Der Fahrradtouren-Planer komoot hat ein größeres Update bekommen. Grund genug mal einen Blick auf die Neuheiten zu werfen und von den ersten Testfahrten zu berichten.

Die Touren App von komoot kennst du sicherlich.

Spätestens seit dem Praxistest hier beim GPS Radler.

Jetzt gab es Updates. Sowohl für die iPhone Version als auch für die Android Variante.

Ich stelle dir mal die Neuheiten vor und berichte von meinen Testfahrten.

Korrekte Kartenausrichtung

komoot Karte in Fahrtrichtung
komoot Karte in Fahrtrichtung

Das wichtigste gleich am Anfang.

Die Ausrichtung der Karte in Fahrtrichtung funktioniert jetzt!

Während dieser Punkt in meinem Praxistest noch das größte Manko war, hat sich komoot an eine Lösung gemacht. Nach ersten Probefahrten kann ich sagen: Es funktioniert.

Das Symbol unten rechts wird per Fingertipp vom „Zielkreuz“ auf die „Kompassnadel“ umgestellt. Dann wird die Karte statt Nordweisend in Fahrtrichtung gedreht.

Navigation zum Start

Tour zum Startpunkt erweitern
Tour zum Startpunkt erweitern

Auch eine praktische Neuheit ist die Navigation zum Start einer Tour.

Gerade bei Tour Vorschlägen startet die Tour nicht gerade vor der Haustüre.

Dafür erscheint jetzt beim Start der Tour unten rechts ein Button. „Tour anpassen“ berechnet einen Weg zum Tourstart.

Anschließend geht es wie gewohnt auf der geplanten Strecke weiter.

Größere Infofelder

Auch bei den Informationen oberhalb der Karte hat sich etwas getan.

Wichtige Infofelder wie der Navigationshinweis oder die Geschwindigkeit können durch einmaliges Tippen vergrößert werden.

Neue Navigationsansicht mit vergrößerten Datenfeldern
Neue Navigationsansicht mit vergrößerten Datenfeldern

Komoot spricht auch von einer höheren Genauigkeit der Geschwindigkeitsanzeige, meint damit aber nur die eingeblendete Nachkommastelle.

Eine echte Verbesserung wäre erst da, wenn man die Möglichkeit hätte externe Geschwindigkeitssensoren einzubinden.

Wünsche für künftige Updates

Auch wenn wirklich viel passiert ist und wichtige (Kartenausrichtung) und nützliche (Zum Startpunkt) umgesetzt wurden bleibt bei mir eine kurze Wunschliste übrig:

Mindestens eine Zoomstufe mehr Details. Bei kniffligen Situationen wünsche ich mir einen besseren Blick auf die Details der Routenführung.

Geplante Touren auch in entgegengesetzter Richtung fahren. Aktuell muss man Hin- und Rückweg getrennt planen.

Echtes Roundtrip Routing. Gewünschte Entfernung oder Zeit eingeben und eine schöne Rundfahrt berechnet bekommen.

Import von GPX Tracks in der mobilen App. Um auch unterwegs und ohne PC eine Tour Empfehlung in die komoot App bringen zu können.

Neuheiten im komoot Video

Persönliches Fazit

Die wichtigste Neuheit ist, dass jetzt endlich das Ausrichten der Karte in Fahrtrichtung funktioniert. Damit wurde der größte Schwachpunkt aus meinem komoot Praxistest beseitigt.

Mit dem Update hat komoot die ohnehin tolle App nochmal verbessert und weiter nach vorne gebracht.

Wie sind deine Erfahrungen mit der neuen komoot App? Hast du Wünsche für künftige Versionen? Schreib mir deine Meinung in die Kommentare.

Quellekomoot

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8 Kommentare, sei der Nächste!

  1. Exakt meine Wünsche. Roundtrip Routing dürfte doch nicht so schwer sein. Auch alle anderen angesprochenen Punkte dürfte die Progammierer nicht vor unlösbare Probleme stellen.
    Import von Tracks…. verstehe ich nicht wirklich.
    Die App hat das Potential, so die Nr.1 zu werden.
    Dank GPS Radler, der die Schwachstellen unerbittlich aufdeckt.

  2. Im Großen und Ganzen stimme ich zu. Leider habe ich zwei negative Erlebnisse mit komoot.
    1. Auf dem Smartphone (=iPhone5, aber mit Regenschutz) reagiert komoot unberechenbar, wenn ein Wassertropfen auf das Display fällt : Einmal stoppt es die Navigation, ein anderes Mal zeigt es plötzlich ein ganz anderes Ziel an usw. Der Touchscreen wird dann zum Ärgernis. Zur Info : An diesem 2. August regnete es ununterbrochen über 50 km, und ich musste immer wieder anhalten und das Gerät neu programmieren.
    2. Bei der Suche nach Zielen auf dem Navi (= iPhone) kann ich ein Ziel nur sehr schwer exakt definieren, da es mir sofort ungenaue, also unbrauchbare Vorschläge unterbreitet. So stand ich in Erfelden am Kühkopf (Teil von Riedstadt/Hessen) und wollte mich zum nächsten Bahnhof schicken lassen – Luftlinie 3 km. Komoot fand weder den Bahnhof noch den Ortsteil mit dem S-Bahn-Anschluss nach Frankfurt und schlug mir stattdessen einen 10 Km langen Weg nach Goddelau-Erfelden vor – da kamen wir gerade über Umwege auf unserer Tour her. Bevor die Suche losgeht, sollte ich schon die Möglichkeit haben, die exakte Zieladresse einzugeben, wenn ich sie schon kenne.

  3. Natürlich weiß ich, dass komoot für das „Tropfenproblem“ nichts kann, es sei denn, es wäre befähigt, dass das Display nicht mehr auf Berührung reagiert. Das Verhalten spricht aber generell gegen ein Touch-Screen auf dem Fahrrad. Übrigens bin ich vorläufig wieder auf mein GPSMAP64s umgestiegen, da mich zudem mein Netzbetreiber, genannt Vodafone, ständig wieder ausbremst (> 1,5 GB sind mit komoot schnell erreicht). Die Zielsuche auf dem Mobil-Gerät müsste deutlich verbessert werden. Auf jeder (Papier-)Landkarte ist es einfacher, ein Ziel und den Weg dorthin zu finden und zu planen.

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