Garmin Edge Explore 3 & Explore 3 Plus vorgestellt

Garmin bringt mit dem Edge Explore 3 die neue Fahrradnavi für Tourenfahrer. Neben der Entscheidung zwischen Basis und Plus geht es auch um den Preis.

Veröffentlicht: 22. Oktober 2026
Letzte Aktualisierung: 22. Oktober 2026
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Zusammen mit dem Edge 1060 hat Garmin auch die neue Generation von seinem Radcomputer für Tourenradler vorgestellt.

Der Edge Explore 3 folgt auf den Edge Explore 2, der so seit 2022 im Garmin Sortiment erhältlich war. Damit überspringt Garmin beim Explore quasi eine Generation. Denn der Explore 2 gehörte zur x40 Serie. Die x50 Serie wurde dann übersprungen und jetzt gibt es den Explore 3 parallel zur x60 Serie.

Der neue Garmin Edge Explore 3
Der neue Garmin Edge Explore 3

Neu ist, dass es den Explore 3 in zwei Versionen gibt. Was neu ist und worin sich Explore 3 und Explore 3 Plus unterscheiden, habe ich dir hier zusammengefasst.

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Edge Explore 3 Highlights

Die Display Diagonale bleibt 3 Zoll groß. Allerdings gibt es den Wechsel von transflektivem MIP-Display auf einen hellen und scharfen LCD-Bildschirm. Damit steigt auch die Auflösung von 240 × 400 Pixeln beim Explore 2 auf 360 × 640 Pixel. Bedient wird der Explore 3 wie bisher nur per Touchscreen.

Das Gehäuse ist mit 53,8 × 104,5 × 18,0 mm etwas kleiner und vor allem 2,6 mm dünner. Leichter wird der Explore 3 aber nicht: Mit 119 Gramm wiegt er 15 Gramm mehr als sein Vorgänger, das Plus-Modell 122 Gramm.

Die wichtigsten Neuheiten:

  • Interner Speicher auf 32 GB verdoppelt
  • neue Routingpräferenzen und mehrere Streckenoptionen mit Vorschau
  • „Up Ahead“ mit Points of Interest entlang der Strecke
  • Community-Gefahrenstellen
  • beim Explore 3 Plus: Lautsprecher, Mikrofon und Sprachsteuerung
  • Einfache Direktverbindung zur Garmin Smartwatch

Navigation Neuheiten

Der Explore ist das Fahrrad-Navi für Touren und Freizeitradler in Garmins Edge-Familie.

Er bekommt Entsprechend legt Garmin beim Explore 3 den Schwerpunkt auf die Navigation. Die meisten Neuheiten kennst du vom Edge 1060, sie kommen hier in die günstigere Klasse.

Routingpräferenzen: Du legst fest, wonach der Explore 3 deine Route plant:

  • beliebteste Strecke
  • schnellste Route
  • möglichst wenige Höhenmeter
  • „Free Flow“ – Durch möglichst wenige Stopps und Kreuzungen im Flow bleiben

Die letzte Option ist die unterbrechungsarme Navigation. Sie bevorzugt Strecken mit wenig Ampeln, Kreuzungen und Verzögerungen. Wie gut das in der Praxis funktioniert muss der ausführliche Praxistest zeigen. Hoffentlich wird man da nicht über Straßen geführt. Denn da geht es auch mit wenigen Abzweigungen schnell gerade aus statt auf den Feld- und Wirtschaftswegen nebenan.

Vorschlag mehrerer Strecken
Vorschlag mehrerer Strecken

Streckenoptionen mit Vorschau: Statt einer einzigen Route schlägt dir der Explore 3 mehrere Varianten vor. Dabei berücksichtigt er Fahrzeit, Höhenmeter und Fahrradtyp. Du vergleichst die Vorschläge vor dem Start und entscheidest dann.

Up Ahead: Die Funktion für Points of Interest entlang der Strecke samt Entfernung kennen wir zwar schon. Wurde aber erweitert, beispielsweise kannst du selbst entscheiden, welche POIs angezeigt werden. Zum Beispiel Cafés, Trinkwasserstellen, Fahrradläden oder öffentliche Toiletten.

Community-Gefahrenstellen: Schlaglöcher, Straßensperrungen oder Hindernisse, die andere Garmin-Nutzer gemeldet haben, siehst du auf der Strecke und schon im Routenplaner. Eigene Beobachtungen meldest du mit gekoppeltem Smartphone. Beim Explore 2 gab es das noch nicht.

Pin Drop Navigation: Einen Punkt aus der Karten-App am Smartphone schickst du über Garmin Connect direkt an den Edge. Der berechnet dann eine Fahrradroute dorthin. Bisher gab es das nur für Google Maps auf Android Geräten. Jetzt soll es auch mit Apple Karten am iPhone funktionieren.

Edge Explore 3 oder Explore 3 Plus?

Den Explore gibt es künftig in zwei Versionen. Display, Gehäuse und Navigationsfunktionen sind gleich. Von Außen siehst du keinen Unterschied.

Unterschiede gibt es bei Ton, Sprache und WLAN:

  • Lautsprecher mit digitaler Klingel: nur Explore 3 Plus
  • Mikrofon und Sprachsteuerung: nur Explore 3 Plus
  • WLAN: nur Explore 3 Plus
  • Akkulaufzeit bei intensiver Nutzung: 16 Stunden beim Explore 3, 14 Stunden beim Plus
  • Gewicht: 119 Gramm beim Explore 3, 122 Gramm beim Plus

Während der Lautsprecher für gesprochene Navi-Ansagen sicher noch von vielen Nutzern gerne gewünscht wird, sehe ich das bei der Sprachbedienung differenzierter. Bringt das so viel Mehrwert? Funktioniert das während der Tour bei Fahrtwind gut? Alles Dinge die ich im Test herausfinden werde.

Aber da gibt es keine Differenzierung. Willst du Navi-Sprachansage musst du den Explore 3 Plus nehmen. Ansonsten gibt es im Explore 3 nur Piepstöne.

Weitere Neuheiten

Besonders spannend finde ich die Smartwatch-Kopplung. Das kannte ich bisher von COROS. Wenn du mit einer Garmin Smartwatch unterwegs bist, verbinden sich Edge und Uhr automatisch, damit du auf dem Fahrradcomputer die am Handgelenk gemessenen Herzfrequenzdaten auf den Radcomputer übertragen wird.

Garmin Fitness Uhr als Puls-Sensor
Garmin Fitness Uhr als Puls-Sensor

Diese Funktion kommt erstmal exklusiv in den Explore 3. Selbst das gleichzeitig vorgestellte Top-Modell Edge 1060 wird diese Funktion erst später per Update bekommen.

  • Garmin Coach für Einsteiger: Kostenlose Trainingspläne speziell für Einsteiger.
  • E-Bike: Mit Bosch Smart System oder E-Bikes mit ANT+ zeigt der Explore 3 Akkustand, Unterstützungsstufe und weitere Daten an. Geht der E-Bike-Akku zur Neige, bekommst du eine Warnung.
  • Profil Arbeitsweg: Zeigt dir, wie viel CO₂ du mit deinen Fahrten zur Arbeit einsparst.
  • Sicherheit: LiveTrack, automatische Unfallbenachrichtigung, Bike Alarm und Wetterinformationen in Echtzeit. Varia Radar und Leuchten lassen sich koppeln.

Akkulaufzeit

Bei intensiver Nutzung nennt Garmin bis zu 16 Stunden Akkulaufzeit für den Explore 3 und bis zu 14 Stunden für den Explore 3+. Lautsprecher und Mikrofon kosten also etwas Laufzeit.

Im Energiesparmodus sollen beide bis zu 48 Stunden durchhalten. Das ist doppelt so viel wie beim Explore 2 mit 24 Stunden.

Hier gilt wieder: Die Akkulaufzeit hängt extrem an deinen Einstellungen und dem daraus resultierenden Stromverbrauch.

Explore 3 Rückseite ohne Ladepins und mit neuer USB Position
Explore 3 Rückseite ohne Ladepins und mit neuer USB Position

Geladen wird über USB-C. Dabei ist der Anschluss von der Unterkante auf die Rückseite unterhalb der Halterung gewandert. Auf der Rückseite gab es den USB-Port bereits beim Explore 1. Der war recht umstitten denn wenn man den Edge während der Fahrt laden möchte, fällt gerne mal der Stecker durch die Vibrationen raus.

Die Unterscheidung zwischen Explore und Explore Power fällt jetzt weg. Es gibt keine Halterung mehr mit den Power-Pins im Quater-Mount für die Power-Fahrradhalterung für Akku-Pack oder eBike Anschluss.

Preis und Verfügbarkeit

Der Garmin Edge Explore 3 ist ab 3. November 2026 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 400 Euro erhältlich.

Der Edge Explore 3 Plus ist ebenfalls ab 3. November 2026 bestellbar. Der kostet dann satte 500 Euro.

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Diese Preise finde ich für ein „Einsteiger-Fahrradnavi“ für Tourenradler schon heftig. Man bedenke: Den Edge Explore 2 gab/gibt es für 200 bis 250 Euro im Handel. Willst du also Sprachansage, musst du jetzt doppelt so viel hinlegen.

Persönliche Einschätzung

Im Prinzip sicher ein gutes Gerät – Wenn der Preis nicht wäre. 400 bzw. 500 Euro für ein Einsteigergerät empfinde ich als deutlich zu hoch. Da wird es, selbst wenn die Navigation an einigen Stellen besser geworden ist, schwierig gegen die Übermacht der Smartphone & App Navigation anzukommen.

Statt dessen wird es an anderer Stelle eng. Der Explore 3 Plus ist quasi der bessere Edge 850. Mehr Akkulaufzeit, etwas größeres Display und die Sprachsteuerung vom 1060. Und das ganze 50 Euro günstiger. Allerdings musst du beim Explore traditionell auf die Kopplung der elektronischen Schaltung (Shimano Di2, SRAM AXS) verzichten.

Was sagst du dazu? Interessantes Gerät? Besonders deine Meinung zum Preis würde mich interessieren. Schreib deine Gedanken dazu gerne in die Kommentare.

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3 Kommentare zu „Garmin Edge Explore 3 & Explore 3 Plus vorgestellt“

  1. Der Explore 2 ist ja eigentlich nur ein Anzeigedisplay für meine Komoot Touren. Deshalb brauche ich wahrscheinlich die neuen Navigation Tools nicht. Und die gleiche Akkulaufzeit ist enttäuschend. Noch nicht mal Solarfunktion, und das für 400-500.-. Aber erst einmal abwarten bis ausführliche Tests vorliegen und wie der Preis fällt.

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  2. Erst ein ausführlicher Praxistest wird uns den wahren Fortschritt verraten. Ich bin vor allem gespannt, wie sich die Sprachsteuerung auf dem Rad bei Wind und Wetter bewährt.

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