Falk IBEX 30: Die Fahrradnavigation im Praxistest
Veröffentlicht: — Letzte Aktualisierung: 1. Januar 2017
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Navigation auf dem Fahrrad so einfach wie im Auto. Ziel eingeben und losfahren. Ohne Planung am Computer. Dazu optische Routenführung und Sprachansagen. Wie gut ist die Falk Outdoor Navigation wirklich?

Die Produktbezeichnung IBEX leitet sich vom wissenschaftlichen Namen des gemeinen Alpensteinbocks – Capra Ibex – ab.

Im Test muss der Falk IBEX 40 zeigen, ob er genau so trittsicher ist und rauhen Bedingungen trotzen kann wie sein Namensgeber.

Falk IBEX Versionen

Aktuell sind zwei Versionen der Outdoor Navigation im Handel erhältlich. Falk IBEX 30* und IBEX 40*. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Varianten ist der Karten Lieferumfang. Während der IBEX 30 mit einer einfachen Planungssoftware ohne zusätzliche Karten auskommen muss, ist der IBEX 40 mit topografischen Karten im Maßstab 1:25.000 samt Planungssoftware TourExplorer von MagicMaps auch für die heimische Planung hervorragend ausgestattet. Preislich macht das einen Unterschied von ca. 110 Euro.

Transparenzhinweis:
Das Falk IBEX 40 Testgerät wurde mir freundlicherweise von Hersteller United Navigation zur Verfügung gestellt.

Hardware des Falk IBEX

Mit 11 x 7,8 x 2,5 cm ist diese Fahrradnavigation etwas größer als klassische Outdoor Handgeräte. Mit dem 3,5 Zoll (8,9 cm) Touchscreen relativiert sich die Größe aber wieder. Das Gehäuse ist nach IPX7 wasserdicht, was es auch im Test bewiesen hat. Rundum sorgt ein geriffeltes Gummiband für Griffigkeit.

Falk IBEX beim Schlechtwetter Belastungstest
Falk IBEX beim Schlechtwetter Belastungstest

Feste Tasten gibt es nur zwei Stück – auf der linken Seite. Einschalter oben und eine individuell belegbare Taste darunter. Alles andere wird über den Touchscreen gesteuert. Eine Fahrradhalterung wird mitgeliefert. Die Montage erfolgt mit dem mitgelieferten Innensechskant Werkzeug mittels zwei rostfreien Schrauben am Lenker. Die gesamte Fahrradhalterung basiert auf dem Herbert Richter System*. Damit stehen auch alle anderen Grundhalterungen für Auto, Motorrad und Fahrrad zur Verfügung. Möglich ist etwa eine Fahrradhalterung* mit kürzerer Befestigung.

Navigation mit dem IBEX

Der Navigationsbildschirm zeigt auf der kontrastreich gestalteten Karte alle während der Fahrt nötigen Informationen an. Dazu gehören zwei Infofelder mit Zeit bis zum Ziel und Entfernung bis zum Ziel. Bei Bedarf lassen diese sich individuell konfigurieren. Darunter die Straße auf die beim nächsten Manöver abgebogen werden soll. Ein Pfeilsymbol verdeutlicht nochmals das nächste Fahrmanöver. Oberhalb der Bedientasten wird die aktuelle Straße angezeigt. Die drei Schaltflächen am unteren Ende führen zum Menü, blenden eine Höhengrafik ein oder lassen das Individualmenü von rechts hereinfahren.

Bilderstrecke Falk IBEX Navigation

Aus dem Menü heraus beginnt die Zieleingabe. Dies ist genau so leicht wie in einem Autonavi. Ort, Straße und Hausnummer oder Sonderziel aussuchen. Bei den Sonderzielen stehen zudem spezielle für Biker interessante Ziele zur Verfügung. Etwa die Bett & Bike Datenbank des ADFC.

Zieleingabe beim IBEX
Zieleingabe beim IBEX

Nach der Definition des Zieles erfolgt das feineinstellen der Route. Diese wichtige Funktion ist auf mehrere Einstellbildschirme verteilt. Sehr schönes Detail: Bei jedem Screen steht schon die „Fertig“ Schaltfläche zur Verfügung. Somit startet die Routenberechnung mit den Parametern der letzten Berechnung sofort. Erste Entscheidung: Fahrrad oder Fußgänger Anschließend stehen drei Arten von Streckenoptimierung zur Wahl: einfach, sportlich oder kurz. Meine bevorzugte Streckenwahl ist „einfach“. Besonders in der Stadt ist „kurz“ mit sehr vielen Abbiegemanövern verbunden. Der Auswahlbildschirm für die benutzten Verkehrswege ist schon vielfältiger. Besonders wichtig sind die Entscheidungen zu Fahrradwegen, Wanderwegen und dem Straßenverkehr. Fahrradwege bevorzugen macht eigentlich in jedem Fall Sinn. Ob man sich auf Wanderwege begeben will ist fraglich. Straßenverkehr sollte bei Überlandfahrten vermieden werden und in der Stadt benutzt werden. Mit einem Klick auf „Fertig“ startet die Routenberechnung. Dies kann schon mal etwas dauern. Knapp eine Minute ist keine Seltenheit.

Navigationsscreen, Alternativrouten und Höhenprofil
Navigationsscreen, Alternativrouten und Höhenprofil

Die berechnete Strecke wird auf einer Karte angezeigt. Sofern die Strecke passt startet mit einem Klick auf „Navigation“ die Routenführung. Mit der obersten Schaltfläche auf der rechten Seite können zwei zusätzliche Alternativrouten berechnet werden. Nach erneuter Wartezeit stehen dann insgesamt drei unterschiedliche Routen zur Auswahl.

Vorbereiteter Route folgen

Trackinfo einer gewählten Route
Trackinfo einer gewählten Route

Für weniger spontane Touren lässt sich der gesamte Weg zu Hause am PC bereits planen. Am besten für die Zusammenarbeit ist das mit dem TourExplorer von MagicMaps* möglich. Kostenpunkt: 50 € für ein Bundesland oder 200 € für ganz Deutschland. Beim IBEX 40 ist die Deutschlandversion schon dabei. Im Tour Explorer gibt es eine Export Funktion zum direkten überspielen der Route auf den IBEX.

Positon abseits der geplanten Route
Positon abseits der geplanten Route

Über Tracks lässt sich die gewünschte Strecke laden und per „Start“ Taste beginnt die Routenführung. Wobei hier nicht so viel Komfort geboten wird wie bei der vorher beschriebenen Navigation. Lediglich ein Pfeil zeigt die Richtung zum nächsten Wegpunkt. Ansonsten bedarf es optischer Kontrolle ob die eigene Position noch auf der geplanten Route liegt. Sollte es eine Abweichung geben, wird dies über die kürzeste Verbindung zurück zur geplanten Route angezeigt.

Ausblick IFA 2011

Zur IFA 2011 hat Falk eine Neuauflage/Erweiterung der IBEX Reihe angekündigt. Den Falk IBEX Cross*. Neben den hier beschriebenen Outdoor Funktionen kommen noch die klassische Straßennavigation, Unterstützung bei öffentlichen Verkehrsmitteln mit der Bus & Bahn Funktion und Geocaching Unterstützung hinzu. Damit genügt ein Navigationsgerät allen Ansprüchen auf der Straße und im Gelände.

Praxistest Bewertung
GPS-Empfangsqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
Karten
Ausstattung
Verarbeitung
Preis

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