gemütlich auf Tagestouren oder mit dem eBike. Eines lässt sich aber festhalten – das klassische GPS-Gerät wird inzwischen von zwei Seiten in die Zange genommen.
Wie ich die Stärken und Schwächen im Detail bewerte und wo ich meinen persönlichen Favoriten sehe, erfährst du im Video. Hier interessiert mich allerdings, womit navigierst du auf deinen Touren? Oder überlegst du gerade, das System zu wechseln? Schreib es mir gerne unten in die Kommentare.
Wenn du einen älteren Garmin Edge fährst, solltest du jetzt aufpassen. Beim Thema Kartenupdates gibt es eine klare Ansage von Garmin – und die gefällt nicht jedem.
Danke, ein guter Vergleich.
Thema Planung: da gefällt mir persönlich keines der 3 Systeme. Es geht einfach nix über den Bikerouter / BRouter. Ich werde / wurde auch mit Komoot nie so richtig warm.
Thema Geräte und Navigation: Eine Navigation ohne Neuberechnung und mit notwendiger Internetverbindung unterwegs sind für mich nogos. Interessant wäre an dieser Stelle gewesen, welchen Datenverbrauch die Onlinenavigation mit sich bringt.
Die vielfach am Bike erweiterten „abgelegten“ Smartphone ohne SIM lassen auch bei Ablesbarkeit sehr zu wünschen übrig und viele haben Skrupel, ihr teures Phon an den Lenker zu schrauben.
Der Test ist aufschlussreich.
Mein Favorit ist Komoot.
Das bezahle Abo ist den Preis wert.
Für spontane Radtouren, schaue ich mir die Bibliothek an.
Upload und los geht’s. Auch zum Wander ist Komoot hilfreich
BOSCH Nyon II / BUI 350:
1.) Wie kann ich die Standard-Vergrößerung der Kartenansicht dauerhaft verändern?
2.) Ist es möglich, die „Bitte umkehren“-Meldungen auf max. 3x zu begrenzen? (das kann sehr nervig werden)
Schon jetzt vielen Dank.
Grüße vom Wolfgang
Zu2) Nein, kannst du nichts ändern.
Bosch sollte das Auslassen von Routenpunkten anders programmieren.
Mich nervt das auch, zumal, wenn es nicht auf eigenen Planungsfehlern beruht.
Geht doch.
Einfach bei den Karteneinstellungen autozoom deaktivieren. Einstellbar sind mW 6 Zoomstufen ab 50 Meter, aber keine Zwischenwerte. Die einmal eingestellte Stufe bleibt so, bis sie weder geändert wird.
Einen Sinn sehe ich darin aber nur, wenn man einem Track Nachfahren möchte, also ohne Navigation.
Ist das in der Navigation mit der FlowApp eigentlich auch so wie beim Nyon, dass beim Auslassen von Routenpunkten ewig dorthin zurück gelotstxwird?
Wenn ja, wie wird das dann auf dem Kiox angezeigt?
Wie immer ausgezeichnet informativ und übersichtlich!
Mein System (nach 20 Jahren Erfahrung mit Navigationssystemen)
Fahrrad: E-MTB von Cube
Navigation
Planung: komoot (fast immer am PC)
Fahren: Bosch Flow App mit Smartphone Note 20 (Reservehandy)
Halterung: Bosch mit Hochformatadapter
Überraschenderweise kann die FlowApp Internetausfälle gut überbrücken. Es kommt zwar manchmal der Hinweis „Rerouting nicht möglich“ aber ich fahre meistens ohnehin eine fixe Strecke.
Reservesysteme:
Hier fehlt dann der gleichzeitige praktische Zugriff auf die Bosch-Fahrraddaten.
1) Navigieren mit komoot (Offline-Karten)
2) Navigieren mit Mapy (Offline-Karten) – hab ich aber noch wenig genutzt
Kurzer Überblick auf der Strecke (vorwiegend im Gelände):
Hier nutze ich immer die ausgezeichneten Karten von Mapy (sind aber nicht mehr gratis)
Die Verwendung des Reservehandys erlaubt mit Fotos zu machen ohne jedesmal das Handy runternehmen zu müssen. Außerdem dient es bei mehrtägigen Touren als Ersatzgerät bei Verlust oder Defekt.
Somit habe ich aktuell – aus meiner Sicht – nur Vorteile (außer das man schon ein paar Euro in die Hand nehmen muß!)
Kann den Test leider nicht lesen, der Beitrag ist übersät mit Links /Werbung, die meinen PC zumüllen.
Ich Nutze GPS – Navigation am Fahrrad seit gut 30 Jahren, wurde damals noch ausgelacht über diesen „überflüssigen“ Schnickschnack. Damals Garmin GPS 75. Als Planungs- SW verwende ich seitdem Touratech Quovadis. Beides sind wohl die ältesten und beständigsten Hilfsmittel und wurden stetig weiterentwickelt. In dieser Zeit sind viele Konkurrenzprodukte erschienen und auch wieder verschwunden, der Nutzer konnte sich dann immer wieder neu einlernen und die alten Geräte wegschmeißen.
Momentan nutze ich Garmin GPSmap 62 und Garmin GPSmap 62 276Cx. Letzteres ist zwar ziemlich groß, bietet aber deutliche Vorteile bezüglich schneller Ablesung, insbesondere bei Sonnenlicht. Das ist vorteilhaft bei Fahrten in der Gruppe, wo alle fahren wollen und nicht über die Fahrtroute diskutieren. Die Stromversorgung geschieht vom Fahrraddynamo her, so dass hinsichtlich Betriebszeit keine Einschränkungen bestehen. Als Planungs- SW verwende ich Quovadis QV 7, diese ist äußerst flexibel und vielseitig, sowohl in der Anwendung, als auch auch in der Verwaltung und ermöglicht weiterhin die Verwendung aller erhältlichen Kartengrundlagen. Das ganze ist zwar finanziell etwas aufwendiger, aber man gönnt sich ja sonst nix.
Ich plane meine Rad- und Bergtouren offline mit Basecamp von Garmin. Mit den spezifischen Opensource-Karten opefietsmap.nl und velomap.org habe ich perfekte und durchgängige Tools auch auf meinem Garmin Edge-Geräten und auf der Garmin Fenix-Uhr.
Auf langen Touren ohne Laptop plane offline auf dem Android-Tablet mit Locusmap und kopiere die gpx-Datei mit gpx-Exporter / gimporter offline auf die Garmin-Geräte. Locusmap kann die freien Garmin-Karten (.img) z.t auch importieren und darstellen. Viele Hotels bieten für die Online-Planung oft eine sehr schlechte WLAN-Verbindung. Die Locusmap-Karten sind für die Planung (Offline per APP / Online auf dem PC) soweit ok, kommen aber für Radtouren in Bezug auf die Informationen zur Wegqualität nicht an die spezifischen Garminkarten heran.
Mit Garmin Connect und Garmin Explore (sowohl als Arndroid-App als auch auf dem PC) sind umfangeiche Tourenplanungen nicht möglich. Die Karten und Planungswerkzeuge sind dazu ungeeignet. Leider hat Garmin dies immer noch nicht erkannt.
Das Bosch-System ist für Tourenplanungen und Navigation ungeeignet. Die Navigation verbraucht Unmengen an Daten (3 Stunden durch die Schweizerischen Voralpen: ca 350MB). Natürlich nur, sofern eine Mobile-Verbindung vorhanden ist. Sonst ist die Navigation unmöglich. Nach einem Versuch habe ich es aufgegeben.
Komoot ist als Planungstool ok. Die Karten kommen aber nicht an die Fahrrad-Details (Bsp. angezeigte Wegqualität) der frei verfügbaren Garminkarten heran. Komoot ist für meine Touren ebenso ungeeignet wie Bosch, da Offline nur sehr beschränkt als Navigationstool nutzbar.
Volle Zustimmung zum letzten Absatz.
Ergänzung: Das Nyon2 taugt schon zum Navigieren, aber nicht zum Planen.
Alles was online Daten braucht oder ohne diese ggf nicht weiterkommt ist mehr oder weniger sinnfrei und wertlos.